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Autor Thema: Ullmannit und Pechblende ?  (Gelesen 8987 mal)

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Offline Daachhex

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Ullmannit und Pechblende ?
« am: 02 Oct 10, 14:57 »
Vorgestern gefunden. Frage, ist es das was ich meine ? Bei dem Ullmannit bin ich mir ziemlich sicher, weil im
Mineralienatlas ein Bild des Minerals steht, daß mit der Form und dem Glanz übereinstimmt. Beide Steine habe ich auf der Halde der Grünen Hoffnung gefunden und beide Minerale gab es da auch.
Meine Hauptfrage: Ist die Pechblende (wenn es die ist) gefährlich ? Bei uns ist der Enkel immer um die Steine herum und nimmt auch viele in die Hand.Die ersten beiden Steine Ullmannit, die letzten Pechblende?
Der kleine Stein ca. 4 x 4 cm. ist für die Größe sehr schwer.
Danke für eine Antwort.[/img][/img][/img][/img]

Offline smoeller

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Re: Ullmannit und Pechblende ?
« Antwort #1 am: 02 Oct 10, 15:58 »
Hallo,

Kann dich beruhigen. Das ist keine Pechblende, sondern Schlacke. Im Siegerland wurde ja über eine lange Zeit Eisen gewonnen, da sind Schlacken nichts ungewöhnliches.

Pechblende ist in derart reichen Stücken sicher nicht aus dem Siegerland bekannt. Wenn es welche wäre, sollte man die schon kindersicher aufbewahren, wobei es eher um das Verschlucken oder Einatmen geht. Eine bloße Berührung oder das Anschauen des Minerals sind nicht weiter gefährlich, nur nicht unterm Bett oder im Wohnzimmer neben dem Sofa/Sessel aufstellen.#

Glück Auf!
Smoeller

Offline Haspelknecht

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Re: Ullmannit und Pechblende ?
« Antwort #2 am: 04 Oct 10, 08:18 »
Hallo und Glück-Auf!
Ich befürchte, Du hast da weder Ullmannit noch Pechblende gefunden. Auf dem Bild Nr. 1 könnte man mit etwas Wohlwollen "Ullmannit" erkennen, doch denke ich, dass es eher Bleiglanz ist. Auf den anderen Bildern erkenne ich Bleiglanz und Goethit. An Schlacke glaube ich auch nicht, da solche an der "Grünen Hoffnung" unwahrscheinlich ist. Für mich sieht das Pechschwarze wie Goethit bzw. wie die amorphe Form davon, der "Siderogel", aus. Man hatte für solche Ausbildungen früher den Namen "Stilpnosiderit". Könnte sein, dass auf dem einen Bild etwas Pyromorphit mit dabei ist - ist aber aufgrund der Bildqualität nicht gut zu erkennen. Im Übrigen ist "Pechblende" - also Uraninit - nur von einer Fundstelle im Siegerland bekannt - nämlich von der Grube Wildermann in Müsen. Und hier auch nur in mikroskopischer (mit bloßem Auge nicht erkennbarer) Verwachsung mit Gersdorffit. Im Siegerland strahlt also mehr der Finder eines guten Stückes als der Stein selbst ;-)

Gruß Markus

Offline Daachhex

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Re: Ullmannit und Pechblende ?
« Antwort #3 am: 04 Oct 10, 10:37 »
Bleiglanz habe ich auf der Grünen Hoffnung auch schon gefunden, hat mir jedenfalls ein anderer Sammler dort
bestätigt. Dieses hier sah aber anders aus, vielleicht, weil es nur ganz dünn in Flächen eingesprengt ist und so eine ganz andere Form hat. Dann habe ich den Stein mit den Bildern des Ullmannit im Mineralienatlas verglichen
und auf den zwei Bilder dort von Ramsbeck sehen die glänzenden Flächen genauso aus. Mit einer Nadel kann ich sie mit viel Druck ankratzen oder es heben sich kleine Flächen ganz ab (wie mein 2. Bild).
Aber na ja, irgendwann finde ich auch mal etwas Seltenes. Wenn ich Silber und Gold gefunden habe, höre ich auf !
Den zweiten Stein - 4 x 4 cm. - schlage ich heute mal auf, um zu sehen, was sich darin versteckt.
Danke für Eure Antworten.

Offline Haspelknecht

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Re: Ullmannit und Pechblende ?
« Antwort #4 am: 04 Oct 10, 11:27 »
Zumindest das Zweite ist hundertprozentig Bleiglanz. Das Erste kann man auf dem Bild schlecht erkennen, scheint mir aber (leider) auch welcher zu sein. Ich weiß im Übrigen auch von keinem Neufund von Ullmannit von der Grünen Hoffnung - würd mich interessieren, wenn es mal jemand gefunden hätte. Die Nennung von Ullmannit in den einschlägigen Listen geht auf die Beschreibungen des Herrn Ullmann selbst zurück. Das war um 1814...

Offline Daachhex

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Re: Ullmannit und Pechblende ?
« Antwort #5 am: 05 Oct 10, 17:13 »
Ich habe den Stein nun aufgeschlagen.  Er ist in drei Teile zerfallen, vorher war er an manchen Stellen etwas magnetisch und an einer Seite (die mit den Blasen) sehr magnetisch. Nun sind zwei Teile nicht mehr magnetisch und das eine Teil außen stark magnetisch. Vielleicht hat er das Feuer von dieser Seite aus schon mal gespürt. Sicher könnt Ihr an den Innereien des Steines dies feststellen ? Aber das Meiste am Stein blitzt
und blinkt silbern, obwohl auch viel eine[/img][/img][/img][/img] dünne Schicht grau darüber liegt. Zählt wohl dann doch zu Schlacke ?[/img][/img]

Offline Haspelknecht

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Re: Ullmannit und Pechblende ?
« Antwort #6 am: 06 Oct 10, 08:03 »
Anhand der Bilder ist es schwer zu beurteilen, ob das Schlacke ist, aber ich glaube nicht. Für mich sieht das aus wie ein Tonschiefer/Sandstein (was man früher "Grauwacke" nannte) mit derben Einschlüssen von Zinkblende (braunschwarz) und Bleiglanz sowie einem weißen Tonmineral (Kaolinit, Dickit, Illit oder ähnliches). Sowas kommt in Burbach vor. Ist aber, wie gesagt, anhand der Bilder schwer zu bestimmen.

 

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