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"hitec" Öl - und doch kein Ende?

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triassammler:
Hallo Bethold,

schöne Beispiele hast Du da angeführt  ;D Ich bin immer wieder begeistert, wie zwar jeder Mensch sich von früh bis spät in seinem Alltagsleben auf die stete Gültigkeit der Gesetze der Thermodynamik verlässt, manche aber offensichtlich keinerlei Probleme damit haben, sie zu ignorieren, wenn es ihnen opportun erscheint. Der Permamagnet-Motor hat mich richtig betört, und dass sich bei seinem Betrieb lt. Darstellung auf der von Dir referenzierten Website anscheinend die Magnete bzw. ihre Feldstärke auch noch "verbrauchen"...  ;) Spätestens hier sollte jeder, der in der Schule aufgepasst hat, ins Grübeln kommen, jedenfalls bedarf es nicht erst einiger MIT-Absolventen oder Nobelpreisträger, um skeptisch den Zeigefinger zu heben.

Dass die Medien so etwas unreflektiert nachbeten... Nun ja, bei Medienberichten über mineralogische oder paläontologische Entdeckungen ist es doch dasselbe: Dem Journalisten bleibt mangels detaillierter Ausbildung in dem jeweiligen Fach eigentlich gar nichts anderes übrig, als das wiederzugeben, was ihm der "Fachmann" in die Feder diktiert.
Es ist ja nicht so, dass die großen Wissenschaftszeitschriften nicht auch von der herrschenden Lehrmeinung abweichende Artikel akzeptieren würden - schließlich ist das die Methode, mit der Fortschritt in den Wissenschaften erzielt wird. Grundsätzlich gilt aber immer, dass die Datengrundlage und die Ergebnisse nachvollziehbar und vor allem unabhängig reproduzierbar sein müssen. Wenn es also das "Wasserauto" oder der "Permamagnet-Motor" nicht auf die Seiten von "Science" oder "Nature" schaffen, dann nicht, weil irgendein Mitglied des Kontrollgremiums seinen Lehrstuhl bedroht sieht (ein gern geäußertes Totschlagargument der Technik-Kreationisten, "Schuld sind immer die anderen"), sondern weil die "Erfinder" solcher Technologien nicht in der Lage sind, reproduzierbare Daten zu liefern. Dass sich Firmen um Lizenzen für solche Produkte bemühen, ist auch noch lange kein Beweis für ihre Realisierbarkeit - schließlich gab es im 19. Jahrhundert auch Bergwerksgesellschaften, die sich nur zu dem Zweck gegründet hatten, im Kalkstein der Schwäbischen Alb nach Gold zu suchen  ::) Will sagen: Doofe gab und gibt es überall und zu allen Zeiten, auch in der freien Wirtschaft.

Gruß,
Rainer

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