Hallo Rainer,
nagut für diese spezielle Sache ist die Info im Lexikon wirklich etwas dünn, ist ja auch nur als Überblick für die Lagerstätte gedacht.
Hier nun aus der 28-seitigen Erläuterung der Geologie des "Culmitzscher Halbgrabens" der Teil der sich mit dem Basaklonglomerat beschäftigt in welchem die Koniferenstämme vorkamen.
"Basiskonglomerat (BK)
Die Zechsteinschichten des Culmitzscher Halbgrabens beginnen mit einem grauen Basiskonglomerat, das die ordovizischen Tonschiefer diskordant überlagert. Es ist in den Lagerstätten Culmitzsch und Gauern verbreitet und setzt sich nach NW über die Uran-Lagerstätte Gera-Süd bis in das Geraer Zechsteinbecken fort. Nach Süden in den ehemaligen Lagerstätten Trünzig und Sorge-Settendorf fehlt das graue Basiskonglomerat. Die hier auftretende basale Geröllführung unterschiedlicher Mächtigkeit stellt Basalkonglomerate (Kg) verschiedener Horizonte des tieferen Zechsteins dar. Es handelt sich um rotbraune Konglomerate der terrestrischen Rotsedimente bis zum Culmitzscher Sandstein, die diskordant auf ordovizischen Tonschiefern lagern und zeitlich nicht mit dem Basiskonglomerat gleichzustellen sind. Vermutungen über das Vorhandensein grauer konglomeratischer Schichten im Bereich Trünzig, Sorge-Settendorf haben sich durch Auswertung alter Bohrergebnisse (1959) und der jüngsten Bohraufschlüsse (1991, 1992) nicht bestätigt.
In der ehemaligen Lagerstätte Culmitzsch füllt das Basiskonglomerat becken- und rinnenförmige Vertiefungen aus, die eine präzechsteinische N-S- und E-W-Bruchtektonik widerspiegeln. Im Nordteil wurde mit ca. 6 m die größte Mächtigkeit nachgewiesen, die auf Schwellenbereichen gegen 0 m geht. Im Bereich Gauern beträgt die Mächtigkeit nach alten Angaben 2-4 m.
Das Basiskonglomerat erhält durch die kaum kantengerundeten Gesteinstrümmer aus Tonschiefern und Phylliten eine graugrüne Färbung. Das Bindemittel ist meist karbonatisch, kann auch kieslig sein. Die Geröllgröße beträgt 1-2 cm, größere Gerölle bis 10 cm sind selten. Der kantengerundete Geröllbestand umfasst: Tonschiefer, Phyllite, Quarz; seltener Quarzite, Lydite, Diabas und Grauwacken; Granit, Quarzporphyr und Orthoklase bilden Ausnahmen.
Im Nordteil der ehemaligen Lagerstätte Culmitzsch wurden im Basiskonglomerat auf einer Fläche von etwa 30 x 80 m 40 Vorkommen von vererzten inkohlten Coniferenstämmen gefunden. Die unregelmäßig eingelagerten, bis 2,5 m langen Hölzer zeichneten sich durch eine intensive Uranvererzung (Uranpechblende-Nastruran) und durch Sulfidanreicherungen aus. Als Sulfide traten nach Häufigkeit geordnet auf: Galenit, Sphalerit, Chalkopyrit, Bornit, Chalkoszin, Covellin, Pyrit, Bournonit, Fahlerz, Kobaltglanz und Argentit.
Auch im Bindemittel des Basiskonglomerates traten sporadische Anreicherungen einer Uran- Sulfidvererzung auf.
Die Sulfidvererzung hatte keine wirtschaftliche Bedeutung, absolute Gehalte sind nicht bekannt geworden.
Die uranhaltigen Bereiche des Basiskonglomerates wurden abgebaut.
Das Basiskonglomerat bildet mit seinen Resten auch jetzt noch die natürliche Unterlage der IAA Culmitzsch."
So mehr ist mir dazu nicht bekannt.
Gruß Jürgen