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Autor Thema: Wo gibt's "Jurakalk"?  (Gelesen 13635 mal)

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Offline Peter77

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Wo gibt's "Jurakalk"?
« am: 30 Apr 10, 13:26 »
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und neu im Thema Gesteine.

Ich bin auf der Suche nach "Hand-Mauersteinen" für eine Gartenmauer.
Dazu suche ich Steinbrüche in meiner Nähe mit Vorkommen von "Jurakalk" (vmtl. umgangssprachlich - weiß nicht ob das die korrekte Bezeichnung ist).
Wichtig wäre mir ein heller Farbton (creme-, beige-farben) und dass die Steine Quader-förmig angeboten werden (ca. 30-40cm x 20-30cm x 10-20cm).

Erstmal wollte ich in der Datenbank Steinbrüche mit Jurakalk-Vorkommen finden.
Wie suche ich in der Datenbank am besten bzw. wie wird "Jurakalk" korrekt bezeichnet?

Könnt ihr mir bitte helfen?

Vielen Dank,
Peter

Offline smoeller

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #1 am: 30 Apr 10, 14:22 »
Hallo,

Kalksteine aus dem Jura gibts im Donaugebiet reichlich. Da wäre der Solnhofener Plattenkalk des Altmühltales um Sioolnhofen und Beilngries und der Treuchtlinger Marmor, der nördlich von Donauwörth (bei Treuchtlingen) gebrochen wird.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Jochen1Knochen

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Antw:Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #2 am: 30 Apr 10, 17:25 »
Hallo !
Geh mal auf Google Earth Suche-gib ein -Steinbrüche und da kommen die schon
Gruß Jens

Offline Kluftknacker

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #3 am: 30 Apr 10, 18:51 »
Hallo,
oder so (siehe Anlagen)

Kluftknacker

Offline Kluftknacker

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #4 am: 30 Apr 10, 18:51 »
Fortsetzung

Offline Peter77

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #5 am: 03 May 10, 08:27 »
Hallo,
vielen Dank für eure Hilfe.

@Jochen1Knochen: Der Google-Tip ist gut - da sieht man, welche Steinbrüche in meiner Nähe sind, danke!
@Kluftknacker: Danke für die Listen.
Aber geht daraus auch hervor, ob Handmauersteine angeboten werden? Vermutl. gibt's diese immer, wenn die Gesteinsart nicht Kies ist, oder?
@smoeller: Das grenzt meine Suche ein. Danke.
Weißt du zufällig auch, ob es im Südostbayrischen Raum auch Vorkommen vom Jurakalk gibt?
Ich komme aus der Nähe vom Chiemsee und möchte natürlich keine allzulangen Transportwege haben.

Grüße,
Peter

Offline smoeller

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #6 am: 03 May 10, 10:50 »
Hallo,

Meines Wissens ist in den Alpen vor allem die Trias anstehend. Das sind auch z.T. recht harte, helle Kalke. Kenne in dem Gebiet einen Stbr. bei Fischbachau (unweit vom Schliersee), ist halt Triaskalk. Sammeln ist dort unmöglich, aber vielleicht kann man dort Steine für den Gartenbau erwerben. Dann gibt es noch Kreidekalke in den Alpen. Jura ist mir in der Gegend jetzt nur aus dem Bereich Donautal und Fränkische/SchwäbischeAlb bekannt.

Glück Auf!
Smoeller

Offline triassammler

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #7 am: 03 May 10, 11:18 »
Hallo Peter,

beim Kauf oder gar Selbersammeln von Mauersteinen solltest Du übrigens darauf achten, dass diese nicht frisch gebrochen wurden, sondern bereits einen Winter lang gelagert wurden. Der Frost trennt bei Natursteinen die Spreu vom Weizen - unangenehm, wenn diese Trennung im buchstäblichen Sinn erst stattfindet, wenn die Steine bereits in Deiner Mauer verbaut sind  ;)

Zitat
Aber geht daraus auch hervor, ob Handmauersteine angeboten werden? Vermutl. gibt's diese immer, wenn die Gesteinsart nicht Kies ist, oder?
Einfach beim Anbieter anrufen und nachfragen... Manche bieten auch nur große Blöcke für Böschungsverbauungen etc. an.
Statt Hunderte von Kilometern selbst zu fahren, könntest Du Dich auch einfach an einen Landschaftsgärtner oder einen Baustoffhandel in Deiner Nähe wenden. Die beschaffen in der Regel das gewünschte Material.
Bedenke beim Selbstabholen auch die maximale Gewichtsbeschränkung des von Dir verwendeten Anhängers bzw. Fahrzeugs - mag sein, dass Du pro Fuhre bspw. gerade mal 5 bis 25 Steine (PKW-Kofferraum vs. Kleinanhänger) transportieren kannst.

Ansonsten stimme ich smoeller zu: Die von Dir gewünschte Steinart gibt es nur nördlich der Donau auf der Fränkischen bzw. Schwäbischen Alb.

Gruß,
Rainer

Offline Peter77

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #8 am: 03 May 10, 12:29 »
Hallo,
ich werde mich mal in den von euch genannten Gebieten umschaun - Danke.

@triassammler:
1) Selbst-Abholung überlege ich mir deshalb, weil die Baustoffhändler in meiner Gegend meiner Meinung nach überteuerte Preise verlangen. Oder sind 180,- bis 250,-EUR pro to. gerechtfertigt?
Auf einen LKW hätte ich Zugriff, kostet mich nur die Spritkosten.
2) Gelagerte Steine zu bekommen wird vermutlich nicht leicht. Da ich eine trocken-versetzte Mauer (ohne Beton) machen will, wird mich der ein oder andere Sprung im Stein nicht stören.?

Jetzt muss ich mal Preise ermitteln und rechnen.
Danke für eure Hilfe.

Servus, Peter

Offline Kluftknacker

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #9 am: 03 May 10, 12:46 »
Oder sind 180,- bis 250,-EUR pro to. gerechtfertigt?

Hallo Peter,
ich habe für meinen gebankten Gartenbau-Kalkstein aus dem Abraum (!) mir nur geringem Feinanteil direkt vom "Hersteller" (Steinbruchbetrieb) vor 5 Jahren 21,-- Euro pro Tonne bezahlt. Dafür war die Fracht happig. In Summa: 700,-- Euro für einen beladenen 25 to-Zug.
Zwischenzeitlich habe ich einige Züge im Steingarten verbaut. Auch ich habe einige frostempfindliche Kandidaten versetzt, heute bereue ich es....

Peter

Offline triassammler

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #10 am: 03 May 10, 13:15 »
Hallo Peter!

1) Selbst-Abholung überlege ich mir deshalb, weil die Baustoffhändler in meiner Gegend meiner Meinung nach überteuerte Preise verlangen. Oder sind 180,- bis 250,-EUR pro to. gerechtfertigt?
Auf einen LKW hätte ich Zugriff, kostet mich nur die Spritkosten.
2) Gelagerte Steine zu bekommen wird vermutlich nicht leicht. Da ich eine trocken-versetzte Mauer (ohne Beton) machen will, wird mich der ein oder andere Sprung im Stein nicht stören.?

Zu 1) Ich rechne da auch immer noch den eigenen Aufwand hinzu - Hin- und Rückfahrt (Zeit + Sprit), Wartezeit bis zum Abschluss der  Beladung, Zeit- und körperlicher Aufwand beim Abladen zu Hause...
Zu 2) Wie Kluftknacker auch sagt: Man kann es bereuen. Meist geht es ja nicht mit einem kleinen Sprung im Stein ab, sondern der Stein zerbricht in zwei oder mehr Teile, die wegen des Auflastdrucks wegrutschen oder sich gegeneinander versetzen; überlagernde Mauerschichten sacken dann ein oder es bricht gleich ein ganzer Mauerabschnitt zusammen... Trockenmauern sind sogar schneller geschädigt als zementierte Mauern. Wenn Du so viel Wert auf Form und Farbe der Steine legst wie es den Anschein hat, legst Du sicher auch Wert darauf, dass Dein Werk über viele Jahre hinweg Bestand hat und gut aussieht?

Gruß,
Rainer

Offline Peter77

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Re: Wo gibt's "Jurakalk"?
« Antwort #11 am: 04 May 10, 15:07 »
Hallo Rainer, Hallo Peter,
werde versuchen "alte" Steine zu bekommen - Frostschäden habe ich wohl unterschätzt.

Servus, Peter

 

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