Mit dem Reitplatz sind Sie schon fast an der richtigen Stelle! Links vom Reitplatz liegt noch eine Halde kaum sichtbar am Waldrand, diese gehört zum "Hoffnung Schacht", von dem noch eine kleine Pinge sichtbar ist. Funde auf der Halde sind möglich, meistens kleine Gangstücke des "Hoffnung Spates". Rechts vom Reitplatz lag irgendwo auf dem freien Feld Richtung Abzweig der Staatsstraße nach Mühlbach der "Friedrich Schacht". Hier wurde der "Friedrich Spat" bebaut. Von dieser Anlage ist nichts mehr zu sehen, die Halde wurde wohl zum Verfüllen des Schachtes verwendet. Beide Anlagen waren nur durch die Schächte erschlossen, die miteinander in keiner Verbindung stehen und zwischen 1855 - 1860 in Betrieb waren. Beide Gruben sollten auf tiefer Sohle vom "Eleonore Erbstolln" gelöst werden. Doch fehlen da noch jeweils etwa 300 m Auffahrung. Das Hauptstollnort des "Eleonore Erbstolln" steht im Quergestein bei 800 m, etwa zwischen Staatsstraße und Reitplatz an. Am Abzweig der Staatsstraße nach Langenstriegis lag auch der Hauptschacht des "Eleonore Erbstolln", dieser Schacht ist aber bis auf die Stollnsohle verfüllt mit Haldenmaterial und führt viel Wasser. Bis vor etwa 30 Jahren soll dieser an einer Einzäunung und Haldenresten sichtbar gewesen sein, doch jetzt ist dort alles planiert und landwirtschaftlich genutzt, also keine Fundmöglichkeiten mehr! Die beiden Vorkommen waren eben nicht sonderlich ergiebig, dass sich die Auffahrung eines Erbstolln gelohnt hätte.
Der "Eleonore Erbstolln" hat zwar zahlreiche Gänge überfahren, die bergmännisch untersucht wurden, aber nur auf zwei Gängen ist auch Abbau umgegangen und hat einige Tonnen an Eisenerz und Bleiglanz geliefert. Der "Weiße Rose Spat" ist der bekannteste Gang der Grube, die bebaute Länge liegt bei etwa 80 m und bis etwa 12m hoch über die Stollnsohle, meist kleinere Firstenbaue und bis auf unbekannte Tiefe auch unter den Stolln, aber ohne maschinelle Wasserhaltung. Mehr fällt mir erstmal nicht zum Thema Langenstriegis ein, ich habe auch noch diverse Skizzen von diesem Arbeitsgebiet, aber die sind leider noch nicht fertig. Irgendwann gibt es zum Thema "Langenstriegis/Mühlbach/Hausdorf" einen größeren Beitrag auf einer Bergbauseite von mir.
Glück auf! Lutz Mitka