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Autor Thema: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln  (Gelesen 13893 mal)

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Offline seppl23

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Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« am: 16 Jul 10, 15:25 »
Hallo liebe Forengemeinde

Bei dieser Hitze ist das Sammeln ja etwas anstrengend und sehr schweißtreibend. Da die Elbe zur Zeit einen Pegelstand von 120 cm (Meißen) aufweist, gelangt man sehr gut in ein Gebiet, wo sonst kein hinkommen ist. Durch das Wetter macht es das Ganze noch viel einfacher. Also einfach rein in die Fluten und Achate sammeln. Aber nicht auf die gewohnte Art und Weise, sondern komplett im Wasser. Einfach auf den Po setzen und denn Kies nach Achaten untersuchen. Das Wasser ist angenehm und auch die Funde können sich sehen lassen.

Vorsicht!! Die Strömung von Elbe und anderen großen Flüssen wie Rhein und Mosel kann lebensgefährlich sein! Schon ab Kniehöhe ist die Strömung nicht ohne. Immer die Augen nach großen Frachtschiffen offen halten, da diese einen mächtigen Sog bilden. Ansonsten ist das Baden an strömunsarmen Abschnitten kein Problem

Nun hab ich auf dieser Art und Weise als Anfänger meine besten Funde gemacht und habe natürlich auch noch ein paar Fragen an die Achatexperten.

1. Das diese Achate aus Tschechien oder dem Erzgebirge stammen ist klar. Doch kann man den Ursprungsort irgendwie genauer festlegen oder reicht der Fundort "Elbe bei Meißen" als Angabe?

2. Bei Bild Nr. 1 würde mich sehr das Ursprungsgestein interessieren.

Ich Danke für eure Hilfe. Anbei die beiden Achate aus der Mitte der Elbe :)


Offline seppl23

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #1 am: 16 Jul 10, 15:26 »
Bild 2.....

Offline felsenmammut

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #2 am: 16 Jul 10, 16:21 »
Glück Auf!

Schöne Funde!

Als Fundort ist immer der Ort anzugeben wo du den Achat gefunden hast: "Elbe bei Meißen" wäre in dem Fall wohl vollkommen ausreichend. Den Herkunftsort als Fundort anzugeben wäre irreführend und als Fundort definitiv auch falsch.
Der Achat auf Bild 1 scheint ein typischer Mandelachat aus Böhmen zu sein.
Der Achat auf Bild 2 könnte, so wie er auf dem Bild aussieht, auch aus dem Erzgebirge stammen.


Ja, bei manchen Achaten kann man die genaue Herkunft angeben - zumindest behaupten das die versierten Lausitzer Achatsammler. Wenn man Achate aus der Lausitz und aus Böhmen vergleicht, so stellt man fest, dass sich einige in charakteristischen Merkmalen verblüffend ähneln. Ich selber habe auch eine ganze Menge Achate aus beiden Fundgebieten, habe mir aber nicht die Mühe gemacht diese mal zu vergleichen, da mich die genaue Herkunft weniger interessiert. Es gibt zudem das Problem, dass man für die Herkunft mit Sicherheit wissen muss, ob es ein Leitachat ist oder nicht. Erst wenn man sicherstellen kann, dass ein bestimmter Ausprägungstyp von einem böhmischen Achat auch wirklich nur in einem begrenzten Gebiet vorkommt, und man dann in der Lausitz auch noch einen Achat findet der diesem Ausprägungstyp entspricht, dann könnte man auf eben dieses Herkunftsgebiet schließen. Da die Ausprägung der Achate in den Basalten (Melaphyren) (= Antwort zu Frage 2) sich aber je nach Fundort sehr schnell und stark ändert, wird das schwierig. Erschwerend kommt hinzu, dass eben die Basaltschichten, aus denen die Achate stammen die jetzt in der Lausitz liegen, womöglich gar nicht mehr da sind. Das bisschen was die Elbe jetzt noch an Achaten mitbringt, wird vielleicht am ehesten noch einem Herkunftsort zuzuordnen sein als Achate aus Kieslagerstätten, deren Entstehung weiter in der Vergangenheit liegt.

Den Herkunftsort mit angeben zu können neben dem Fundort, wäre natürlich eine sehr bereichernde Information.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline seppl23

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #3 am: 16 Jul 10, 16:33 »
Ich danke Dir Felsenmamut, für diese aufschlussreiche Antwort.

Zitat
Den Herkunftsort mit angeben zu können neben dem Fundort, wäre natürlich eine sehr bereichernde Information.

