Glück Auf!
Schöne Funde!
Als Fundort ist immer der Ort anzugeben wo du den Achat gefunden hast: "Elbe bei Meißen" wäre in dem Fall wohl vollkommen ausreichend. Den Herkunftsort als Fundort anzugeben wäre irreführend und als Fundort definitiv auch falsch.
Der Achat auf Bild 1 scheint ein typischer Mandelachat aus Böhmen zu sein.
Der Achat auf Bild 2 könnte, so wie er auf dem Bild aussieht, auch aus dem Erzgebirge stammen.
Ja, bei manchen Achaten kann man die genaue Herkunft angeben - zumindest behaupten das die versierten Lausitzer Achatsammler. Wenn man Achate aus der Lausitz und aus Böhmen vergleicht, so stellt man fest, dass sich einige in charakteristischen Merkmalen verblüffend ähneln. Ich selber habe auch eine ganze Menge Achate aus beiden Fundgebieten, habe mir aber nicht die Mühe gemacht diese mal zu vergleichen, da mich die genaue Herkunft weniger interessiert. Es gibt zudem das Problem, dass man für die Herkunft mit Sicherheit wissen muss, ob es ein Leitachat ist oder nicht. Erst wenn man sicherstellen kann, dass ein bestimmter Ausprägungstyp von einem böhmischen Achat auch wirklich nur in einem begrenzten Gebiet vorkommt, und man dann in der Lausitz auch noch einen Achat findet der diesem Ausprägungstyp entspricht, dann könnte man auf eben dieses Herkunftsgebiet schließen. Da die Ausprägung der Achate in den Basalten (Melaphyren) (= Antwort zu Frage 2) sich aber je nach Fundort sehr schnell und stark ändert, wird das schwierig. Erschwerend kommt hinzu, dass eben die Basaltschichten, aus denen die Achate stammen die jetzt in der Lausitz liegen, womöglich gar nicht mehr da sind. Das bisschen was die Elbe jetzt noch an Achaten mitbringt, wird vielleicht am ehesten noch einem Herkunftsort zuzuordnen sein als Achate aus Kieslagerstätten, deren Entstehung weiter in der Vergangenheit liegt.
Den Herkunftsort mit angeben zu können neben dem Fundort, wäre natürlich eine sehr bereichernde Information.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut