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Autor Thema: Firma Zuber, mal was echt Positives  (Gelesen 6690 mal)

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Offline Xyrx

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Firma Zuber, mal was echt Positives
« am: 24 May 10, 18:17 »
Hallo,

ich habe eine gebrauchte Mineralienpresse MP5 erstehen können. Da ich mit normalem technischen Verstand bei der Reparatur der Presse nicht weiterkam, schrieb ich einfach eine Email an den Hersteller, eben Firma Zuber. Die Anworten waren exakt, professionell und wirklich hilfreich, außerdem mußte ich nicht auf eine Antwort warten, diese kam innerhalb 24 Stunden - excellent! Solch einen Service sucht man in Deutschland fast vergebens! Mittlerweile habe ich meine Presse fertig restauriert. Nach Fa. Zuber ist das Teil mind. 20 - 25 Jahre alt, womit die Presse schon eine kleine Rarität in dieser Bauart geworden ist. Nun funktioniert die Presse richtig gut (ich komme gemessen auf über 8 Tonnen Druck!!!). Jedoch möchte ich den unbedarften Bastler vor Eigenversuchen warnen, zuviel ist zu schnell kaputt gemacht! Wer nicht weiß, wo er da rumwerkelt, besonders an der Hydraulik, Finger weg!

Ich kanns nur so sagen, pflegt eure Pressen. Die Geräte sind nicht unzerstörbar, bei dem Preis den sie haben. Doch sind sie extrem langlebig.

Übrigens sponsert mir die Firma Zuber noch den Arbeitsschutz zur Presse, die Abdeckscheiben. Da ich die Presse auch auf Messen verwende, ein Muß, diese Dinger dran zu haben!

Also, bin voller Lob für diese Firma. Absolut empfehlenswert in Qualität und Service.

So, das mußte jetzt hier im Mineralienatlas mal sein.

LG Xyrx
« Letzte Änderung: 24 May 10, 18:31 von Xyrx »

Offline Sebastianit

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Antw:Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #1 am: 24 May 10, 19:22 »
Den positiven Eindruck habe ich auch. Es läuft bei denen immer noch die Sonder-Aktion Statt  439,- nur 395,- zahlen und bei Vorkasse kostet es 375,-
Was soll ich sagen, die haben sehr schnell geliefert und die Presse funktioniert wirklich besser als ich dachte. Ist ja beinahe wie Brot schneiden.
Tolles Teil!

Offline Hotzenblitz

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Offline jürgen lange

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Re: Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #3 am: 09 Jun 13, 17:44 »
Liebe Leute, nach um die 30 Jahre MP 5 hat sie soeben auch die Zuisammenarbeit aufgegeben. Beim Pumpen baut sich kein Druck mehr auf. Kann man den Druckdosenteil abbauen? Ich bin guter Hoffnung, dass man mir von Zuber helfen wird. Aber: was kann man an dem Gerät eigentlich pflegen? Öl nachfüllen? Ausser Staub von der Dose fernhalten, fällt mich eigentlich nichts ein.

Was sagen die Techniker hier aus dem Forum dazu?

Glück Auf Jürgen

Offline helgesteen

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Re: Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #4 am: 09 Jun 13, 20:00 »
Beim Pumpen baut sich kein Druck mehr auf. Kann man den Druckdosenteil abbauen? Ich bin guter Hoffnung, dass man mir von Zuber helfen wird. Aber: was kann man an dem Gerät eigentlich pflegen? Öl nachfüllen? Ausser Staub von der Dose fernhalten, fällt mich eigentlich nichts ein.

Hallo Jürgen,
verliert die Presse merklich Öl? Ansonsten ist sehr wahrscheinlich einfach Luft in der Hydraulik, nach jahrelangem Betrieb geht immer ein bisschen Hydrauliköl verloren. Du musst zum Öl nachfüllen den Boden nicht öffnen. Stattdessen entfernst Du den unteren Meißel und öffnest und entfernst die darunter befindliche Inbusschraube mitsamt Dichtring (die Schraube zu lösen ist nicht immer einfach, am besten hierzu den Kolben etwas ausfahren und ihn so gut es geht festhalten; KEIN Werkzeug zum Halten des Kolbens verwenden, damit er nicht beschädigt wird!). Nun gegenbenfalls den Kolben VORSICHTIG wieder ganz einfahren/drücken. Anschließend füllst Du in das Aufnahmeloch des Meißels etwas Hydrauliköl ein (z.B. Hygard von John Deere, frag mal einen Landmaschinenmechaniker o. ä. in Deiner Nähe) und pumpst ganz langsam und vorsichtig mit dem Hebel. Dabei kommen eventuell ein paar Luftblasen zum Vorschein, und das Öl verschwindet bei gehobenem Hebel wahrscheinlich in der Maschine. Das wiederholst Du, bis der Ölstand nicht weiter sinkt und keine Luftblasen mehr kommen. Nun mit einem Küchenpapier das überschüssige Öl aus dem Aufnahmeloch entfernen, Schraube und Dichtring wieder einsetzen und Meißel einstecken.
Falls die Maschine sichtbar Öl verliert, kannst Du bei Zuber einen Dichtsatz kaufen und einbauen. Das ist mit fortgeschrittenem Heimwerkerwissen eigentlich problemlos machbar. Hydrauliköl ist eine ziemliche Sauerei und hinterlässt Flecken. Ich arbeite daher mit dünnen Handschuhen und in alten Kleidern. Besondere Vorsicht ist beim Hineindrücken des geöffneten Kolbens (falls nötig) angebracht, am besten mit einem Tuch abdecken, damit da keine Ölfontäne herausspritzt.
Einsenden an Zuber ist eine Option, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass ältere Pressen ungern instandgesetzt werden. Daher würde ich es selbst machen, bzw. im Freundeskreis herumfragen, wer das machen könnte.

