Hallo,
ich lese in diesem Thread schon ziemlich lange mit und werde mit dem "roten Stein" irgendwie nicht grün. Die bisher genannten Deutungen sind nachvollziehbar, aber ein paar Details passen nicht dazu:
Die Komponenten des Gesteins sind durchweg von andersartigen Säumen umgeben. Während die Kerne der Komponenten eckig sind (Gesteinsbruchstücke), sind die Komponenten selbst gerundet. Teilweise wird eine Komponente von mehreren gemeinsam umhüllten Bruchstücken gebildet.
Was für ein kompliziertes Verfahren wäre das bei der Betonherstellung, zuerst Gesteinsstücke mit einer Hülle zu umgeben, um sie dann in eine Matrix einzugießen? Würde für einen geschnittenen Deko-Kunststein ja noch einigermaßen Sinn machen, aber dann würde man sicherlich schönere Gesteine als Komponenten verwenden.
Mir drängt sich da der Gedanke an Vulkanoklastika auf. Xenolithe oder Deckschichtenbrekzie mit Lavasäumen in einer verfestigten Aschenmatrix. Das ganze kann vor der endgültigen Diagenese durchaus noch durch Wasser umgelagert worden sein, was die Rundung der Komponenten und die allgemein konglomeratische Textur des Gesteins verursacht haben könnte. Oxidation der matrixbildenden Asche kann zu der intensiven Rotfärbung geführt haben, sofern die nicht sowieso schon primär vorhanden war.
Gruß,
Rainer