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Autor Thema: Defintion der Kristallmenge  (Gelesen 17463 mal)

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Offline Erik

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #30 am: 16 Dec 04, 09:12 »
Hallo Collector,

habe jetzt mal alle Bilder eingefügt, läßt sich ja noch ändern wenn jemand ne bessere Idee hat!
Aber mit dem 'Inhaltsverzeichnis' am Anfang - was Silvio dankenswerterweise eingefügt hat - ist das ganze doch relativ übersichtlich geworden! :D

Gruß, Erik

Offline Philip Blümner

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #31 am: 16 Dec 04, 09:21 »
Das schaut ja klasse aus!
Da hätte ich noch eine Frage...wäre Uranophan und Okenit nun radialstrahlig oder Flaum?

Offline Collector

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #32 am: 16 Dec 04, 09:28 »
Hallo slugslayer

kommt drauf an:

Uranophan kommt in nadligen Kristallen, als fasrige oder samtige Krusten oder massiv vor.
Okenit sind eindeutig radialstrahlige fasrige Bälle ( aber seltener auch in kurvigen Kristallen)

collector

Offline Philip Blümner

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #33 am: 16 Dec 04, 10:24 »
und was wäre dann ein Beispiel für Flaum? Schimmelit?  ;D

Offline Collector

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #34 am: 16 Dec 04, 12:53 »
Ne, richtig ist "Flaumit " oder " Pflaumit ". Findet man oft auf vergammelten Zwetschgen oder verschimmeltem Brot.
Grössere Aggregate heissen " Pflaumenaugustit ". Französisch ausgesprochen sind das dann " Flomite ", und die sind meist fettig und speckig. Wenn man sie nicht mehr braucht, werden`s dann" Mistite" oder  " Wegschmeissite ".

Korrekt: Flaumartig im Sinne eines ganz neu gebildeten Minerals ( sogen. rezente Bildung), was so fein und weich ist,  dass es meist schon mit dem Finger weggewischt werden kann. Findet man nicht selten in alten Stollen, aber auch oft als sogen. Schwefelblüte an aktiven Vulkanen. (Sublimate / Dämpfe ).
Daher die Aggregatsbezeichnung: Flaumig-blütenähnlich.

gruss
collector

Offline Philip Blümner

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #35 am: 16 Dec 04, 18:18 »
very interesting, Peter!

Das trifft aber nicht auf alle Mineralien zu? Nur auf die, die eine flaumige rezente Bildung machen.

Offline Collector

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #36 am: 16 Dec 04, 18:37 »
ja, im Prinzip schon.

Die letzten von mir gefundenen "Flaume" waren Pikropharmakolit (Aghbar im Bou Azzer Revier) und Chalkanthit. Der letztere ist eine Neubildung welcher über 1000 qm in einem alten Einstiegsstollen in einem Untertage-Abbau bei Kaymar, Südfrankreich, bedeckt. Stell Dir vor: 1000 qm tintenblaue Chalkanthite - und alle nicht zum Sammeln, da zu " flaumig ".

Im Grunde in vielen aufgelassenen Erzgruben mit Sulfiden, Arseniden und Arsenaten, aber auch Phosphate und Karbonate- da profilieren sich gerade n`paar Freaks drauf , um neue Mineralien zu entdecken.

Ich glaube, flaumige Mineralien zu sammeln, ist ein neues Gebiet, wenn man die richtige Konservierungstechnik hat.
Ist aber fast wie Schmetterlinge, da soll man ja auch nicht die Flügel anfassen.

Und erstmal die Sublimate (Exhalationen). War im Januar mit meiner Frau im Vulkan Ijen auf Java / Indonesien. Alles, alles voll mit rezent gebildetem Schwefel - man kann zuschauen, wie der entsteht. Aber alles nur flaumig und hauchdünn, nichts zum Sammeln.

gruss
collector

Offline Schluchti

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #37 am: 16 Dec 04, 22:54 »
Sehr schöne Lexikonbeiträge die da zur Zeit entstehen!  Große Klasse :)

Ich hätte zu erdigen Massen / Ausblühungen noch ein Bildchen beizusteuern, wenn es verwendbar erscheint.

siehe hier http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,2198.0.html

Offline Collector

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Re: Defintion der Kristallmenge
« Antwort #38 am: 17 Dec 04, 07:29 »
nix wie rein damit, wenn es ins Konzept passt.

collector