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Autor Thema: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!  (Gelesen 101038 mal)

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Offline loparit

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Hallo Rene,

ja das mit dem Koffer ist eine Tolle Sache. Allerdings passen da die großen Hintergründe auch nicht hinein. Aber es ist auf alle Fälle schön, in dem Koffer verstaue ich alles, die Lampen, die Verteilersteckdose, Diffuser, Hintergründe, sonstige Dinge die ich mir zwischenzeitlich angeschafft habe. Dann brauche ich mir nur den Koffer und den selbst gebauten Tisch zu schnappen und dann bin ich mit der Fotoausrüstung reisefertig :-)

Ich habe mal eben den Tisch und die Beleuchtung aufgebaut und dann auf die schnelle einen Pseudomalachit (Größe 7x7 cm) frei Hand und ohne große Beleuchtungseinstellungen fotografiert.


Gruß
Edgar

Offline loparit

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@Uwe

Nun den Erklärungen von Schluchti sind sehr ausführlich und deshalb nenne ich hier noch einen weiteren Grund warum ich heute nur noch RAW fotografiere.

Man sagt das RAW ist das digitale Negativ. Also mein Original bleibt immer erhalten, genau wie früher das Negativ beim normalen Film.
Ich hatte ursprünglich genauso die Erfahrung gemacht, dass das RAW und das jpg fast identisch sind und mich gefragt warum überhaupt RAW.
Als ich in Freiberg Fotos der Pohl-Sammlung gemacht habe, ist mir einfach kein vernünftiger Weißabgleich gelungen und ich habe alle oder fast alle Fotos dann im RAW gemacht. Natürlich mußte ich mich dann auch mit der entsprechenden Software auseinandersetzen und was ich dabei erlebt habe war der Auslöser warum ich nur noch RAW fotografiere. Sind die Fotos sowie fast ausschließlich gut bis sehrgut ist der Unterschied nicht so deutlich. Aber wenn man Aufnahmen macht die aus welchen Gründen auch immer daneben gegangen sind  oder besser gesagt besser sein könnten (z.B Weißabgleich) dann kann man mit RAW noch deutlich viel mit dem Foto machen. Weshalb ich heute auch viele mir bekannte Fotografen verstehe dass sie schon länger im RAW fotografieren.

Als Beispiel mal ein Stück aus der Sammlung das ich dort aufgenommen habe. Wer die Lichtverhältnisse kennt weiß das das dort nicht so einfach geht. Die Aufnahme ist mit Stativ und ohne Blitz aufgenommen.

Gruß
Edgar Müller

Offline uwe

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Danke Thomas und Edgar,

Eure Ausführungen beantworten erst mal meine Frage und die Vorteile leuchten mir nun ein. Allerdings klappts nun bei mir nicht mehr mit der Bildbearbeitung mit XnView, denn wenn ich mit diesem Programm die entsprechende *.NEF Datei aufrufe erscheint ein Bild mit einer Breite von nur 160 Pixel (beim *.JPG Bild sind es immerhin 3008. Welches Programm verwendet Ihr zur Bildbearbeitung ?

Gruß
Uwe

Offline loparit

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Hallo Uwe,

zum entwickeln der Raw Bilder und zum archivieren benutze ich Adobe Lightroom und zum weiteren bearbeiten Photoshop CS3.

Gruß
Edgar

Offline Goldi85

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Hallo,

ich möchte die Gelegenheit nutzen und auch mal meinen (vergleichsweise einfachen) Aufbau zum Fotogafieren vorstellen.
Ich lege die Stufe dazu auf ein weisses Blatt Papier, welches auf einer Glasplatte liegt. Das Ganze liegt auf einem Fußhocker, da dieser genau die richtige Höhe für mein Stativ hat.
Als Hintergrund benutze ich eine Fleecejacke, die ich über einen Schreibtischstuhl gehängt habe.
Zur Beleuchtung verwende ich bisher eine Energiesparlampe. Durch diesen Aufbau lässt sich mit einfachen Mitteln ein Weiss-Schwarz-Verlauf als Hintergrund erzeugen, ohne diesen nachträglich erzeugen zu müssen. Das Problem beim künstlichen Hintergrund ist eben meist, dass man es den Bildern recht schnell ansieht.
Ein Bild davon habe ich unten mal angehängt.

Diese Variante ist aber nun eher für kleinere Stufen bis etwa 8 cm geeignet, bei größeren Stücken steigt die Schärfentiefe wieder an und man erkennt meist irgendwo das Ende des Papier-Blattes  :P
Für kleinere Stufen bin ich mit den Ergebnissen aber (vorerst) zufrieden. Probleme bereiten nur einige einzelne Stücke, die einfach nicht gut rauskommen.

Ein paar mit dieser Variante gemachte Bilder, die mir gefallen:

Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Wetteraukreis/Nidda/Ober-Widdersheim/Steinbruch Nickel (Ober-Widdersheim)
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Demokratische Republik Kongo/Katanga (Shaba), Provinz/Lualaba, Distrikt/Kolwezi, Revier/Mashamba West Mine
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Eines, das mir noch nicht gefällt (Schärfe Ok, aber zu harte Schatten, Kristallflächen überbelichtet,usw.):

Mexiko/Durango, Estado/Mapimí, Municipio/Mapimí/Ojuela Mine
Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!


Vor kurzem hatte ich mal mit Tageslicht experimentiert, als Hinter-/Untergrund ebenfalls ein weisses Blatt Papier. Danach noch den Weissabgleich leicht korrigiert:

Deutschland/Hessen/Gießen, Bezirk/Gießen, Landkreis/Lindener Mark/Grube Fernie
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Ansonsten sind die Bilder alle nach der DMF-Methode mit dem Programm CombineZM verbessert worden, danach nur leichte Korrekturen mit GIMP.

Die anderen Varianten hier im Thread gefallen mir auch sehr gut, mal sehen, ob ich davon etwas verwenden kann. Mit RAW habe ich bisher noch nicht gearbeitet, muss ich mir auch mal anschauen, wie das geht.

Gruß  Daniel

Offline jayjay

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Echt super, was sich hier für eine tolle Diskussion entwickelt. Hätte ich den Thread mal vor einem Jahr gestartet, hätte ich mir
viel Arbeit und Experimentieren sparen können. Aber toll, was hier für unterschiedliche Lösungen existieren.

@ Goldi & @ Edgar
Goldi Du schreibst, Du bist unzufrieden wegen der überbelichteten Kristallflächen. Edgar hat auf seinem Bild schön zu sehen kleine Schwanenhalshalterungen, mit denen
man Reflektoren einsetzen kann zum verstärken oder dämpfen von Reflexionen.

Edgar, kannst Du sagen, woher Du diese hast?

Die Lösung von Dir Goldi finde ich übrigens super in Sachen Preis/Leistung.

@ All: ich habe heute die Terra Mineralia angesehen. Tolle Ausstellung. Interessant zu sehen, wo die Limits liegen, wenn Geld kein Limit ist.
Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass das Licht dort so schwierig und "schwach" ist. Hatte kein Stativ dabei.
Also jeder der noch hingeht und Fotos machen will. Stativ nicht vergessen!

Offline sapphire

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Hallo,

von mir auch nochmal etwas zum Thema Underdog-Fotografie  ;)

Ich stehe oft vor dem Problem, Strukturen abbilden zu wollen, die irgendwo im mm-Bereich liegen. Ein gutes Makro mit einem Abbildungsmassstab von 1:1 wäre sicherlich eine gute Lösung. Nur solche Objektive haben auch ihren Preis. Mit Zwischenringen habe ich es versucht, aber der Tiefenschärfenbereich ist arg eng.

