http://www.phillisverlag.de/Kalender-Shop/Mineralienkalender/https://www.juwelo.dehttps://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/

Autor Thema: Sonne vs. Kunstlicht  (Gelesen 5020 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Hg

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 3.116
Sonne vs. Kunstlicht
« am: 16 May 10, 17:27 »
Hallo,
ich habe mit einem Neuzugang ein wenig Probleme beim Fotografieren.
Fluorit zeigt hin und wieder Tageslichtfluoreszenz. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das bei diesem Stück auch zutrifft.
Das Problem ist folgendes:
- im normalen Tageslicht sind die Kristalle grünlich mit leichtem violetten Stich
- im Sonnenlicht auch
- unter Kunstlicht (egal ob normale Glühbirne, Halogenlampe o.ä.) erscheinen die Kristalle violett

Auf dem Foto zeigt sich das Problem fast noch deutlicher:
- im normalen Tageslicht ist der grünliche Farbton kaum erkennbar
- im Sonnenlicht werden die Kristalle violett abgebildet
- unter Kunstlicht violett

Die angehängten Bilder zeigen hoffentlich nochmal, wo mein Problem liegt (ja, ich weiß....teilweise unscharf usw.....daran wird auch noch gearbeitet  ;)).
Meine Frage ist jetzt, wie bekommt man das grünliche besser heraus, oder nimmt man doch besser das violette unterm Kunstlicht  :-\
Gruß,
Andreas
« Letzte Änderung: 16 May 10, 17:34 von Hg »

Offline Bode

  • Sponsor 2025
  • *
  • Beiträge: 468
    • Mineraliensammlung Georg Bode
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #1 am: 16 May 10, 18:35 »
Hallo Andreas,
da gibts nur eines, bei Sonnenlicht fotografieren und notfalls in Photoshop ein wenig nacharbeiten. Das Problem kommt auch bei Englischen Fluoriten vor.

Offline Jochen1Knochen

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.137
  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #2 am: 16 May 10, 19:08 »
Hallo!
Da Du Deine Sammlung bestimmt nicht im Freien präsentierst,würde ich beim Kunstlicht bleiben.
Gruß Jens

Offline limestone

  • *****
  • Beiträge: 591
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #3 am: 16 May 10, 19:11 »
Hallo,
ich gebe Jens recht. Eventuell kannst Du die Bilder ja nachbearbeiten. Mit Weißabgleich lässt sich da viel erreichen.
Glück Auf
Ralf

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #4 am: 17 May 10, 09:49 »
Hallo Andreas,

Tageslicht/Sonnenlicht ist keine wirkliche Lösung. Einmal, weil die spektrale Zusammensetzung tageszeitlich, jahreszeitlich und wetterbedingt stark schwankt und zweitens weil die Lichtführung da eher problematisch ist.

Ich empfehle für Fälle wo es auf den genauen Farbton ankommt: Vollspektrum-Lampen oder Normlichtleuchten. Von den zwei üblichen Typen (D50 und D65) reicht normalerweise D50. O.k., nicht gerade billig. Ersatzweise Halogen-Lampe (aber Achtung: keine mit "UV-Stop", möglichst hohe Leuchttemperatur) und diese keinesfalls herunterdimmen.

Tageslicht/Sonnenlicht kann (muss aber nicht) einen größeren Anteil UV-Licht als die genannten Leuchtmittel haben. Wenn der Fluorit z.B. unter Sonnenlicht eine Tageslicht-Fluoreszenz zeigt, unter Kunstlicht aber nicht  dann ist das ein Farbfehler der Teile des Bildes (eben die fluorszierenden Kristalle, nicht jedoch z.B. die Matix oder den Hintergrund) betrifft und nicht das ganze Bild. Eine Korrektur des Weißabgleichs für das ganze Bild ist deswegen eher nicht optimal. Oder anders gesagt: Wenn ein Kristall  mit einer 2200K-Lampe (z.B. 40W-Glühbirne) ohne UV-Anteil nicht zur Fluoreszenz angeregt wird kommt eben kein Fluoreszenz-Leuchten beim Sensor an. Und was nicht da ist das kann man auch mit Nachbearbeitung nicht herholen. In solchen Fällen könnte man an Mischlicht (z.B. Halogen + UV-Leuchte) denken.

Gruß
Berthold

Offline Hg

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 3.116
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #5 am: 17 May 10, 11:28 »
Hallo,
schonmal Danke für die Tipps.
Bisher habe ich die Aufnahmen immer mit Kunstlicht (53 W Halogen und 60 W Glühbirne) gemacht und bisher gab es damit auch noch nie solche Probleme.
Vielleicht sollte ich mich wirklich mal nach Normlichtleuchten umschauen die Berthold erwähnt hatte. Wie teuer sind denn solche Lampen?
Gruß,
Andreas

Offline Hg

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 3.116
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #6 am: 13 Jun 10, 00:31 »
sorry, aber ich komme bei dem Problem nicht weiter. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass der Fluorit mit einer herkömmlichen Schwarzlichtlampe nicht angeregt wird.
Das grünlich-graue kommt aber nie wirklich richtig rüber......

P.S.
grün ist ne doofe Farbe....... :(

Offline Jochen1Knochen

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.137
  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #7 am: 13 Jun 10, 08:51 »
Hallo!
Die 3 Fotos ,welche Du hier eingestellt hast,sind alle aus dem gleichen Winkel fotografiert-vieleicht liegt da der Fehler.Du brauchst indirektes Licht und die Stufe in verschiedenen Winkeln fotografieren-kommen dann echt gruselige Farbveränderungen daher.Liegt wohl am Kristallgitter und dem austretenden Licht,nehme ich mal an.
Gruß Jens

Offline Krizu

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 3.123
Antw:Sonne vs. Kunstlicht
« Antwort #8 am: 13 Jun 10, 11:13 »
Hallo,

nur mal eine oder zwei Ideen:
1.) wie mache ich aus einer 2700K Leuchte eine 6500K Leuchte? Mit etwas blauen, z.B. falls man ein Chemiker ist: mit CuSO4-Lösung
2.) Was macht im Sonnenlicth die Floureszenz? Vermutlich das UV-Licht. Also folgender Ansatz: Ich nehme eine Glasscheibe udn bestreiche die mit Sonnencreme (Mikropigmente). Die enthalten u.A. Anatas und sollten alles kleiner 390nm schlucken. Wenn das nicht reicht, baue ich mir einen Reflektor aus Fotopapier. Das enthält Rutil und reflektiert nur >410nm.

MfG

Frank

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge