Glück Auf!
Stylolithen entstehen vorrangig durch Druck, der bei karbonatreichen Sedimentgesteinen wie Kalkstein in vielen Fällen durch die aufliegenden Sedimente erzeugt wird und weiter steigt, wenn die Sedimentauflage immer mächtiger wird. Tektonik ist nicht direkt an der Bildung von Stylolithen beteiligt. Am Handstück sind Stylolithen oft nicht so eindrucksvoll und in ihren Merkmalen so markant ausgebildet, da sie naturgemäß dazu neigen, entlang der Lösungsebene auseinanderzubrechen bei der Bergung. Man hat dann meist nur ein paar 'Säulen' am Rand des Handstücks. Stylolithen können in verschiedenen Formen auftreten, was es schwierig macht mit wenigen Worten alles zu umfassen. Bei großgliedrigen Stylolithen sieht man oft deutlich dickere, farblich oder strukturell abgesetzte Partien an den Senken und Graten, während die Flanken steil und oft parallel verlaufen und zudem sehr dünn ausgebildet sind. Diese dickeren Partien können Hohlräume darstellen, sind oft gefüllt mit Stoffen, die nicht gelöst wurden, oder mit Stoffen gefüllt, die in den gebildeten Hohlräumen abgeschieden wurden (auch nach der Bildung der Stylolithen). Die Wechselfolge aus dicker ausgebideten Senken und Graten in Kombination mit dünnen Flanken hilft, Stylolithen von Gangbildungen und tektonisch Brüchen zu unterscheiden. Vor allem in Gesteinen mit isotropischem (richtungslosem) Gefüge, fällt die Bestimmung anhand dieser Erscheinungsformen leicht. Die Wechselfolge aus Senken und Graten in Kombination mit den parallelen Flanken erzeugt ein Gesamtbild aus vielen, ungleichen Säulen, so dass 'Säulenstein' eine zutreffende Beschreibung ist. Gelingt senkrecht zur Lösungsebene ein Bruch oder Anschnitt, der zudem beide Seiten zeigt, kann man die Merkmale von Stylolithen gut erkennen.
Größenangaben wären noch wünschenswert.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut