Hallo,
Das Problem der Unterscheidung ist, dass eine vollständige Mischbarkeit besteht. Es ist also nie mit der auch für Laien in Ansätzen möglichen qualitativen Analyse (d.h. was ist drin, in diesem Falle Arsen und Phosphor) getan, sondern man benötigt eine quantitative Analyse (hier das genaue Verhältnis von As zu P). Und die ist leider ohne apparativen Aufwand nahezu unmöglich. Zudem sind bei diesen Elementen Grenzen gesetzt. Gerade der Arsennachweis ist daheim kaum möglich (Giftigkeit).
In der Praxis kann entweder mittels Röntgenstrahlung die Größe der Elementarzelle bestimmt werden oder mit dem Polarisationsmikroskop die Lichtbrechung oder mit Mikrosonde oder EDX am Elektronenmikroskop die Zusammensetzung. Alle diese Methoden erfordern apparative Ausrüstung, die für den Hausgebrauch viel zu teuer ist.
Für den Hausgebrauch sind lediglich einige einfache Tests möglich:
-HCl-Test (10% ige Salzsäure) auf Carbonat
-Flammenfärbung am Gas-/Bunsenbrenner (Spiritusflamme geht auch, Hauptsache bläulich/farblos) auf Na, Ca, Li, Ba, Sr, Cs, K
-Schmelzverhalten (nicht bei As- oder Hg- haltigen Mineralen)
-Geschmackstests bei Halogeniden (nur, wenn man auch wirklich weiss, dass es ein Mineral aus einem Salzstock ist, nie bei gänzlich unbekannter Herkunft!)
usw.
Immer muss man mit Vorsicht vorgehen. Besser ist immer die Begutachtung durch den Experten.
Glück Auf!
Smoeller