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Unglaubliche Geschichte gehört - kann das sein??

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Kilo:
Hallo zusammen,

ich habe vor einiger Zeit eine Geschichte gehört, die mir so unglaublich erscheint, dass ich hoffe, es ist nicht wahr:

Beim Sammeln im Juchem soll ein Sammler sehr gut gefunden haben. Beim Verlassen des Bruches kam eine andere Person auf ihn zu, sagte sinngemäß "Das kommt ins Museum" und nahm ihm wohl die besten Fundstücke weg. Wer der Sammler war, weiß ich nicht, auch nicht, wer die Person war, die ihm die Funde wegnahm. Immerhin muss ja im Juchem eine Gebühr bezahlt werden, so dass man davon ausgehen kann, dass man auch herausragende Funde behalten darf.

Frage:Hat jemand von euch davon gehört oder war selbst dabei und kann es bestätigen? Ich möchte an dieser Stelle nicht weitergeben, von wem ich das erfahren habe, auf jeden Fall ist die Quelle glaubwürdig.

Ich bin durchaus der Meinung, dass Museen Anrecht auf den Erhalt spektakulärer Exponate haben, insbesondere im Bereich der Paläontologie, aber das im Juchem geht dann doch wohl etwas zu weit. Mit mir hätte derjenige das nicht so ohne weiteres gemacht!

Bin mal gespannt.
Gruß Kilo

mineralienguenni:
Hallo
Ich habe auch mal  gelesen,daß die Firma Juchem sich das Recht vorbehält außergewöhnliche Funde,von besonderer Wissenschaftlicher Bedeutung zu konfiszieren.Ich glaube dieser Spruch steht sogar auf der Betretungserlaubnis ,die man unterschreiben muss.Aber die habe ich mir das letzte mal glaube ich vor 8Jahren durchgelesen.
Ich würde auf keinen Fall etwas abgeben
.Also immer schön heimlich bleiben ;)
Glück auf

Lausitz:

--- Zitat ---Mit mir hätte derjenige das nicht so ohne weiteres gemacht!
--- Ende Zitat ---
Ich seh es mal so: wenn der steinbruch darauf besteht bzw. sich dieses recht vorbehält, die besten fundstücke für sich zu beanspruchen,( durch legitimierte mitarbeiter) welche möglichkeit hat man denn dagegen zu intervinieren. Die nehmen einen die sammelgenehmigung weg und dann wars das, möglicherweise für immer.
Gruß aus Brieske

Erik:
Richtig, man unterschreibt auf der Betretungserlaubnis dass außergewöhnliche Fundstücke (gegen eine angemessene Entschädigung soweit ich mich erinnere) auf die Firma Juchem übergehen. Insofern hat man wohl relativ schlechte Karten sich dagegen zu wehren.
Also, außergewöhnliche Funde am besten für sich behalten ;)

edit: steht auch in der Besucherordnung, §9 Fundvorbehalt
http://www.juchem-gruppe.de/mineraliensuche/Besucherordnung%20D.pdf

Gruß, Erik

crystal-fire:
Hallo Kilo,

    diese Geschichte, diese Mär u.ä. kursieren schon einige Jahrzehnten. Ich wurde auf solch eine Begebenheit schon mal auf der Clara-Halde in den 1990-iger Jahren angesprochen. Damals hieß es auch, dass es Privatpersonen gäbe, die sich als Mitarbeiter der Firma Juchem und als Weisungsbefugte ausgäben und fremden Sammlern schon mal das ein oder andere schöne Fundstück abgenommen hätten!  Alles unter dem Vorwand: solche Schmuckstücke bleiben hier......  :o :(    Später wären die Stücke dann im Verkauf aufgetaucht !!!!
Ich fragte mich damals auch, was ich von dieser Aussage eines alten Sammlers aus Nordrhein-Westfalen halten sollte. Eigentlich kann so etwas nicht sein; normal wäre solch ein Verhalten schon mal gar nicht.  Nur, welches Interesse hatte dieser betagte Kollege mir die Unwahrheit zu erzählen?
Man erzählt sich in Sammlerkreisen auch, dass es früher im Juchem Zeitgenossen gegeben hat,  die vor der Sammlerschar den Bruch absuchten und all die Drusen, die sie nicht aus dem Gestein bergen konnten, aus lauter Wut, und damit die anderen Sammler diese nicht finden und mitnehmen konnten, dann mit dem Fäustel traktierten und zerstörten. Ist evtl. also doch etwas dran? Ist solche ein abartiges Verhalten eigentlich zu begreifen  - kann doch eigentlich nicht sein...
Sicherlich war an all den Schilderungen und Erzählungen ein wahrer Kern, vielleicht auch mehr. Sicher ist, dass solches in den letzten Jahren nicht mehr vorgekommen ist.

So ist auch an Deinem Beitrag ein Deut Wahrheit dabei! Es war tatsächlich so, dass vor 5, 6 Jahren einigen Sammlern, die unberechtigt im Bruch auf die "Pirsch" gingen und die dabei erwischt wurden, aus dem Bruch geworfen wurden und die Fundstücke abgenommen wurden.
Wahr ist auch, dass diese "Eier" ( größteneils aus der damals noch existierenden Achatecke) am Saisonende unter den Sammlern verteilt wurden.
Wahr ist auch, dass ein Firmenmitarbeiter versuchte eine Druse ( er meinte fälschlicherweise mit Kupfer besetzte Quarzkristalle -> war Eisenrahm) zu bekommen, die er dann dem Kupferbergwerk zur Verfügung stellen wollte. Die Familie aus Thüringen hätte mehrere andere Drusen im Tausch dafür bekommen, gingen aber nicht darauf ein. Also, alles korrekt und äußerst kollegial gelaufen. Also nichts mit Konfiszieren....

Wenn von Firmenseite aus Interesse vorhanden wäre, so hätten über die letzten Jahrzehnte hinweg die Arbeiter Top-Stücke en masse auflesen können! Die Fa. Juchem produziert Splitt u.s.w. und schürft nicht nach Steinchen.....

Seit Einführung der Besucherordnung konnte jeder glückliche Finder seine Fundstücke behalten. Ich gehe davon aus, dass dem auch zukünftig so sein wird.

Gruß
Hartmut

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