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Autor Thema: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!  (Gelesen 101004 mal)

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Offline jayjay

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Wenn das Bild im Kasten ist, nutze ich Photoshop, um es zu finalisieren.
Das sieht so aus, dass ich das Mineral selbst ausschneide/freistelle (geht mal schneller mal dauert es etwas länger). Ich kopiere es auf eine neue Ebene (die ganz oben steht).
Dann nehme ich die Ursprungsebene und kopiere alles ausser dem Mineral auf eine neue Ebene. Diese Ebene zeichne ich mit dem Gaußschen Weichzeichner weich (es ist die mittlere Ebene, welche dann nur den Hintergrund und kein Mineral enthält). Das hat zur Folge, dass die Schatten weicher werden und zum Beispiel kleine Unreinheiten (wie Sensorfleck durch Staub in der Cam, Staubkrümmel um das Mineral herum, welche der Blasebalg nicht entfernt hat, etc.) verschwinden und das Stück damit sanfter wirkt.
Ganz darunter liegt die ursprüngliche Ebene.
Ist zwar immer noch nicht 100% out of the cam, aber ich bin mit den Ergebnissen mittlerweile sehr zufrieden.
Anbei mal ein Bild bearbeitet und unbearbeitet, um den direkten Vergleich zu sehen.
« Letzte Änderung: 03 Jul 11, 19:01 von jayjay »

Offline loparit

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Hallo Jayjay,

ich finde das Orginal besser als das nachbearbeitete. Im Orginal ist der Malachit besser. Nach der Bearbeitung scheint mir der Malachit zu hell. Allerdings schaue ich gerade auf meinem Laptop der ist nicht so toll in der Wiedergabe. Werde nachher mal noch auf dem anderen Rechner mir die Fotos nochmals anschauen.

Gruß
loparit

Offline Embarak

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Hallo

Ich freue mich sehr, daß dieser thread wieder auflebt !  ;D

@ Jayjay
Zitat
...Im Orginal ist der Malachit besser. Nach der Bearbeitung scheint mir der Malachit zu hell.
Ich muss loparit zustimmen.
Möglicherweise hast Du noch eine Tonwertkorrektur auf den Hintergrund machen wollen, da dieser auch etwas heller geworden ist.
Eine Korrekturebene ist mit der darunterliegenden Bildebene verknüpft. (  Bild 1)
Macht man danach eine Kopie der Bildebene, verschwindet diese Verknüpfung und die Korrektur betrifft alle darunterliegenden Bildebenen.
Will man eine Bildebene selektiv korrigieren, schiebt man die Korrekturebene über die betreffende Bildebene und aktiviert die Verknüpfung manuell.
( unterer roter Pfeil Bild 2 )
Dann könnte man den Hintergrund heller/dunkler machen, ohne die freigestellte Ebene zu verändern.

Gruß
Norbert

Offline Embarak

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Hallo
Zitat
Das sieht so aus, dass ich das Mineral selbst ausschneide/freistelle (geht mal schneller mal dauert es etwas länger).
Ich kopiere es auf eine neue Ebene (die ganz oben steht).
Dann nehme ich die Ursprungsebene und kopiere alles ausser dem Mineral auf eine neue Ebene.
Diese Ebene zeichne ich mit dem Gaußschen Weichzeichner weich.

Die von Dir beschriebene Methode hat einen Haken.
Der Gaußsche Weichzeichner auf der Hintergrundebene zeichnet nicht nur Kratzer und Krümelchen auf der Ebene weich,
sondern auch die Konturen des Minerals auf dieser Ebene und es entsteht eine merkwürdige Aura im Gesamtbild.
Könnte man entfernen, indem man den Hintergrund mit dem Kopierstempel von außen nach innen überträgt, bis die Aura weg ist,
ist aber aufwendig.
Habe auch einen Malachit genommen, an dem ich eigentlich keine Veränderungen vorhatte.  :)
Ist ja nur ein Beispiel.
Freigestellt und danach mit dem Gaußschen Weichzeichner den Hintergrund stark übertrieben.
Gauß muß also äußerst sparsam eingesetzt werden !

