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Jurahornstein Fränkische Schweiz - Stbr. Kümmersreuth
Moni:
hallo Krizu,
kein weiterer Kommentar zu:
--- Zitat von: Krizu am 13 Apr 10, 19:46 ---wie ist die Löslichkeit von Dolomit/Kalk in einem leicht saurem Wasser?
Und wie ist die Löslichkeit von SiO2-Varianten in leicht saurem oder leicht basischem Wasser?
Ich glaube der Kalk gibt schneller nach ;-)
--- Ende Zitat ---
In meinem zugegebenen unkonventionellen Ansatz spielt der nicht witterungsbedingte!!!! Zerfall der SiO2-Einschlüsse von festem, harten Material in Pulver die ausschlaggebende Rolle. Wie ist das möglich und kann das Feinmaterial durch z.B. Suspensionbildung abtransportiert worden sein?
Habe nämlich 3 Zustände ausgemacht:
1. Flintknolle fest eingebettet in Kalk
2. Flintknolle nur noch Pulver - nach Öffnung feucht - auskratzbar
3. Flintknolle ganz weg - nur noch glattes drusenartiges Gebilde im Kalk vorhanden.
was sind jetzt Solen-Gelen? ???
Herzliche Grüße
Moni
Moni:
zum besseren Verständnis hier noch mal ein Bild:
triassammler:
Hallo Frank, hallo Moni!
--- Zitat von: Krizu am 13 Apr 10, 19:46 ---Ich glaube der Kalk gibt schneller nach ;-)
--- Ende Zitat ---
Eigentlich schon. Fakt ist ja aber auch, dass die Massenkalke örtlich und regional eine zweifache Umwandlung (Kalkstein -> Dolomit -> Kalkstein ("Dedolomit")) durchgemacht haben. Könnte das evtl. die Knollen beeinflussen?
Wie gesagt, ich habe die Bröselteile zwar auch schon in Steinbrüchen zur Kenntnis genommen, sie mir aber noch nie genauer angeschaut (die festen Knollen sind interessanter, das recht charakteristische Material findet man nämlich bis weit ins Albvorland in Form steinzeitlicher Werkzeuge auf den Feldern wieder) - wäre es denkbar, dass einzelne Knollen kein reiner Flint waren, sondern nur angekieselter Kalkstein (vgl. Kieselplattenkalke des Altmühltals, die bei Verwitterung ebenfalls zu weißem Mehl zerfallen)?
@Moni: Die Knollen waren sicher nicht der Keim für Höhlenbildungen allgemein. Höhlenbildungen im Kalkstein der Alb sind an den Grundwasserstand während des Tertiärs und Quartärs gebunden, und über Stauhorizonte an die Stratigraphie. Grob betrachtet kommen sie daher meist in stockwerkartiger Anordnung vor.
--- Zitat ---Hierbei handelt es sich dann aber doch um Cacliumcarbonat und diese wiederum könnte doch erst nach Abschluß der eigentlichen Hohlraumbildung wiederum durch CaCO3-haltige Wasseraustritte ausgeschieden werden.
--- Ende Zitat ---
Nicht ganz. Höhlen sind dynamische Gebilde - bei wasserdurchflossenen Höhlen löst das Wasser am Höhlenboden den Kalk, während Tropfwasser von der Decke schon wieder Stalaktiten abscheidet. Auch bei nicht mehr durchflossenen Höhlen finden Kalklösung und -abscheidung gleichzeitig statt. Das Tropfwasser gibt überschüssiges Calciumkarbonat an einer Stelle ab (-> Tropfsteine), nimmt dann an anderer Stelle wieder CO2 auf, wodurch sich die Löslichkeit für Kalk wieder erhöht und es neuen Kalk auflöst, den es dann wieder irgendwo abgibt... Undsoweiter.
Gruß,
Rainer
Gruß,
Rainer
Moni:
Hallo Triassammler,
wenn es angekieselter Kalkstein wäre, dann hätte mein IR-Spectrum anders ausgesehen, jedenfalls hätte zumindest eine Andeutung der CaCO3-Banden da sein müssen. Das ist nicht der Fall. Außerdem bin ich mit der Probenaufebreitung mittels Anbohren ganz kläglich gescheitert, habe erst da zur Kenntnis genommen, wie hart die Kugeln sind. Leider habe ich von dem Pulverzeugs nichts mitgenommen. HIer wäre jetzt interessant, ob beides noch das gleiche ist.
Altmühltal ist mir zwar ein Begriff - kennen tue ich's persönlich aber nicht, ergo auch nicht die Kieselplattenkalke.
"Keimzellen" für Höhlenbildung im Tertiär und Quartärs können doch auch viel eher vorhanden gewesen sein oder? Außerdem nehmen die Hohlräume doch schon recht ansehnliche Größen ein. Sie erinnen einfach an Kalkauflösungen durch Wasser und wenn nicht teilweise die weißen Massen noch vorhanden gewesen wären, hätte ich ersteres auch steif und bein behauptet.
Herzliche Grüße
Moni
Krizu:
--- Zitat von: Moni am 13 Apr 10, 20:10 ---
Habe nämlich 3 Zustände ausgemacht:
1. Flintknolle fest eingebettet in Kalk
2. Flintknolle nur noch Pulver - nach Öffnung feucht - auskratzbar
3. Flintknolle ganz weg - nur noch glattes drusenartiges Gebilde im Kalk vorhanden.
was sind jetzt Solen-Gelen? ???
--- Ende Zitat ---
Die Entstehung der Flitne fäuft über gelöstes SiO2 (Sole) die polymerisieren dann zu Gel (en). Nimm Na-Wasserglas und gib Säure dazu - lange Zeit klar dann stockt das Ganze. Vermutlich waren die Flintknollen unterschiedliche (SiO2)x(OH)y*zH2O.
Das meinte ich.
Frank
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