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Autor Thema: "Wasserdruse" Pöhla  (Gelesen 16051 mal)

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Offline Jochen1Knochen

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #15 am: 19 Dec 10, 13:03 »
Hallo Gerhard!
20Tonnen?
Bei einer Dichte von 5,7 für Arsen wäre das in reinem Arsen 3,5 kubikmeter
Reines Silber mit einer Dichte von 10,5 entspricht ca.2 kubikmeter
Ein Gemisch beider Minerale wird auch nicht mehr.
Wegen solchen Kleinmengen hätte sich keiner umgedreht!
Gruß Jens

Offline Goldi85

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #16 am: 19 Dec 10, 17:13 »
Hallo,

jetzt wo sich doch einige gefunden haben, die sich mit dem Vorkommen scheinbar recht gut auskennen: Gab es in Pöhla denn auch mal einen Goldfund? Ich kann mich noch vage daran erinnern, dass es in dem Café (Büro, Kasse...?) beim Besucherbergwerk mal eine kleinere Mineralienausstellung gab. Und da stand eine größere Stufe, die als ged. Gold beschriftet war. Hat auch optisch gepasst  ;). Kann das sein? Hat mich damals schon gewundert.

Gruß  Daniel

Offline Gerhard

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #17 am: 19 Dec 10, 19:23 »
Hallo Jens
Natürlich war der Silberanbruch nicht ein Gemisch von Arsen und Silber. Der Anbruch bestand aus den genannten
20 to (Es gibt auch Angaben mit 200 to) mit große Mengen gediegendes Silber ,das aufsaß auf gediegen Arsen usw.
Dergrößte Teil wurde in der Halde vergraben. Wieviel und ob noch Teile des Ganges anstehen ???!!!
Aber doch mal etwas anders. Schneeberg -im Mittelalter die große Silberstadt.
Das Gesamt ausbringen an Silber in der St. George Fundgrube betrug im Jahr 1477 gute 5 to (In dieser
Grube fand das legende Gastmahl mit Herzog Albert statt.-aber nicht an einem Silbertisch mit 400 Zentner)
Das gesamte Silberausbringen der Gruben -wie    St. Georg
                                                                       Heilige 3 Könige
                                                                       Ritterzeche
                                                                       St Katharina
                                                                       und andere betrug 1477 insgesamt 18 to
Der Silberanbruch von 1990 hätte im Mittelalter Pöhla zu einer reichen Bergstadt gemacht.
Villeicht wir einmal die Halde im Luchsbachtal abgefahren aus Gründen die..............?
Dan kommt das Silbererz zum Vorschein.
Gruß Gerhard


Hätte ich ja beinahe vergessen. Claudia, ich erlese viel aus allmöglichen Zeitschriften -Dokumentationen
und Bücher über Bergbaugeschichte und schreibe es auf. So war ich auch in der Landes bibliothek
Dresden und in der Freiberger Uni -Bibliothek  usw.

Offline Jochen1Knochen

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #18 am: 19 Dec 10, 20:02 »
Hallo!
Dieses Stück von 7x5x5,5cm wiegt 800g!
Das Stück enthält ged.Silber.Mit anhaftentem Gestein komme ich auf eine Dichte von 4,166.Das wären 4,16t pro Kubikmeter.Ergibt 5 Kubikmeter Masse für 20t Erzanbruch!
Zuwenig um drüber zu reden ;D
Also meine Informationen damals waren 200t.Ich habe allerdings vergessen ob das den Silbergehalt oder die Gesamtmasse betraf.Gesprochen wurde vom größten Silberanbruch,den es jemals im Erzgebirge gab.
Weiterhin sind diverse Mengen des Silber-Arsengemisches dennoch in die Aufbereitung nach Uran gegangen.Dieses Haufwerk lagerte innerhalb einer Umzäunung auf der Erzhalde.Da habe ich damals das Volumen von ca.6 LKW Ladungen gesehen.
Ein großer Teil war erzfrei (URANFREI) und ging auf Halde und wurde mit ca.3m Bedeckung versehen.
Ich sollte damals mit danach graben(was viele taten),aber mich hat das Zeug nicht so richtig interessiert!Ich war mehr auf Pegmatitmineralien aus.
Im Zuge der Rekultivierung der Halde wurde das Silber nochmals überschoben womit es ca.10m tief liegt und dort verrotten wird.
Gruß Jens

Offline Fritzi

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #19 am: 19 Dec 10, 22:00 »
Hallo Gerhard,

aha, so halt ich's auch, nur daß ich wegen Mangel an Zeit maximal bis in die Freiberger Uni-Bibliothek komme.

BG
Fritzi

Offline Walpurgin

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #20 am: 21 Dec 10, 14:21 »
Kleiner Nachtrag zur Wasserdruse
Die Druse war ca. 2 x 2 m groß und bestand hauptsächlig aus Calcit und Quarz.
Diese befand sich auf der +300 m Sohle direkt am Skarn im Grubenfeld Tellerhäuser.
Info hab ich von einem ehem. Hauer der Grube

Offline Jochen1Knochen

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #21 am: 21 Dec 10, 18:18 »
Hallo!
Und warum hieß das kleine Teil Wasserdruse?Kam da ein Schwapp Wasser raus? Oder lag die im Boden unter Wasser? Hat der da was erzählt?
Es grüßt ein neugieriger Jens ::)

Offline Zerstreuter Professor

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #22 am: 21 Dec 10, 18:25 »
@wissbegieriger jens  :)  ...da kam mehr als ein schwapp wasser aus der druse raus ...ca. 2/3 waren mit wasser gefüllt

Offline Bergbaumaulwurf

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #23 am: 21 Dec 10, 20:39 »
Glück Auf!
Danke Walburgin!
Jedenfalls weis ich erst mal bescheid und werde das gute Stück wie alles in Ehren halten. Zumal davon ein Stück zu besitzen einen doch Stolz machen kann!
Bergbaumaulwurf

Offline Jochen1Knochen

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Re: "Wasserdruse" Pöhla
« Antwort #24 am: 21 Dec 10, 21:42 »
Also ich bin immer noch neugierig-was waren die Fundumstände-ist das Wasser bei der Sprengung nicht ausgelaufen?Haben die die die Druse manuell auslaufen lassen oder sind die in Badehose eingestiegen?
Jens!

 

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