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Autor Thema: Freibergkenner gefragt  (Gelesen 3464 mal)

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Offline uwe

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Freibergkenner gefragt
« am: 06 Oct 13, 16:32 »
Ich habe heute zwei Stufen erstanden, bei denen als Fundort lediglich Freiberg angegeben war. Etwas mager. Beide Stufen waren ursprünglich im Besitz des Museums Dresden, wobei die Barytstufe ein Geschenk der Universitaet Breslau war. An Freiberg als Revier besteht kein Zweifel. Bei der Calzitstufe auf QuarzXX gehört noch Pyrit zur Paragenese.

Kann jemand den Fundort im Freiberger Revier präzisieren?

Gruß
Uwe

Offline Walpurgin

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #1 am: 06 Oct 13, 17:55 »
Der Baryt könnte zu 90% von der Beihilfe stammen...sehr typisch für den Abbau Rotschönberger Stolln/ Querschlag Johannis Schacht / Samuelspat ....die Quarzstufe ist zu 100 % von der "Himmelfahrt" Habe ähnliche Stufen mit identischen Auffbau....Gangzugehörigkeit ist leider hier nicht gegeben.

Offline Fluoritxx

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #2 am: 06 Oct 13, 19:48 »
Also ich habe Uwes Anfrage heut Nachmittag auch gelesen mich aber nicht so richtig getraut da ich eben kein Kenner bin und ersteinmal Michaels Urteil abwarten wollte.Aber den Baryt hätte ich auch mit ziemlicher Sicherheit nach Halsbrücke in die Beihilfe gesteckt nur nicht mit einer genauen Eingrenzung.Die Calcit,Quarz,Pyrit-Stufe auch auf Grund des Aufbaus in das Himmelfahrter Revier und ich lehn mich mal aus dem Fenster und würde das so auf Abraham,Reiche Zeche und Alte Elisa eingrenzen....oder was sagst Du Michael,Eingrenzung ist wohl schwer hier.

Offline Walpurgin

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #3 am: 06 Oct 13, 19:55 »
Ich hab ähnliche Quarze mit identischen Calciten....nur sind die immer nur mit Himmelfahrt angegeben, ich habe leider auch nie eine andere Bezeichnung gesehen (BA, Tera, Privat Sammlungen). Aber alleine schon die großen Artischockenquarze sind absolut typisch für die Himmlfahrt.

Offline Fluoritxx

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #4 am: 06 Oct 13, 20:14 »
Mit den Calciten zumindest in dieser Ausbildung hab ich mich etwas schwer getan aber sonst hab ich so ähnliche  genau mit dieser Quarzformation von den genannten Gruben gesehen.Ob die dann wirklich von da sind ist eine andere Frage aber ich wurde ja mal hier darauf hingewiesen nicht immer den Fundort in Frage zu stellen.
« Letzte Änderung: 06 Oct 13, 20:22 von Fluoritxx »

Offline uwe

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #5 am: 07 Oct 13, 11:32 »
Vielen Dank für Eure Hinweise. Himmelfahrt ist ja schon eine ordentliche Fundortpräzision und besser als nur das nackichte Freiberg.

@Michael, Deine Fundortangaben zur Barytstufe sind sehr detailiert. Der Rothschönberger Stolln macht vom Alter der Stufe her durchaus Sinn. Bist Du Dir mit dem Gang relativ sicher oder ist es eher eine Vermutung? Klar, 100%ig kann man den Fundort ohnehin nicht bestimmen, aber mit wie viel Prozent Sicherheit kann ich den Fundort auf die Karteikarte schreiben?

Beste Grüße
Uwe

Offline Walpurgin

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #6 am: 07 Oct 13, 11:52 »
Also mit dem Gang bin ich zu 100 % sicher, da sämtlicher Befahrer nach 1969 an dem Gang rumgepickert haben.
Das ist im Bereich Rotschönberger Stolln die 2 Stelle zum rumhämmern und da haben sich ganze Sammlerscharen dran versucht. Im Bereich Rotschönberger Stolln gab es blass violette korodierte Fluorite ( Freudenstein Flacher müsste das gewesen sein ) und zwischen 7 .Lichtloch, Querschlag Johannisschacht und Rotschönberger Stollnabzweig Richtung Mundloch gab es diese Baryte im ersten Abbau auf dem Samuelspat.
Ich schau aber heute nochmal genau nach ob die Gangbezeichnungen so richtig sind .

Offline uwe

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #7 am: 08 Oct 13, 11:27 »
Danke Michael, klingt schlüssig. Allerdings stammt meine Stufe aus der Zeit vor 1945, denn zu dieser Zeit wurde die Universität Breslau aufgelöst. Die Stufe wird aber dennoch aus dem Querschlag Johannisstolln des Rothschönberger Stolln stammen.

Gruß
Uwe 

Offline Walpurgin

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Re: Freibergkenner gefragt
« Antwort #8 am: 08 Oct 13, 11:55 »
Ich hab nochmal nachgeschaut...als in dem Bereich den ich angesprochen habe , Querschlag Johannisschacht-Abzweig Rotschönberger Stolln und 7.Lichtloch heisst der Gang Isaak Spat der Samuelspat liegt parallel zum Isaak nur etwas nördlicher.
Wenn du zur Leipziger Mineralienmesser im November kommen solltest Uwe, kann ich die Gangkarte gerne mal mitbringen um dir den Abbau genau zeigen zu können.
Auf dem Isaak Spat im Bereich 7.Lichtloch fängt die Umfahrung an um auf den Beihilfe Erbstolln zu gelangen und um später auf die Sachsenerzstrecke zu stossen. Hört sich alles etwas verwirrend an, macht aber Sinn wenn man die Karte sieht.

 

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