Glück Auf!
jetzt wollte ich eine Bilderdiskussion starten, um in Erfahrung zu bringen, um was es sich denn bei Chromocker handelt und warum Chromocker in Porphyren auftreten kann. Wie ich nun feststellen konnte, führte der Begriff schon früher zu Diskussionen, so dass ich diese hier mal fortsetzen möchte. Das Bild ist erst einmal folgendes:

Was ist Chromocker?
Nun habe ich eine Beschreibung zu Chromocker gefunden:
Mineral aus der Ordnung der Silikate, findet sich derb und eingesprengt, auch als Überzug und erdig, ist grasgrün bis zeisiggrün, matt, durchscheinend oder undurchsichtig, besteht aus chromoxydhaltigem Thon und findet sich als Begleiter des Chromeisensteins, wie auf der Shetlandinsel Unst u. a. O., auch als Zersetzungsprodukt von Porphyren, wie zu Halle und Waldenburg in Schlesien.
aus der Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, VierteAuflage, 1885-1892;4. Band, Seite 105 (im Internet seit 2005; Text geprüft am 22.7.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am31.5.2021 mit URL: Weiter:
https://peter-hug.ch/04_0106?Typ=PDF)
Nun scheint Chromocker synonym mit Anagenit zu sein und im Weiteren eine chromhaltige Varietät von Halloysit. Gibt es eine Veröffentlichung, die belegt, warum man den Chromocker ausgerechnet dem Halloysit zuschlägt? Nun scheinen sowohl Chromocker also auch Halloysit hier im Mineralienatlas noch nicht als Seite zu existieren. Bei Halloysit sind eine Cu-haltige Varietät und eine Zr-haltige Varietät eingetragen. Wäre es jetzt sinnvoll eine Cr-haltige Varietät zu ergänzen? Oder wäre es hilfreicher eine Seite für den Chromocker anzulegen, den obigen Text einzufügen und ein paar Links zu knüpfen? Oder die Halloysitseite etwas ausbauen mit der Varietät?
Woher kommt das Chrom in einer eigentlich chromfeindlichen, geologischen Umgebung eines Porphyrs? Für das Beispiel von Glauchau kann ich mir ja noch eine Verschleppung aus den chromhaltigen Serpentiniten aus dem Rand des Granulitgebirges vorstellen. Die oben genannte Quelle verweist auch auf Vorkommen in Porphyren und nennt als Beispiel Halle. Da sind meines Wissens Chromquellen aber weit weg. Und für Chromocker braucht es ja schon ein bisschen mehr als nur homöopathische Dosen, auch wenn Chrom nur als färbendes Pigment enthalten sein wird. Vielleicht kann mich da ja jemand etwas erleuchten.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut