Hallo
Im Grunde gebe ich Bernd recht, aber es sind noch andere Einflüsse auf die Funddichte. Die Sammlerschar für z.B. für Geröllhölzer ist größer geworden. Früher haben die wenigsten Achatsammler Hölzer mitgenommen, es sei denn sie waren bunt bzw. ein Bärlappquerschnitt, der für ein seltsameren Achat gehalten wurde. Heut wird jedes Stück Kieselholz mitgenommen. Zumindest wissen auch wir beide, das Pensionäre und Rentner tagtäglich mehrere Stunden in gewissen Kiesgruben sammeln. Was bleibt da noch übrig?
Auch werden Kieselhölzer zur Goldfischteichgestaltung verwendet. Ich kenne viele Teiche mit schönen Geröllen. Auch der Teich meiner Ex hat mindestens ein Zentner schlechte Dadox, blasse Geröllachate und -amethyste. Den blanken Horror hab ich im Sommer gesehen. Ein 40cm Angiospermenstamm mit 2 Zentren ( hier aber als tertiäres Geschiebe ) an einem Gartenteich, dekoriert mit einer Plastikschildkröte. Wer hat vor Jahren Hornsteine mitgenommen? Heut gibt es eine große Fangemeinde und es werden immer mehr.
Nimm doch mal die dunkelbraunen bis schwarzen Hornsteine, die erst beim genaueren Hinsehen bzw beim Durchsägen den Fossilinhalt zeigen. Diese Sachen hat niemand aufgehoben. Da ich auf der Suche nach seltenen Hölzern bzw. Hornsteinen - hier gibt es nicht nur die aus dem Perm ( Madensteine / Kieseltorf ) in letzter Zeit mehrere Sammlungen durchsehen durfte, weis ich, welche unbearbeiteten Schätze noch in Kellern liegen. Gruß Werner