Ich habe mich dann mal ein bisschen umgesehen und bin auf eine recht interessante Website gestossen, die zum Einen das Thema Nahlinsen beleuchtet und dann noch das Thema Objektivumkehr.

(Wen es interessiert, hier die Links zu beiden Themen:
http://www.traumflieger.de/objektivtest/nahlinse_oder_makroobjektiv/nahlinse_oder_makrospezialist.php
http://www.traumflieger.de/objektivtest/retro/supermakro_mit_dem_kitobjektiv.php )

Abgesehen davon, dass eine Nahlinse auch erst einmal gekauft sein muss, hat mich der Sachverhalt neugierig gemacht, es mal mit der Objektivumkehr zu versuchen, da hier sogar Vergrösserungen möglich sind.

Also Objektiv abgeschraubt, mit ein paar Unterlagen es vor die Kamera positioniert - und siehe da, es funktioniert. Erstaunlicherweise ist die Tiefenschärfe relativ gut. Im Augenblick ist das natürlich alles ein Gefummel, da Kamera und Objektiv lose herumstehen, die Fokussierung durch Verschiebung des Objekts erfolgt und die Lichtstärke völlig auf der Strecke bleibt, aber es scheint mir ein ausbaufähiger Ansatz zu sein, wenn man nicht gerade ein Binokular oder Mikroskop mit dem entsprechenden Equipment zur Verfügung hat.

Sobald ich etwas Vorzeigbares habe, werde ich es hier mal hereinstellen.

Viele Grüsse
Andreas

Offline uwe

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Hallo Andreas,

es gibt für die meisten Kameras für relativ wenig Geld (unter 20,- €) Retro-Ringe zu kaufen, mit denen man das Objektiv verkehrt herum an die Kamera schrauben bzw. mit Bajonettverschluß ankoppeln kann. Allerdings wird hier die kleinste Blende wirksam, da die Blendeneinstellung nicht mehr funktioniert. Man muß also sehr stark beleuchten oder lange belichten.

Uwe

Offline Klinoklas

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Hallo Andreas,

für mehr Tiefenschärfe könnte man mit einem Makroschlitten mehrere Schichtaufnahmen machen und diesen Bilderstapel anschließend mit z.B. CombineZM zusammenrechnen.

http://www.google.de/products?q=Makroschlitten&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wf

Gruß
René
« Letzte Änderung: 06 Oct 09, 22:18 von Klinoklas »

Offline sapphire

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Hallo Uwe,

danke für den Tipp. Ich habe gerade mal etwas herumexperimentiert und das ständige Verrutschen von Kamera und Objektiv erfordert schon ein ausgeprägtes Mass an Gelassenheit  ;) Ausserdem denke ich, ist das auch besser für die Fokussierung. Richtig scharf bekomme ich das Ganze noch nicht.

Hallo Klinoklas,

danke für den Link. Ich habe noch ganz andere Preise im Kopf (etwa Faktor 4). Das wird ja dann doch interessant :-)


Ach ja, hier mal ein Ergebnis - wie gesagt, mit fliegendem Equipment - und ein Belechtungsmeister bin ich auch noch nicht:

Hessonit, Bildbreite ca. 12 mm (Ausschnitt von ursprünglich ca. 15 mm), ohne weitere Nachbearbeitung.

Viele Grüsse
Andreas


Offline uwe

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Hallo,

eine Frage an die Wissenden: Überzeugt von den Infos von Schluchti und loparit habe ich mich mal an das RAW-Format gewagt. Die entsprechend software gab es beim Hersteller meiner Kamera Nikon. Nun habe ich zum Versuchen eine *.NEF-Datei - 5 MB was eigentlich ganz gut ist. Wenn ich allerdings die Bilder aufrufen will, erhalte ich bei XnView und GIMP nur ein Bild mit 160 Pixel in der Breite. ACDC erkennt das Bild gleich gar nicht.
Was mach ich falsch ?

