Guten Abend,
ich möchte ein kristallines Geschiebe zur Diskussion stellen, das ich mit Vorbehalt vorerst als Ignimbrit bezeichnen möchte, obwohl es keinem der mir bekannten skandinavischen Ignimbrite entspricht. Zu erkennen ist die polierte Oberfläche (Breite: 4 cm) einer frischen Bruchfläche. Beschreibung: In einer sehr feinkörnigen bis dichten feldspatdominierten, gelblichen Grundmasse liegen eine größere Anzahl, maximal 3 mm großer, rötlicher Feldspat-Einsprenglinge, die sich aufgrund ihrer deutlich ausgeprägten perthitischen Entmischung als Alkalifeldspäte zu erkennen geben. Diese sich optisch nur wenig von der Grundmasse abhebenden Einsprenglinge sind zumeist isomorph (in diesem Fall rechteckig) ausgebildet und regellos in der Grundmasse verteilt. Sie zeigen keinerlei Risse oder Verformungen. Dunkle Minerale sind zwar vorhanden, treten aber insgesamt doch sehr zurück. Obwohl keine Quarz-Einsprenglinge vorhanden sind, enthält das Gestein einen gewissen Quarzanteil in Form einheitlich ausgerichteter grauer Schlieren, die beidseitig von einem schmalen hellen Saum begrenzt sind (flachgedrückte ehemalige Bimsfladen?). Teilweise gewellt schmiegen sich diese um einige der Einsprenglinge herum.
Viele Grüße
Sprotte