Norbert

Offline der Sauerländer

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Hallo,

hier der Senor Sanchis....
http://www.euromineral.fr/a_/b_ofm9.html

das sind allerdings ältere Arbeiten von ihm. Ihr könnt auch ein Arbeitsfoto von ihm anklicken. Dort sieht man seine Arbeitsweise. In St. Marie hat er das aber anders gemacht und die neuen Fotos von ihm sind allererste Sahne.

Und er...
http://www.euromineral.fr/a_/b_ofm44.html

war ebenfalls da.

Gruß
Wilhelm
« Letzte Änderung: 03 Jul 11, 12:57 von der Sauerländer »

Offline Embarak

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Hallo

Wie Jayjay schon andeutete, ist eine gute Freistellung der aufwendigste part.
Ist das schon getan, ergibt sich eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten zur Hintergrundgestaltung, wobei ich es sehr reizvoll finde,
daß so zu versuchen, daß es nicht gleich als Photoshop-Produkt zu erkennen ist.

Nach wie vor halte ich mich bevorzugt an die Originalunterlage. Manchmal sind aber doch mehr Kratzer oder Krümel darauf,
die mir mit bloßem Auge entgangen waren, sodaß die Reparatur mit Stempel usw. länger dauert, als eine Neugestaltung
des Hintergrunds ohne Veränderung des freigestellten Gegenstandes.
Das setzt allerdings voraus, daß einem das Zusammenspiel von Ebenen und Masken klar ist.
Hier der Beispiel-Malachit mit neuem Hintergrund:

1. Kopie vom Hintergrund, der immer unbearbeitet bleibt.

2. Freistellung aus der Hintergrund-Kopie.

3.neue Ebene in weiß

4.neue Ebene in schwarz und eine Ebenenmaske dazu, in die mit dem Verlaufswerkzeug ein Verlauf von oben nach unten kommt,
   sodaß ein gleichmäßiger Verlauf von schwarz nach weiß entsteht.
   Deckkraft reduzieren, bis es ein Verlauf von hellem grau nach weiß ist.

5.Kopie der Freistellung unter die Freistellung schieben. Über transformieren-verzerren in Schattenform ziehen.
   Daraus die Farbe der Bildebene wegradieren und in schwarz neu übermalen.
   Den Schatten mit Gaußschem Weichzeichner bearbeiten und Deckkraft runternehmen.
   Schattenmaske anwenden und neue Ebenenmaske zufügen, in der mit dem Verlaufswerkzeug
   der Schattenverlauf abgeschwächt wird.

6.Zum Schluß noch etwas Feinarbeit: Körnung einer Papier-Unterlage simulieren.
   Dazu mache ich eine neue weiße Ebene über der ersten weißen und nehme den Zeichenfilter Prägepapier.
   Dazu eine neue Maske, in die ein reflektierter Verlauf kommt und danach die Deckkraft auf ein diskretes Maß reduzieren.

Obwohl die Beschreibung sehr kompliziert klingt, geht das mittlerweile in 5 Minuten.
Freistellen allein kann deutlich länger dauern !
Unbearbeitet gefällt mir der Malachit immer noch am besten !!

Alle PS-Geheimnisse habe ich immer noch nicht gelüftet, habe aber viel über Video-tutorials gelernt,
die es zu PS und auch zu Gimp gibt.
Den Hinweis  auf Video- Tutorials bekam ich übrigens von loparit,
bei dem ich mich an dieser Stelle für den Tip herzlich bedanken möchte !!   ;D 
  ( es ging damals um Freistellung von Haaren.. )

Gruß
Norbert

P.S.: Bei den Mineralien setze ich PS sparsam ein. Sehr viel Spaß macht der nonsense (offtopic)

Offline Embarak

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Nachtrag:
Den psd-file mit der Freistellung kann man dann beliebig variieren.
Version1 war doch sehr dunkel.
Norbert

Offline Embarak

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hier der Senor Sanchis....
... Ihr könnt auch ein Arbeitsfoto von ihm anklicken.

Auch 'ne tolle Konstruktion !!!
Norbert

Offline jayjay

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Hallo zusammen
Bin mir gar nicht sicher, ob ich eine Tonwertkorrektur gemacht habe.
Ich habe den Beitrag nochmals ergänzt, um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen.
Die Ebene, welche weich gezeichnet wird ist die mittlere Ebene ohne Mineral. Das Mineral
selbt ist auf der obersten Ebene. So wird verhindert, dass das Mineral am Rand weich wird.

Offline jayjay

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Und er...
http://www.euromineral.fr/a_/b_ofm44.html
war ebenfalls da.

Die Bilder scheinen mir einen digital erzeugten Background zu haben.
Ich habe das mal exemplarisch mit einem Stück von mir gemacht, wie es sein könnte.
Den Rhodo habe ich vor möglichst schwarzem Hintergrund fotografiert. Dann freigestellt --> neue Ebene.
Drunter das Stück gespiegelt und um 180 Grad gedreht. Die Deckkraft auf 30%, leichter Gaußscher Weichzeichner auf der Ebene.
Noch einen Ebenenmaske drüber, dass die "Spiegelung" nach unten hin nachlässt.
Und schließlich die Ebene drei mit einem zentrischen Ebenenverlauf von Grau nach Schwarz.

Offline der Sauerländer

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Hi jayjay,

ich sehe um das Stück und vom Rahmen nach Innen eine helle "Aura". Irgendwo scheint es zu viel des Guten. Vielleicht ist die vom loparit gemachte Beobachtung bei Jeff Scovil der bessere Weg. Direkt bei der Aufnahme alles gestalten. So machts auch der Spanier. Hinterher nen leichten Schatten reinbasteln ergibt dann nur noch einen passenden Effekt.

Wir bleiben da am Ball

Offline jayjay

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Hallo
Meinst Du beim Rhodo? Vielleicht muss ich doch mal Geld in einen vernünftigen Monitor investieren. Ich habe nur einen Laptop....

Offline Embarak

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Hallo@Jayjay
Zitat
...Die Ebene, welche weich gezeichnet wird ist die mittlere Ebene ohne Mineral.
Mit dem nachträglichen screenshot der mittleren Ebene ist es verständlich !
Dann klappt es auch wie beschrieben.
Immer wieder interessant, wieviel verschiedene PS-Strategien zum Ziel führen können.  ;D 

Gruß
Norbert

Offline Harjo

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Sehr gute Resultate, Komplimente.
Aber.....  ;)
Mir gefällt es immer noch am besten mit "natürlichem" Hintergrund, ohne das man die Stufe mit Kunstgriffe freistellen muss.
Es gibt viele Möglichkeiten eine Stufe so zu positionieren so das die Stufe vom Hintergrund "abhebt".
Ein Fischdraht genügt meistens um die Stufe aufrecht zu halten (nachher einfach weg zu retuschieren mit Photoshop oder andere Software).

Grüß,

Harjo

Offline geni

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Hallo zusammen,
war Heute auf einer kleinen Börse im Elsass, genau in Bourzwiller bei Mühlhousen, und habe folgendes
nettes kleines Stüfchen von der Clara erworben. Natürlich mußte ich es gleich fotografisch vergewaltigen.
Baryt Kristall mit eingewachsenem Agardit. Der Baryt sitzt auf Bario-Pharmakosiderit auf, der silbrig durch
den klaren Baryt scheint. Bildbreite 1,47 mm.



Herzliche Grüße an alle
Gerhard Niceus (geni 8))

 

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