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Trennung Feuerstein - Hornstein - Quarz

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Achim:
Hallo Leute,

da in meiner Region es keine 'echten' Mineralien gibt orientiere ich mich in Richtung hiesiger Fundmöglichkeiten.
Da wäre in 50min Anfahrt die Hohenloher Ebene mit Hohenloher Feuersteinen und Kieselhölzern, und - in 5 min erreichbar Hochschotterfelder des Pleistozän am Aurachtal.

Zum Aurachtal lese ich in der Literatur von Kieselhölzern und Quarzen. Was ich letzte Woche gefunden hatte waren teils aber klassische Feuersteinknollen mit Cortex bräunlichen, halbopaken Kernen und typischen Bruchverhalten. Auch gab es einige relativ farbenfrohe Quarzvariatäten. Um die Stücke nicht falsch zu benennen brauche ich etwas Unterstützung.

Zu Feuerstein habe ich gefunden, das es sich hierbei primär um Calcedon als kryptokristalliner Quarz handelt. Farbiger Caledon wird teils auch als Jaspis bezeichnet, oder Karneol (wenn rot). Je mehr ich mich mit dem Thema auseinander setze, je größer wird die Unsicherheit.

Anbei eine Reihe von Bildern. Hier würde mich interessieren, wie Ihr die Stücke ansprechen würdet (am besten mit kurzer Begründung)

Viele Dank vorab

Achim

p.s. alle Stücke wurden geschnitten und poliert

Bild1
Trennung Feuerstein - Hornstein - Quarz

Bild3
Trennung Feuerstein - Hornstein - Quarz

Bild5:
Trennung Feuerstein - Hornstein - Quarz

Bild7:
Trennung Feuerstein - Hornstein - Quarz

Bild9:
Trennung Feuerstein - Hornstein - Quarz

Bild11:

Mark77:
Hallo Achim,

die Hohenloher Feursteine sind allesamt Keuperhornsteine.
Der Begriff Feuerstein ist - aus mienralogischer und archäologischer Sicht - für die Verkieselungen der Kreidezeit und jünger reserviert.
Alles was älter ist, wird als Hornstein bezeichnet, wobei die Mineralogie 'Hornstein' für die verkieselten Böden, Wurzeln, usw. aus z.B. dem Perm verwendet. In der Archäologie nutzt man den Begriff auch für Jura, Keuper & Muschelkalk.
Das Besondere am hohenlohischen Material ist die achatisierung der Hornsteine. Keuperhornsteine haben allgemein einen typischen Chalcedon-Charakter, die von der Hohenolhischen Ebene ähneln stark Jaspis und Achat (v.a. Moosachat).
Es gibt zum material eine interessante Homepage (http://www.hohenloher-feuersteine.de/) und ein Buch (siehe diese HP).

Schöne Grüße,
Markus

Achim:
Hallo Markus,

die als Bilder eingebundenen Steine stammen allesamt nicht aus der Hohenloher Ebene, müssten wenn ich es richtig eruiert haben aus der jüngeren Jura stammen, somit also nach
der mineralogischen Definitions Hornstein darstellen, wenn es sich nicht einfach um 'Quarz' handelt.
Mit der richtigen 'Ansprache' der abgebildeten Steine habe ich es nach wie vor schwer. Kann jemand helfen?

Viele Grüße

Achim

Mark77:
Hallo Achim,

das Bildmaterial oben in deinem ersten Beitrag zeigt alles Keuperhornsteine.
Die Bilder 3 und 4 zeigen die klassische Variante des Mittleren Keupers.

Schöne Grüße,
Markus

Armin:
Hallo Achim
mir geht es genauso mit der Fachlich korrekten Bezeichnung dieser "Feuersteine".Als ich in Idar-Oberstein zum Sägen eines Hohenloher Feuersteins war meinte der Edelsteinschleifer ohne zu wissen wo der Stein her ist, das es ein Ackerjaspis ist. (Bild 1)
Vielleicht kann mir auch einer helfen ich habe Steine gefunden wenn ich die gegen das Sonnenlicht halte sind die durchscheinend bin mir nicht sicher ob das ein Sarder ist (Bild 2). Diese durchscheinende Steine sind meist braun bis orange oder sogar rot.Ist der rote dann ein Karneol (Bild 3)?
Gruß Armin

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