Hallo Damian, herzliche Grüße an ALLE!
Das Gestein ist ohne Zweifel Flint (Feuerstein) mit seinen typisch muscheligen Bruchstellen. Bei dem säulenförmigen Objekt kann es sogar ein Stück einer Grabgangausfüllung sein (etwa Thalassinoides sp., Decapoda - zehnfüßige Krebse). Ihre Grabgangdurchmesser erreichen in meinem Untersuchungsgebiet (Cenomanium, Sächsische Kreide) bis 2,5 cm und reduziert kann er sogar weit unter 1 cm liegen. Bei einem Schwammrest könnten im Feuerstein mehr Skelettanteile vorhanden sein. Hier ist es eher eine ausgefüllte "Röhre", deren Kreide-Außenwandung bereits herausgelöst wurde. Das Geröll stellt eine typische "Hühnergott-Vorstufe" dar, denn bei weiterem Kreideherauslösen lockert sich der Steinkern und fällt heraus. Zurück bleibt ein durchgängiges tiefes Loch, welches sich bei weiterem Gesteinsabrieb kantengerundet aufweitet. Weiterhin könnte auch der leicht ovale Querschnitt auf einen Grabgang hindeuten. Im Sandstein (z.B. der unteren Oberkreide Bereich Elbsandsteingebirge) finden sich derartige Gebilde, jedoch statt in Feuerstein, hier in Form einer Sandsteinausfüllung (Steinkern).
Mit herzlichem Glück auf!
Timo