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Autor Thema: Aktinolith / Epidot und Granat  (Gelesen 5666 mal)

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Offline Achim

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Aktinolith / Epidot und Granat
« am: 06 Jan 10, 22:17 »
Hallo,

anbei schon das 3. Stück Aktinolith. Während bei einem ob der Matrix mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Zillertal / Reischenbergkar zu tippen ist liege ich hier mit möglicher Lokalität völlig im Dunklen.
Ich hoffe die beigefügten Bilder helfen bei der Bestimmung des möglichen Fundorts.

Glück auf!

Achim

p.s. Stufengröße ca. 75 * 65 * 55 mm
p.p.s. Paragenese dürften kleine Bergkristalle sein.
« Letzte Änderung: 26 May 16, 13:24 von oliverOliver »

Offline wolfi

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Antw:Aktinolith
« Antwort #1 am: 06 Jan 10, 22:37 »
Servus,
aufgrund der relativ hellgrünen Bruchflächen des "Aktinoliths" würde ich eigentlich mehr zu Epidot tendieren. Dazu passen auch die Bergkristalle. Den Fundort kann ich dir allerdings nicht sagen.
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Embarak

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Antw:Aktinolith
« Antwort #2 am: 07 Jan 10, 00:56 »
Hallo,
... würde ich eigentlich mehr zu Epidot tendieren. Dazu passen auch die Bergkristalle...
Das war auch mein erster Gedanke.Für "Strahlstein" auch ein bisserl kurze Kristalle.
Kann Wolfi nur zustimmen.
Habe ein vergleichbares Epidot-Stück allerdings aus der Altai Mine,Xinjiang,China... ;D
Norbert

Offline uwe

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Antw:Aktinolith
« Antwort #3 am: 07 Jan 10, 10:54 »
Die dunkleren Kristalle können auch Augit sein. Aktinolith ist es sicherlich nicht und ich zweifle auch, daß die größeren XX Epidot sind. Epidot ist aber sicherlich auch auf den Stufen. Die Stufen sehen für mich wie Seebachkar im Obersulzbachtal oder Söllnkar im Krimmler Achental aus.

Uwe

Offline Achim

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Antw:Aktinolith
« Antwort #4 am: 07 Jan 10, 11:11 »
Hallo,

die Einschätzung Aktinolith habe ich von einem versierten Mineralienfreund, der allerdings die Stufe nur relativ kurz in den Händen (und unter der Lupe) hatte.

Wenn ich es richtig gelesen habe, bringt hier ein Säuretest keine Hilfe (beides unlöslich). Mit dem Strich habe ich auch Schwierigkeiten. Erst bei sehr starkem Druck auf dem Keramikplättchen gibt es einen blass-weislichen Abrieb, ich vermute aber von der Platte, nicht vom  Mineral. Mit dem Härte6-Griffel gelingt es nicht, das Mineral zu ritzen, auch nicht quer zur 'Maserung' (auch unter der Lupe nichts zu sehen als feiner, metallischer Abrieb).
Mit dem 7er Griffel gelingt es gerade so leicht anzuritzen, bei relativ kräftigen Druck. Das spricht beides  Richtung Epidot, ist aber wegen meiner fehlenden Erfahrung noch nicht eindeutig. Eine Idee, wie die beiden Mineralien mit meinen Mitteln unterscheiden kann?

Anbei nochmals ein paar Aufnahmen. Diesmal ohne Blitz, auf Stativ mit Tageslicht (bedeckter Himmel)

Glück auf

Achim


Offline Achim

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Antw:Aktinolith
« Antwort #5 am: 07 Jan 10, 11:23 »
Hallo,

mein Beitrag hat sich mit Uwe's Antwort überschnitten. In der Tat hat meine Stufe eine deutliche Ähnlichkeit mit jener hier im Altas abgebildeten Aufnahme http://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1250882827. Wenn sich mehrere auf dem ersten Blick ähnliche Mineralien sich hier tummeln wird es für mich Laien schwer ...

Glück auf

Achim

Offline berthold

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Antw:Aktinolith
« Antwort #6 am: 07 Jan 10, 12:19 »
Hallo,

für mich ist das Epidot (Farbe, Kristallform, Habitus, Glanz, Paragenese)

Gruß
Berthold

Offline Achim

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Antw:Aktinolith
« Antwort #7 am: 07 Jan 10, 14:05 »
Hallo,

ich habe die Stufe eben erst gereinigt. Es gibt eine ganze Reihe von Hohlräumen, welche mit Erde und/oder Humus gefüllt waren. Auch die Unterseite der Stufe ist recht interessant. Ich tippe beim rötlich-transparenten auf Amaldin, wenige Rhombendodekaeder sind erkennbar. Nachfolgende Bilder sollen dies verdeutlichen. Die Bilder sind mit Blitzlicht aufgenommen.

Leider habe ich keine Literatur über mögliche Paragenesen. Kommt Epidot da immer noch in Frage?

Glück auf

Achim
... dem das Stüfchen immer besser gefällt.

Offline smoeller

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Antw:Aktinolith
« Antwort #8 am: 07 Jan 10, 14:23 »
Hallo,

Das grüne dürfte in der Tat Epidot sein. Das rosarote ist wohl Granat, und zwar eher Grossular als Almandin. Die Paragenese ist durchaus möglich.

Glück Auf!
Smoeller

Offline uwe

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Antw:Aktinolith
« Antwort #9 am: 07 Jan 10, 16:49 »
Bei dieser Matrix ist es auf keinem Fall eine von den beiden von mir oben genannten Fundstellen. Eine Fundstelle, bei der Epidot, Diopsit und Hessonit (in der entsprechenden Farbe) gemeinsam vorkommen ist die Schwarze Wand im Hollersbachtal.

Uwe

Offline gladhammar

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Antw:Aktinolith
« Antwort #10 am: 07 Jan 10, 17:10 »

..............................
Wenn ich es richtig gelesen habe, bringt hier ein Säuretest keine Hilfe (beides unlöslich). ...................


Glück auf

Achim


Epidot ist in konz. HCl löslich. Auch die Härte spricht für Epidot. Aktinolit hat "nur" 5-6.
Die Paragenese Epidot/Grossular ist z.B. auf der Halde Sunnerskog hier in Schweden recht häufig.
Epidot schmilzt recht "leicht" unter Blasenbildung. Die Schmelze ist auch in verdünnter HCl löslich und bildet ein Kieselgel als Satz.  Da aber auch Crom, Blei, Vanadium u.a. substituiert sein können, kann es auch manchmal vorkommen das die Probe nicht schmilzt..

Glück Auf
Detlef

 

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