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Autor Thema: Programme zur "Entfernung" von Trübungen auf Landschaftsbildern?  (Gelesen 4692 mal)

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Offline Doc Diether

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wer kennt ein brauchbares Programm, um Landschaftsbilder, die witterungsdingt "trübe" sind, zu verbessern? Ich habe auch Luftaufnahmen, denen eine "Entschleierung" gut täte. Mit normalen Schärfungsprogrammen oder Kontrastverbesserungen komme ich nicht sinnvoll weiter.
Gruß und Dank
Doc Diether

Offline gladhammar

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Hallo Doc Diether,

meiner Meinung nach geht das nur über Kontrast und Helligkeit.
Ein bischen experimentiert habe ich hiermit http://www.traumflieger.de/workshop/workbildbearbeitung.php und teilweise überaschende Ergebnisse erzeilt.
Speziell mit diesem Tutorial http://www.traumflieger.de/workshop/masken_mit_elements/masken_mit_elements.php. Desweiteren gibt es schon bei der Aufnahme die Möglichkeit Nebelfilter einzusetzten.
Viel Erfolg.

Glück Auf
Detlef

Offline Krizu

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Hallo,

ich kenne da auch nur Helligkeit raus, Kontrast hoch, etwas Farbsättigung rein und dann der Weissabgleich.

Beispiel siehe hier:

MfG

Frank

Offline Klinoklas

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Wow Frank, gutes Ergebnis.
Ich habe damit leider auch öfters Probleme. Manchmal ist der Nebel ja aus stilistischer Sicht ganz schön
aber oftmals eben auch störend.

Kannst du vielleicht noch etwas genauer auf die Bearbeitung eingehen?
Verwendetes Programm, Einstellungen usw.

Gruß
René
« Letzte Änderung: 03 Nov 09, 20:36 von Klinoklas »

Offline gladhammar

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Hallo Krizu,

habe mir erlaubt zu versuchen Dein Bild noch etwas zu verschlimmbessern.
Ich hoffe es ist gelungen. Es ist aber leider nicht mehr vergrößerbar - wie kriege ich das hinn?

Glück Auf
Detlef

Offline Krizu

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Hallo,

mal zu den Parametern:
300mm Brennweite, Canon 400
Iso 1600 (zu hoch)
Blende 10 (i.O.)
T 1/1000s (1/500 waere besser)
Abgespeichert als RAW, das ist aber nicht relevant in diesem FAll.
Die Züge sind schneller als die Steine, da muss es schnell sein um scharfe Fotos zu bekommen.

In diesem Bild ist das Dach oben links der hellste und weisseste Punkt.
Also in der Canon-Software (Gimp geht auch  :) ):
Helligkeit - 16
Kontrast   +17
Sättigung +12
(ca- Werte, kann sein das Kontrast und Helligkeit vertauscht waren)

Gegen das Rauschen hilft notfalls Neatimage (danke an Thomas Schluchti für diesen Tipp!).
Also jetzt ist der Punkt oben links am Dach bei 255,255,255 und das Bild ist dunkler.

Schöne sieht man das am Histogramm (oben nach bearbeitungt unten vor Bearbeitung):
Zuerst ist es ein schmales Histogramm in der Mitte. Also kein Kontrast und ein flaues Bild.

Mit der Helligkeit wird das Histogramm nach unten verschoben und mit dem Kontrast gespreizt, bis es gefällt.
Dabei immer das Histogramm im Auge halten. Bei 0 und 255 sollte kein Überlauf entstehen, also die Pixelklasse vielfach gegenüber der 2 oder der 254 vertreten sein. Das sind unterbelichtete oder überbelichtete Bereiche.

Die Sättigung ist in meinen Augen ein Sensibelchen, das ist am Bild von Detlef und den Blumen rechts unten zu erkennen (Sorry dafür). Das ist vermutlich so etwas wie Johanniskraut, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nes_Johanniskraut. Wird der Farbkontrast zu hoch gesetzt, wird die Farbe zu zitronig.

Da die Helligkeitsverteilung gut normalverteilt um den Mittelwert ist, habe ich auf eine gamma-Korrektur oder eine nichtlineare Helligkeits oder Kontrastanpassung verzichtet. Die nimmt man=ich eigentlich nur, wenn wichtige Details in hellen oder dunklen Partien rauskommen muessen. Dann ist die Verteilung im Histogramm aber meist vorher "schief".
Alles meine Meinung und mein Empfinden.

Bleiben wir beim Motzen: Ich mag die Bilder im Gegensatz zu den meisten Mitteleuropäern eher blaustichig und ich knipse meist zu mittig. Auch ist mein Monitor nicht sauber kalibriert, der links ist zu rot, der rechts zu grün oder blau.

MfG

Frank
« Letzte Änderung: 18 Mar 13, 11:58 von oliverOliver »

Offline Klinoklas

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Hallo Frank,

super Erklärung und danke für die Parameter. Ich finde das Ergebnis wirklich ausgesprochen gut und wäre froh wenn ich es bei meinen Bildern auch so gut hinbekommen würde. Du hast total viel herausgeholt und so macht meiner Meinung nach Bildbearbeitung auch Sinn.

Gruß
René

Offline Krizu

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BTW:
Luftbilder oder Röntgenbilder werden oftmals mit einer Art DHE oder so etwas angepasst. Da wird das Bild in Unterbereiche eingeteilt und in jedem Bereich der Kontrast optimiert. Das war dirgendwas mit differntial histrogram e*

Frank

Offline guefz

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Hallo,

hier auch mal mein Versuch: ich habe mit Gimp mit der Funktion Farben->Werte das Histogramm in allen drei Farbkanälen auf das Maximum gespreizt und anschließend das Ganze noch geringfügig abgedunkelt. Zum Schluss nochmal "Unscharf maskieren" mit Parameter 2,0 angewendet und voila: das Ergebnis...

Günter

Offline Krizu

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super Erklärung und danke für die Parameter

Hallo,

danke für die Blumen, ABER: Die Parameter sind nicht in Stein gemeisselt, sondern hängen vom Bild ab.
Und ich habe von der Lok eine ganze Serie aus rund 15 Bildern. Davon wurden zwei! Bilder nachbearbeitet.
Der Rest lohnte nicht, da der Ausschnitt nicht passte oder das Bild nicht "prickelnd" genug war. Aber wann sieht man schon mal ein fast neue Diesellok aus Kiel hier bei Köln.

Frank

Offline Krizu

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Hallo Günter,

ein interessanter Weg! Da werde ich mal probieren.
Um den vollen Dynamik-Umfang zur Dokumentation zu nutzen ist das bestimmt sinnvoll.
Aber ist die Anpassung farbecht? Du änderst die jeweils einzelnen Kanäle... das weiss ich nicht.
Ich denk mal morgen nach und spiele etwas.

Frank

Offline guefz

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Hallo Frank,

wenn du in den drei Kanälen unterschiedliche Änderungen vornimmst, hast du auch eine Farbkorrektur durchgeführt. Ein Bekannter, der sich damit besser auskennt, hat dieses Verfahren als Tonwertspreizung bezeichnet. Wieviel man in den Kanälen spielt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Da in deinem Beispiel ja auch eine mehrfache JPEG-Kompression stattgefunden hat, leidet das Ergebnis natürlich auch darunter.

bis denn

Günter

Offline Krizu

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Das Rauschen ist schon im RAW durch ISO 1600.
Die Tonwertspreizung ist korrekt. Die Frage ist nur  ob man die im Helligkeitsraum macht (Helligkeit und Kontrast) oder
bei RGB einzeln.

Das menschliche Auge holt die meisten Informationen aus dem Helligkeitswert. Deshlab funktioniert SW-Fernsehen und bei PAL wird ein kleinerer Teil für die Bandbreite verwendet.

Aber wie gesagt:
Ein wirklich interessanter Ansatz, den ich mal durchspielen werde. Ich habe nur Bedenken, dass das ERgebnis schnell aus dem Ruder läuft.

Ich habe dsa Bild etwas zu rot in der Summe hier auf dem Monitor.  Bei Dir wird der NEbel blau und das Johanniskraut statt "ockergelb" eher zitronengelb. Wie gesagt: Um die maximale Information dem Auge zu zeigen, ein optimales Vorgeben!

MfG

Frank
« Letzte Änderung: 18 Mar 13, 11:59 von oliverOliver »

Offline guefz

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Man muss halt für jedes Bild sehen, wie weit man an den Schrauben dreht. Bei meinem Beispiel hätte ich  die abschließende Abdunkelung evtl. weglassen sollen...

Günter

Offline berthold

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Hallo,

weil schon gimp genannt wurde:  Da gibt es unzählige Werkzeuge (Plugins, Scripte). Bei Landschaftsfotos ist oft der graue Himmel das Problem bzw. unschön. In dem Fall habe ich mit dem Plugin-Script Darla "Blue Sky & Clouds" schon regelrechte Postkartenhimmel (mit Wolken) auf die Bilder gezaubert. Ansonsten kann ich nur das Geschriebene untermauern - wobei ich ganz gerne mit den Farbkurven arbeite. Achja, Rauschen sinnvollerweise vor der Tonwertspreitzung rausrechnen - sonst wird das noch stärker.

Gruß
Berthold

 

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