Hi,
Sulfate aus einem Markasit? Ist es wirklich ein Chlorid?
Frank
Hallo Frank!
Das schließe ich aus. Meine Idee geht eher in Richtung Anzeiger für Paläoklima. Die Frage die sich mir stellt ist, um welches Milieu es sich handelt.
Hallo Stephan,
ich entnehme Deinen Worten, dass Du ein periodisch überflutetes Becken mit rhythmischer Sedimentabfolge erwartest, wie es für randmarine Bereiche typisch ist? Wie wäre es stattdessen mit einer Playa (Salztonebene)? Die Versalzung muss bei diesen Strukturen nicht zwangsläufig so weit gehen, dass reine Salzlagerstätten entstehen. Bei dauerhafter, gleichmäßiger Durchfeuchtung und mittelfristig konstanter Sedimentzufuhr stellen sich durchaus nur akzessorische Salzgehalte in den Tonsteinen ein. Das Liegende Deiner Profilbeschreibung (u. a. mit Sandsteinen und lakustrinen Karbonaten) wäre dementsprechend als initiale Phase der Playa zu interpretieren, mit einer größeren Beckentiefe und stärkerer Wasserzufuhr.
Unter Umständen finden sich in Form von Steinsalzkristallmarken (evtl. nur in mikroskopischen Dimensionen) doch in einzelnen Horizonten Hinweise auf ehemals vorhandene Salzvorkommen?
Gruß,
Rainer
Sehr gut Rainer!
2 Dumme ein Gedanke! Das macht mich nun glücklich.
Ich habe eine Ähnliche Situation vor kurzem im Perm in Südfrankreich beackert - Ton-Schluff-Wechselfolgen mit wenigen fluviatilen Sandsteinrinnen. Dort habe ich für das Fehlen des Salzes in den Playa - Ablagerungen die weitläufige Idee eines steten zu und Abfluss in die Playa aufgenommen, um es zu erklären.
Leider habe ich das Profil in Tütchen, und das Material ist ziemlich zerschreddert. Muss die Tage durch die Geochemie. RDA, RFA, CDS ...evtl. Mikrosonde oder Rem, wenn ich dafür ne begründung habe.
Fällt dir da evtl. noch was chem. ein um evtl. ehemals vorhanden Steinsalzvorkommen nachzuweisen. noch könnte ich da evtl. was für abzweigen, bevor es in den Backenbrecher geht oder danach. (Unters normale Mikroskop hau ichs natürlich auch noch...)
Danke euch für die fruchtbaren Antworten!