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Autor Thema: Steinschneiden - Höhenschlag  (Gelesen 3041 mal)

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Offline Achim

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Steinschneiden - Höhenschlag
« am: 01 Dec 10, 16:16 »
Hallo,

ich hatte beim Schneiden mit einem 200er Sägeblatt den Effekt, dass sich mehr und mehr ein Höhenschlag eingestellt hat, d.h. die Abnutzung des Diamantblattes war ungleichmäßig.
Je stärker der Effekt wurde, um so mehr hat die Säge in den Stein 'gehackt' - mit der Gefahr, dass Steine risse bekommen.
Gesägt wurde 'frei Hand'. Was war der Fehler?
> zu viel Druck?
> Kühlung mit Wasser, auch bei teils hartem Material (Calcedon)

Glück auf

Achim

Offline geomueller

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Re: Steinschneiden - Höhenschlag
« Antwort #1 am: 01 Dec 10, 16:53 »
Hallo Achim,
Gründe könnten aus meiner Sicht in gewichteter Reihenfolge sein:
1. Scheibe nicht richtig zentriert,
2. zu viel oder unregelmäßiger Druck auf die Scheibe,
3. häufiges verkanten des Steines z.B. durch schlechte Auflage oder häufiges drehen,
4. häufiges verklemmen des Steins bis zum Stillstand der Scheibe.
5. zu geringe Kühlung.

Messe mal die genaue Stärke der Trägerscheibe und des Sinterkranzes (auf min. 0,1 mm Genauigkeit). Wenn die Stärke gleich oder annähern gleich ist, ist der Kranz seitlich zu stark verschlissen und du kannst die Scheibe wegschmeißen da sich sich weiter ungleichmäßig abnützen wird und es zu häufigeren Verklemmungen kommen kann.

Gruß Jürgen

Offline Lausitz

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Re: Steinschneiden - Höhenschlag
« Antwort #2 am: 01 Dec 10, 17:45 »
Hallo Achim,Wasserkühlung ist nicht optimal. Wenn du trotzdem mit Wasser kühlst dann mach paar Spritzer Fit ins Wasser. Ich selbst säge so auch und es klappt ganz ordentlich.
Zitat
zu viel oder unregelmäßiger Druck auf die Scheibe,
ist beim freihandsägen ein ziemliches Problem,und ist hauptsächlich Ursache eines unrund werdenen Blattes. Hier macht viel Übung den Meister.
Gruß

Offline fassi

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Re: Steinschneiden - Höhenschlag
« Antwort #3 am: 01 Dec 10, 19:23 »
einen Höhenschlag durch freihandsägen kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen ..
auch unterschiedlicher druck  ist recht gewagt - bei 300 U-min müssten demzufolge ca 600 Lastwechsel pro minute passieren  ;)
Dann doch eher das Verklemmen -
Ich säge mit der Kleinen auch freihand ( das einspannen nervt auf dauer ) aber ich hab das auch recht lange geübt um den dreh etwas herauszubekommen .
das hat natürlich einige Blätter gekostet ..
Darum die billigen von Mikon .. ;) die tun es auch
was für ein Blatt ist es denn ?? ein richtig gutes Teures Mineralienblatt? oder eher Baumarkt

Offline Lausitz

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Re: Steinschneiden - Höhenschlag
« Antwort #4 am: 01 Dec 10, 19:47 »
Hallo fassi, einspannen? klären wir mal freihandsägen.
Ich spanne nichts ein ich halte und führe von Hand,daher freihandsägen und da wechselt sehr wohl der Anpressdruck auf das Sägeblatt.
Gruß

Offline fassi

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Re: Steinschneiden - Höhenschlag
« Antwort #5 am: 01 Dec 10, 20:44 »
Ja sicher ändert sich der anpressdruck - aber doch nicht so oft das sich ein Blatt nur auf einer hälfte abnutzt oder  ???

so sehr kann keiner zittern.... 8)

Offline Ralf

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Re: Steinschneiden - Höhenschlag
« Antwort #6 am: 02 Dec 10, 22:12 »
Hallo Achim,

prüf zunächst mal, ob die Welle Spiel hat.

Ansonsten tippe ich am ehesten auf ein anhacken des Sägeblatts. Sprich vielleicht hast Du irgendwann mal ein Stück beim Ansetzen zu heftig und mit einem Ruck gegen das Blatt gedrückt, was eine winzige Delle erzeugen kann. Das baut sich mit der Zeit dann auf und wird immer heftiger.
Wenn das Blatt teuer war und noch gut besetzt ist, kannst Du es abschleifen lassen. Dann ist der Höhenschlag weg. Der Verlust ist dabei sehr gering.

 

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