Genau so ist es.

Zitat
Das bisschen was die Elbe jetzt noch an Achaten mitbringt

Ich muss sagen, dass die Elbe eigentlich noch reichlich Achat mitbringt. Sind in den alten Elbläufen mehr Achat vorhanden?


Offline Lausitz

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #4 am: 16 Jul 10, 17:49 »
Zitat
Sind in den alten Elbläufen mehr Achat vorhanden?
insofern die Altelbe in den einschlägigen Kieswerken aufgeschlossen ist, kann man reichlich Achate finden. Vor einigen Jahren konnte ich in einer kleinen Kiesgrube bei der Ortschaft Klingmühl ( Südbrandenburg, bei Finsterwalde) mehr als 100 Kleinachate bei ca 2 stunden Suchzeit finden.
Als Beispiel zeig ich unten mal meine allerdings nicht vollständige Ottendorf-Sammlung. Suchzeitraum 1994-1996. In diesem Zeitraum waren wahrscheinlich reine Altelbehorizonte aufgeschlossen und man konnte viel Material finden. Man muß beim betrachten des Bildes bedenken das nur ca.jeder fünfte Achat in die Sammlung aufgenommen wurde. Als Größenvergleich dient der Gliedermaßstab am linken Bildrand.
« Letzte Änderung: 16 Jul 10, 18:01 von Lausitz »

Offline alexis buhridorakes

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #5 am: 16 Jul 10, 22:14 »
Hallo ihr beiden,schöne Funde.Seppl's moderne Suchmethode ist ja erfolgreicher als ich vermutet hätte.Sind die Kiesel nicht voller Algen? Gruß alexis.

Offline Mark77

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #6 am: 16 Jul 10, 22:27 »
Hallo ihr beiden,schöne Funde.Seppl's moderne Suchmethode ist ja erfolgreicher als ich vermutet hätte.Sind die Kiesel nicht voller Algen? Gruß alexis.

also, das wären dann Kieselalgen.. oder??!! Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen!! ;)

@Lausitz: Stolze Sammlung!! Find ich klasse! *daumen-hoch*

Offline alexis buhridorakes

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #7 am: 16 Jul 10, 22:43 »
ich fasses nicht,jemand verdreht meine Worte  ;D ...

Offline seppl23

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #8 am: 17 Jul 10, 00:01 »
@Lausitz

Oh Ha, dass ist ja gigantisch. Gut, in Kiesgruben wird halt immer ordentlich gebuddelt, da kommt einiges an die Oberfläche, wenn der richtige Punkt getroffen wurde.

@alexis

Die sind schwarz wie die Nacht diese Kiesel. Doch wenn der Achat an der Oberfläche des Kiesels auftritt, haben die Algen nicht so eine gute Haftung wie bei normalen Kieseln und man sieht deutlich die Bänderung. Das liegt wahrscheinlich daran, weil die Oberfläche glatter ist als bei normalen Steinen. Die Elbe Chalzedone und Flinte sind fast nie von Algen befallen und man erkennt sie auf Anhieb.

Oft gehe ich auch einfach nach der Form des Steines, was bist jetzt auch sehr gut geklappt hat.

Offline Alexusi

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #9 am: 17 Jul 10, 09:48 »
Hi Leute,

@ seppl, schöne Stücke, geh aber schnell nochmal Sammeln, das Wasser wird wieder ansteigen ::)

@ Lausitz, meine Güte was für eine Sammlung, und das sind nur die von Ottendorf? Aber Platz hast noch oder ;D?
Gruß
Axel

Offline Wittgold

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #10 am: 17 Jul 10, 11:57 »
@ Lausitz, watn dat, ja geil, sehr schön, bomben Sammlung  ;D
@ felsenmammut Kann Dir nur zustimmen !!!!
@ Seppl23 Du findest in allen Altläufen der Elbe Achat, wie schon angesprochen, ein Kieswerk muss her oder Du setzt Dich, wie von Dir vorgemacht, mit den Arsch in die Elbe  :D
Glück Auf Andreas

Offline Lausitz

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Re: Elbe-Achate: ungewöhnliches Sammeln
« Antwort #11 am: 17 Jul 10, 17:28 »
Hallo Alexusi und die anderen, wenn man fast seit 30 jahren Elbeachate sammelt bleibt schon was hängen. Soviel Platz braucht es nicht für eine Sammlung von Elbeachaten und verkieselten Geröllhölzern.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,572.285.html
Gruß aus Brieske

 

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