Hallo,
Ja, sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen hängt es von der Gangformation (und damit letztlich auch von der Bildungstemperatur), von der Paragenese (eigenständige Silberminerale und Fahlerz nehmen Silber aus der Lösung und für den Galenit bleibt weniger), sogar der Generation innerhalb eines Ganges ab.
Hohe Silbergehalte (0,5-1 %) hat Bleiglanz typischer Blei-Zinkerzgänge (Harz, Freiberg (kb-Formation), Südschwarzwald (hier die Ganggruppen A und E nach METZ et al. (1957))). Niedriger ( bis ca. 0,3 %) ist der Ag-Gehalt in Fluorit-Baryt-Gängen mit Bleierzen (Südschwarzwald, Erzgebirge). Noch niedriger (< 0,1 %) liegt der Gehalt bei manchen Bleiglänzen, die nur im Mittelalter als Silbererz, später zu Bleiglasuren (sog. Lasurblei) verwendet wurden (z.B. Badenweiler/Schwarzwald). Es handelt sich hier um tieftemperierte Bildungen.
Ag-Gehalte > 1 % sind recht selten und beruhen auf der Beimengung von Ag-Trägern.
Extremwerte: Bis 1,5-2 % bei Schapbach im Schwarzwald durch Hochtemperatur-Mischbarkeit von Schapbachit und Galenit,
bis über 2 % durch Silber auf Sprüngen und Rissen in Galeniten der 2. Generation im Schindlergang, Münstertal/Schwarzwald.
Glück Auf!
Smoeller