Hallo,
Das erste ist ein typisches Erz der kb-Formation, wie es u.a. in Freiberg oder im Harz vorkommt (aber natürlich auch überall anders in D und weltweit). Da ist schon Galenit dabei, das ist das bleigraue. Das goldige ist meist Pyrit/Markasit, manchmal ist auch Chalkopyrit dabei. Der Pyrit ist heller, eher graugelb, der Chalkopyrit sieht aus wie frisch poliertes Messing. Kann auch noch Zinkblende (Sphalerit) bei sein, die ist meist bräunlich oder fast schwarz.
Das 2. ist ein Quarzporphyr mit recht großen Quarzeinsprenglingen. Rhyolith ist eine Bezeichnung für saure Ergußgesteine, die von der Zusammensetzung dem Granit entsprechen. Das gezeigte Gestein ist von der Zusammensetzung sicher auch ein Rhyolith (oder Granit), aber dennoch sollte man die Bezeichnung Quarzporphyr vorziehen. Während Granite in der Tiefe erstarren (vollständig kristallisiert, gleich- und mittel/grobkörnig) und Rhyolithe an der Oberfläche austreten (sehr feinkörnig), sind Porphyre quasi Übergänge zwischen beidem (grobe Einsprenglinge (Quarz, Feldspat) in feiner Grundmasse. Solche Gesteine füllen Spalten oder bilden Bereiche in oberflächennahen Granitintrusionen. Das gezeigte Stück könnte aus einem nordischen Geschiebe des Ostseeraums sein oder aus dem Harz.
Glück Auf!
Smoeller