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Autor Thema: Unbekanntes Fossil ?! / Stylolithen, Hessen  (Gelesen 2395 mal)

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Offline Fear

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Unbekanntes Fossil ?! / Stylolithen, Hessen
« am: 11 Nov 09, 17:40 »
Hallo ,
hab hier einen Stein, den ich vor gut 8 Jahren in einem Kalksteinbruch gefunden habe...(er hat seltsame "Einschlüsse"^^)
Genauer Fundort ist Hessen/Wetzlar/Hermannstein/Blasbach...
Ich würde es als Stängel bezeichnen....
Muttergestein ist Kalk.
Hier mal 2 Bilder...
Meine Frage...ist das etwas fossiles?Falls ja,was?
In welches Alter kann man das einordnen...?Und kann man in Blasbach überhaupt in Kalk fossile Funde machen?
Vielen Dank schonmal

Gruß Felix

Offline hatiras

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Antw:Unbekanntes Fossil ?!
« Antwort #1 am: 11 Nov 09, 18:33 »
hallo,

meiner meinung ist das nix fossiles, sondern stylolithen, also geologische erscheinungen.
da findet sich aber sicher noch ein spezi, der das fundiert erklären kann.

gruß

hatiras

Offline triassammler

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Antw:Unbekanntes Fossil ?!
« Antwort #2 am: 12 Nov 09, 09:59 »
Hallo,

ja, hatiras hat Recht, es handelt sich um Stylolithen, das sind tektonisch bedingte Lösungserscheinungen, die oft in Kalksteinen auftreten.

Gruß,
Rainer

Offline oliverOliver

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Re: Unbekanntes Fossil ?! / Stylolithen, Hessen
« Antwort #3 am: 08 Oct 23, 12:40 »
hallo Felix,
unsere Lexikonseite Stylolith könnte ein paar gute Bilder vertragen - willst du die Fotos nicht auch fürs Lex hochladen?
lg
oliver

Offline felsenmammut

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Re: Unbekanntes Fossil ?! / Stylolithen, Hessen
« Antwort #4 am: 08 Oct 23, 19:39 »
Glück Auf!

Stylolithen entstehen vorrangig durch Druck, der bei karbonatreichen Sedimentgesteinen wie Kalkstein in vielen Fällen durch die aufliegenden Sedimente erzeugt wird und weiter steigt, wenn die Sedimentauflage immer mächtiger wird. Tektonik ist nicht direkt an der Bildung von Stylolithen beteiligt. Am Handstück sind Stylolithen oft nicht so eindrucksvoll und in ihren Merkmalen so markant ausgebildet, da sie naturgemäß dazu neigen, entlang der Lösungsebene auseinanderzubrechen bei der Bergung. Man hat dann meist nur ein paar 'Säulen' am Rand des Handstücks. Stylolithen können in verschiedenen Formen auftreten, was es schwierig macht mit wenigen Worten alles zu umfassen. Bei großgliedrigen Stylolithen sieht man oft deutlich dickere, farblich oder strukturell abgesetzte Partien an den Senken und Graten, während die Flanken steil und oft parallel verlaufen und zudem sehr dünn ausgebildet sind. Diese dickeren Partien können Hohlräume darstellen, sind oft gefüllt mit Stoffen, die nicht gelöst wurden, oder mit Stoffen gefüllt, die in den gebildeten Hohlräumen abgeschieden wurden (auch nach der Bildung der Stylolithen). Die Wechselfolge aus dicker ausgebideten Senken und Graten in Kombination mit dünnen Flanken hilft, Stylolithen von Gangbildungen und tektonisch Brüchen zu unterscheiden. Vor allem in Gesteinen mit isotropischem (richtungslosem) Gefüge, fällt die Bestimmung anhand dieser Erscheinungsformen leicht. Die Wechselfolge aus Senken und Graten in Kombination mit den parallelen Flanken erzeugt ein Gesamtbild aus vielen, ungleichen Säulen, so dass 'Säulenstein' eine zutreffende Beschreibung ist. Gelingt senkrecht zur Lösungsebene ein Bruch oder Anschnitt, der zudem beide Seiten zeigt, kann man die Merkmale von Stylolithen gut erkennen.

Größenangaben wären noch wünschenswert.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

 

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