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Altersbestimmung Gestein

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Krizu:

--- Zitat von: cmd.powell am 06 Nov 09, 03:31 ---Allerdings gibt es durchaus natürliche Prozesse, welche die radioaktivität von Elementen beeinflussen. So wird z.B. besagtes C14 in den oberen Atmosphärenschichten permanent durch kosmische Strahlung neu gebildet. Muss ja auch, sonst gäbe es ja rund 4.5 Mrd Jahren kein C14 mehr, da dieses eine Halbwertszeit von grade mal 5745 Jahren hat. Und genau diese "kurze" Halbwertzeit mach C14 für Gesteine eher unbrauchbar.

--- Ende Zitat ---

Hallo,

klar dann durch kernchemische Prozesse z.B. C14 entstehen. Aber das ist eigentlich das Ergebnis eines grossen Teilchenbeschleunigers, des Weltalls. Die Zerfallskonstante des C14 ist aber  recht konstant :-)

MfG

Frank

cmd.powell:
Letztlich entstehen alle radioaktiven Elemente im Weltall, spezielle im inneren von Sternen, wo sie dann durch Novae oder Supernovae wieder in den Weltraum geblasen werden. Speziell bei den Supernovae können sich die Elemente schwerer als Eisen bilden. Nach dem Urknall gab es im Weltall nur Wasserstoff, wenig Helium und Spuren von Lithium und Beryllium. Der Rest des Periodensystems wurde erst später gebacken. C14 ist eines der wenigen redioaktiven Elemente, die auf der Erde permanent neu entstehen, die meisten andern wurden von der "Urerde" aufgesammelt und zerfallen seitdem - natürlich konstant und konsequent.

Neben der Fusion von Wasserstoff zu schweren Elementen im innern von Sternen wird lediglich die Verschmelzung zweier Neutronensterne als Quelle für schwere Elemente diskutiert. Bei der Verschmelzung von Neutronensternen (wobei unweigerlich eine Singularität entsteht) kann theoretisch Materie ins All gelangen, die dann sozusagen zwangsläufig schwere Elemente darstellt. Das ist bisher nur Theorie, aber an Hochleistungsrechnern simulierbar.

Krizu:
Na,

da bist du ja mit deinem Wohnort direkt am Geschehen. Ist das Interferometer schon in Betrieb genommen worden?

MfG

Frank

cmd.powell:
Hi Frank

Mein letzter Stand der Dinge ist, das die (immer) noch am justieren der Optik sind bzw. die Anlage im Probebetrieb ist und noch nicht die maximale Empfindlichkeit hat. Ein Kumpel von mir (übrigens Elektroingeneur) vertritt immer noch die Behauptung, das Teil könne gar nicht funktionieren. Ich will da jetzt nicht ins Detail gehen, aber er postuliert damit, das sich defakto (fast) alle Physiker dieses Planeten irren - halte ich persönlich für ziemlich anmaßend !
Ist aber schon erstaunlich: Obwohl GEO600 unter Umständen bahnbrechende Erkenntnisse in der Physik liefern könnte, kennt hier (also im Raum Hannover) kaum einer das Teil. Naja, Deutschland und Wissenschaften... wenn das so weitergeht, sind wir das erste Land auf diesem Planeten, welches sich technologisch zurück entwickelt.

Krizu:

--- Zitat von: cmd.powell am 10 Nov 09, 15:28 ---Ein Kumpel von mir (übrigens Elektroingeneur) vertritt immer noch die Behauptung, das Teil könne gar nicht funktionieren. Ich will da jetzt nicht ins Detail gehen, aber er postuliert damit, das sich defakto (fast) alle Physiker dieses Planeten irren - halte ich persönlich für ziemlich anmaßend !

--- Ende Zitat ---

Tja,

wenn das "Handbook of Interferometric Measurements" für Ings das sagt ;-)
(Wer den Joke zu Mathematikern, Physikern und  Ings zu kleinen roten roten Gummibällen nicht kennt, darf sich per PN melden)

MfG

Frank

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