Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten

Problematikum aus Sillschlucht (Innsbruck)

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Sebastian84:
Servus Schaufelartist!

Danke für deine Einschätzung. Aber: Strichfarbe ist grau; hätte ich vielleicht miterwähnen sollen. Oolithisch ist die Matrix nicht, sondern besteht aus Pflanzenfetzen (Erhaltung s.o.) in einer grau-grünen Grundmasse ohne erkennbare Struktur. Mir ist mit noch ein weiteres Detail an den metallischen Partien aufgefallen, dazu anbei die Kombination von Makromodus und Lupe, vielleicht hilft das weiter.

Gruß,
Sebastian

Kluftknacker:
Oh Yeah! Was für ein Zeuchs  :D

Hallo zunächst.

Das ist ja etwas. Meine ersten Eindrücke und Gedankenfetzen:
Bilder 1121 und 1122: Brekzie, tendentiell Schlacke
Bild 1113: Synthetisch bis Hüttenzuschlagstoff
Bild 1138:  :-\
Bilder 1136 und 1172: Hüttenzuschlagstoff
Bild 1141: Ja, wenn das Holz nicht wäre ... Sinterbildung aus dem Tertiär? ..... aber doch irgendwie Schlacke!
Bild 1177: Diese Struktur ist mir bisher nur bei Schlacke vorgekommen!

In Summa: sieht für mich irgendwie synthetisch bzw. anthropogen aus. Was es genau ist, da mag ich mich nicht festlegen.

Ein höchst interessantes Stück - auch wenn es nur Schlacke sein sollte.

Kluftknacker

Sebastian84:
Servus Kluftknacker und danke für den Hinweis!

Jaja, wer suchet, der findet ...und so bin ich jetzt auf das hier gestoßen, was überdeutlich für Schlacke spricht:
In der Nähe gab es eine Bronzezeitliche Brandopferstätte. Die Hitze war so gewaltig, dass der anstehende Quarzphyllit sogar in Laufschlacke überging. Das würde dann sowohl die grüne Färbung des Gesteins, als auch die metallischen Einschlüsse erklären. Beim genaueren Betrachten unter der Lupe sind mir zudem verschmolzene Gneisfragmente aufgefallen. Dass bei der notwendigen Hitze aber das offensichtlich eingeschlossene Holz seine Struktur behalten hat, überrascht mich dennoch.

Die Fundstücke wären demnach keine 08/15 Verhüttungsschlacke, sondern bronzezeitlich und dadurch umso interessanter.
Zum Schluß noch die Quelle: http://www.goldbichl.at/

Gruß,
Sebastian

strahler1975:
Super recherchiert !!

Gratuliere zu diesem interessanten Fund!
Das mit dem Holz dürfte seine Erklärung evt. darin haben, dass sobald es in die Schlacke gemischt war, wegen Sauerstoffmangel keine Oxidation mehr von statten ging - also verkohlt, aber nicht abgebrannt.

Hast du die Stücke direkt am Goldbichl gefunden ? - oder hast du evtl. einen 2ten Ofen gefunden ?

Glück Auf!!
Frank
 

Schaufelartist:
Oooops, sorry für meine voreilige Einschätzung!

Die Lösung war doch schließlich viel komplexer.

Grüße!

Peter

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