Wie kann ich ein Bild mit der ganzen Größe anzeigen ? Kann mir da jemand helfen ?

Uwe

Offline Klinoklas

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Hallo Uwe,

vielleicht hilft dir dieser Forumsbeitrag weiter, ansonsten mal nach NEF Datei googeln.

http://www.mediengestalter.info/forum/40/womit-nef-dateien-oeffnen-bearbeiten-71327-1.html

Das ist das Nikoneigene RAW Format und kann nicht in allen Programmen abgespielt werden. Zumindest nicht ohne Plugins, Patches usw.

Du mußt das Format beim speichern noch in jpeg umwandeln um es auch in anderen Bildbetrachtungsprogrammen sehen zukönnen.

Bei den 160 Pixeln handelt es sich vielleicht nur um eine Vorschau und du hast beim Speichern des Bildes bestimmt die Möglichkeit Einstellungen vorzunehmen.

Gruß
René
« Letzte Änderung: 09 Oct 09, 19:21 von Klinoklas »

Offline geni

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    • Mineralien und Mineralien auf Briefmarken
Hallo Uwe,
es gibt ein ganz tolles Buch über digitale Fotografie mit vielen Ideen und auch Anleitungen- unter anderem auch über RAW Dateien und deren
Bearbeitung.
Titel:Multishot-Techniken in der digitalen Fotografie
von: Jürgen und Rainer Gulbins
ISBN-Nr.:978-3-89864-552-2
Preis € 39,00
(es ist eine CD beigefügt mit Beispielen und Programmen die verwendet werden)

www.dpunkt.de

Ich habe das Buch über Amazon bestellt, da kann man ab und zu  Mängelexemplare erwerben.
(ich habe 29,--€ bezahlt, und nur der Einband hatte auf der Rückseite einen Macken.)

Herzliche Grüße
Gerhard Niceus (geni :D)

Offline loparit

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Hallo Uwe,

ich kenne das Nikon Format nicht, deshalb kann ich da im Moment nichts dazu sagen. Aber gehe mal auf die Adobe Seite und lade Dir die 30 Tage Testversion von Lightroom herunter.
Das ist ein RAW Konverter inklusive einer Bilddatenbank und sonstigem. Versuche damit mal deine Fotos in Lightroom zu importieren und zu bearbeiten. Das müßte gehen.
Mit Lightroom übergebe ich zur weiteren speziellen Bearbeitung dann die Bilder an Photoshop oder eben andere Software.
 
Bei Mehrschichtaufnahmen müßtest Du die Bilder zuerst in Lightroom entwickeln und dann mit Helicon oder ComineZ zusammenrechnen. Bei Lightroom kannst du dann was die Entwicklung angeht diese für eine Aufnahme machen und diese Einstellung auf die anderen Fotos die zu dem einen Foto das zusammengerechnet werden soll synchronisieren. Das heißt du entwickelst eins und die andere Anzahl x  aktivierst du in Lightroom und die werden dann mit den gleichen Einstellung umgerechnet. Erspart jede menge Arbeit.

Die 30 Tage zum testen reicehen auf alle Fälle aus um einmal in die RAW Bearbeitung hineinzuschauen und sich einen Eindruck zu verschaffen. Du mußt dich dafür bei Adobe registrieren, was aber weiter kein Problem darstellt.

Ich hoffe das hilft Dir weiter.

Gruß
loparit

Offline Schluchti

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Du mußt das Format beim speichern noch in jpeg umwandeln um es auch in anderen Bildbetrachtungsprogrammen sehen zukönnen.


Da möchte ich ergänzen, es lieber in ein verlustfreies Format wie Tiff umzuwandeln. Erst im letzten Schritt der Bearbeitung, würde ich  eine JPEG für das Internet abspeichern. Mit jedem Speichern in JPEG verliert das Bild an Qualität.

 

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