Hallo,
vorab hatte ich ja schlimme Befürchtungen, dass es sich beim "Uranberg" um ein Machwerk handeln könnte, welches sich in die Reihe jener Werke einreiht, die im Zuge der "Geschichtskonjunktur" im deutschen Fernsehen derzeit in die Wohnzimmer gespült werden und in denen die Momente des Fremdschämens in bedenklicher Anzahl vorhanden sind. Dann sah ich den Namen Henry Hübchen und war beruhigt.
War gar nicht mal schlecht der Film. Gut, inhaltlich fällt dem Bergbauinteressierten manches auf (Wetterschacht an den Greifensteinen; einmal eine riesige Plateauhalde im Hintergrund), was aber der Handlung für die Allgemeinheit keinen Abbruch tut. Sieht man mal von der stellenweise auftretenden "Wir schaffen ja so wahnsinnig brüderlich ein tolles neues Deutschland"-Attitüde ab, war das ganze doch anschauenswert. Allerdings war der Film viel zu kurz; man hätte sich einen Gefallen getan, das ganze als Zwei- oder Dreiteiler anzulegen. Wie stand es so schön in der Programmzeitschrift: viele Konflikte werden nur angedeutet. So war´s denn in der Tat etwas bruchstückhaft, aber wenigstens ohne mit Zuckerkulör überzogenem Ende;-)
Gruß
Andreas