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Autor Thema: Bismut radioaktiv??  (Gelesen 14246 mal)

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Offline cmd.powell

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Re: Bismut radioaktiv??
« Antwort #15 am: 25 Jul 10, 17:52 »
Ok, dann rechne ich auch mal rum: 7H zerfällt in 2.3*10-23 Sekunden. Da sich nichts schneller als Lichtgeschwindigkeit bewegen kann, kann man das Ereignis oder besser das Signal von dem Ereignis, das ein H-Atom zerfallen ist erst dann messen, wenn es den Detektor oder was auch immer erreicht hat. Das Licht legt 299798458 m/s zurück, in 2.3*10-23 hat es demnach 6.9*10-15 Meter zurückgelegt, was 6,9 Femtometern (fm) entspricht. Ein Wasserstoffatom hat einen kovalenten Radius von 31 pm (Pikometer = 10-12), d.h., wenn das Signal vom Zerfall von Kern zum Rand des Wasserstoffatoms gewandert ist, sind bereits rund 4500 Halbwertszeiten verstrichen - das ist echt krass. Natürlich spielt das für die Detektierbarkeit das Signals keine Rolle, da es ja ausreicht, das es überhaupt Existiert.

Offline Philip Blümner

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Re: Bismut radioaktiv??
« Antwort #16 am: 26 Jul 10, 03:01 »
Guten Morgen,
auf ntv kam soeben ein Bericht, dass das französische Urkilo leichter geworden ist. 550 Mikrogramm in 100 Jahren, hieß es. Angeblich wüsste die Wissenschaft nicht weshalb. Das frz. Urkilo bestünde aus Platin und Iridium.
Könnte da nicht auch eine gewisse Zerfallsrate der Grund sein?

Gruß Philip

Offline berthold

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Re: Bismut radioaktiv??
« Antwort #17 am: 26 Jul 10, 09:01 »
Hallo,

Zitat
Könnte da nicht auch eine gewisse Zerfallsrate der Grund sein?

nach dem derzeitigen Wissensstand ist Iridium stabil und von Platin sind fünf der sechs natürlichen Isotope ebenfalls stabil (nur Pt-190 nicht, macht aber nur 0,01%  aus, hat Halbwertszeit von 6,5 · 1011a, zerfällt zu Os-186) Uns selbst wenn sie zerfallen (wo bleiben die Zerfallsprodukte?), dann sicher so langsam dass es nie und nimmer 1/2 Milligramm pro Kilo in 100 Jahren ausmacht. Zerfallende Verunreinigungen möchte ich auch verneinen, dazu ist der Masseverlust einfach zu groß.

Der Masseverlust entspräche -grob gerechnet- einer Halbwertszeit von 1011a wenn die Zerfallsprodukte -etwa weil gasförmig- auch nicht mehr da wären (wovon ich nicht ausgehen würde).

Gruß
Berthold

Offline Xyrx

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Re: Bismut radioaktiv??
« Antwort #18 am: 26 Jul 10, 16:13 »
Mmmh... Hat vielleicht einer vor 100 Jahren nicht richtig vor dem Messen Staub gewischt und da war noch ein Krümelchen auf dem Urkilo? Konnte man vor 100 Jahren überhaupt so genau messen? Hat man festgestellt, das der Verlust linear abläuft und dann auf 100 Jahre hochgerechnet? Fragen über Fragen...

LG Xyrx

Offline cmd.powell

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Re: Bismut radioaktiv??
« Antwort #19 am: 26 Jul 10, 17:59 »
Das Problem ist vielleicht nicht, das man das Urkilo vor hundert Jahren nicht richtig abgewischt hat sondern das man es seitdem zu oft abgewischt hat ;D

Offline Krizu

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Re: Bismut radioaktiv??
« Antwort #20 am: 10 Aug 10, 21:56 »
Hallo,

ich weiss nicht genua, aber das deutsche Kilogramm wird auch leichter.

Es ist vermutlich bei der Herstellung eingeschleppter Wasserstoff, der sich in das Pt-Ir Gitter eingelagert hat und jetzt "ausgast".

Auch wenn ein Atomkern zerfällt, bleibt die meiste MAsse zurück. Sonast gäbe es keinen Atommüll ;-)

Frank

 

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