Das Ganze klingt komplizierter als es ist. Mit etwas Übung dauert die Prozedur 5 Minuten.

Viele Grüße,
Helge
« Letzte Änderung: 09 Jun 13, 20:41 von helgesteen »

Offline jürgen lange

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Re: Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #5 am: 09 Jun 13, 20:49 »
hallo helge, danke für die schnelle antwort. wenn ich nicht ein "bischen techniker" wäre, wüsste ich gar nicht, dass so ein ding überhaupt hydrauliköl beinhaltet. ölspritzen habe ich jedenfalls nie bemerkt. und pfleglich bin ich mit dem gerät auch nie umgegangen.

die textliche beschreibung eröffnet mir welten, die ich gar nicht kenne. ich suche jetzt mit deinen angaben nach den entsprechenden details. danke für die beschreibung, hast du evtl. zeichnungen o.ä.? ich kann mich gar nicht erinnern, ob damals vor etwa 30 jahren solche beschreibungen übehaupt dabei waren.


ich habe damals über grosch gekauft. dass die zubers lieber neue geräte verkaufen, verstehe ich ja.
 

glück auf jürgen

Offline helgesteen

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Re: Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #6 am: 09 Jun 13, 21:09 »
Hallo Jürgen,

Zuber legt den Dichtsätzen glaube ich eine Schnittzeichnung und eine Beschreibung bei. Für das Auffüllen des Öls benötigst Du sie aber nicht. Ich muss mal schauen, ob ich die Zeichnung noch finde, ich habe sie gerade nicht zur Hand.
Die Maschine ist genial robust und einfach konstruiert. Ich würde sie aber nicht weiter zerlegen als notwendig, da nach so langer Zeit die Dichtungen spröde sind und beschädigt werden können. Beim Ersetzen der Dichtungen kannst Du ggf. das Innenleben natürlich ausgiebig studieren.

Viele Grüße,
Helge

Offline Xyrx

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Re: Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #7 am: 10 Jun 13, 14:20 »
Hallo Jürgen,

bitte denke daran bei der Bestellung bei Zuber, das neuere Pressen seit einigen Jahren einen völlig anderen Innenaufbau (incl. Dichtringe etc.) haben. Ich empfehle deiner alten Presse einen komplett neuen Dichtungssatz zu spendieren. Ist ein wenig Fummelei die alten Dichtungen heraus zu bekommen, die gehen dabei auch kaputt. Innen findest du wirkliche Kleinteile (zum Beispiel eine Minikugel), also immer auf einem Tuch arbeiten, das alles wiederzufinden ist. Zuber war bei meiner alten Presse (auch so um die 30 Jahre) sehr spendabel, ich bekam den kompletten Dichtungssatz kostenfrei ins Haus geliefert.

Gruß
Xyrx

Offline jürgen lange

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Re: Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #8 am: 11 Jun 13, 23:07 »
liebe leute, ihr macht mir hoffnung. da bei mir gerade vieles kaputt geht (zum glück keine beziehungen!!!!, sondern "nur" technische sache, kann ich aufbauende botschaften gut gebrauchen. danke j.

Offline cmd.powell

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Re: Firma Zuber, mal was echt Positives
« Antwort #9 am: 13 Jun 13, 00:50 »
Solch einen Service sucht man in Deutschland fast vergebens!

Naja, meistens wohl schon, aber ich konnte eine ähnlich positive Erfahrung mit der Firma Bandelin (Stichwort Ultraschallreiniger) machen. Nachdem ich einen recht großen Ultraschallreiniger bei der Bucht ersteigert hatte musste ich feststellen, das dieser leider (entgegen der Artikelbeschreibung) doch nicht so ganz in Ordnung war. Eine erste Durchsicht hatte ergeben, das ein fetter Lastwiderstand durchgeschmolzen war (wirklich geschmolzen). Dummerweise konnte man den Wert nicht mehr ermitteln (war ebenfalls geschmolzen) und letztlich hilft da nur noch Hersteller kontaktieren. Ich hatte zwar wenig Hoffnung, weil ich erwartet hatte, das ich das Gerät einschicken soll o.ä. aber ich habe die kompletten Serviceunterlagen (natürlich mit Schaltplan) bekommen. Damit war die Reparatur fast schon erschreckend einfach und vor allem günstig (11W Lastwiderstand unter 1€). Seit dem schrecke ich auf jeden Fall nicht mehr davor, wenigsten erstmal den Hersteller zu kontaktieren, bevor ich verschrotte.

 

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