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Autor Thema: Ackerfund / Schlacke  (Gelesen 7099 mal)

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Offline Chrischan

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Ackerfund / Schlacke
« am: 13 Jun 11, 13:10 »
Hallo,

komme grad von der Huderunde rein und hab mal wieder was gefunden. Diesmal am Rand eines Ackers gleich bei mir um die Ecke. War eigentlich nicht auf suche, aber als mein Blick so Richtung Ackerboden schwenkte entdeckte ich diesen Stein. Irgendwie schaut er Interessant aus, aber da der angrenzende Feldweg Teilweise befestigt ist, vermute ich mal das es so ne Art Hochofenschlacke ist, obwohl ich bei der Internetrecherche kein vergleichbares aussehendes Bild finden konnte.... Größe des Steines ca. 110*80*60mm

Grüße
Christian

Offline Chrischan

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Re: Ackerfund
« Antwort #1 am: 13 Jun 11, 13:12 »
........eine Nahaufnahme.....

Offline Chrischan

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Re: Ackerfund
« Antwort #2 am: 13 Jun 11, 13:14 »
.......und noch eine

Offline Conny3

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Re: Ackerfund
« Antwort #3 am: 13 Jun 11, 14:42 »
Hallo Christian,

ja das ist irgend etwas Künstliches, ich habe auch so einen ähnlichen Brocken im Garten liegen. Irgend eine "Sinterschlacke" ist mir einmal gesagt wurden. Das Stück befand sich allerdings in einer alten Schulsammlung. Auf keinen Fall Baryt.

Gruß Conny

Offline Mineralroli

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Re: Ackerfund
« Antwort #4 am: 13 Jun 11, 15:04 »
Hallo
Zitat
ja das ist irgend etwas Künstliches. Irgend eine "Sinterschlacke"
Na ja dem würde ich nicht ganz zustimmen da eine deutliche Kristallstruktur (taflig) Baryt, Calcit,Zeolithe...erkennbar ist.
Es ist ein abgerolltes Stück und die einstigen tafligen Kristalle waren m.E. mit einem anderen Mineral vergesellschaftet.
Durch die Verwitterug hat sich eine Art Relief der verwitterungsbeständigen, tafligen Kristalle gebildet.
Wäre es eine Schlacke müßte man Erkundigungen einholen ob es in der Vergangenheit in dieser Region eine Verhüttung gegeben hat.

Beste Grüße
Roland

Offline Conny3

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Re: Ackerfund
« Antwort #5 am: 13 Jun 11, 16:38 »
Hallo Roland und Christian,
nun das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen. Ab in den Garten und das gute Stück gesucht und auch gefunden: Es ist recht schwer (also spricht doch für Baryt) aber auf der Unterseite ist das Stück ganz glatt (wie in eine Form gegossen). Seitlich sind Löcher (wie Blasen) worin aber auch kleinere Kristalle an der Unterseite zu finden sind. Die Oberseite der "Drusen" ist ganz glatt und rund. Dann die "Kristalle" auf der Oberseite der Stufe. Diese hatte ich im Jahr 2000 aus einer alten Schulsammlung vor dem Container gerettet. Der damalige Chemielehrer sagte mir etwas von Sinterschlacke (Jenaer Glaswerke Schott). Das war mir plausibel und das vermeidliche "Barytstück" wanderte in den Garten, wo es die Jahre bis heute unbeschadet überstanden hatte. Farbe leicht rosa, siehe Bilder von unten, von der Seite und die "Kristalle".

Gruß Conny

Offline Chrischan

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Re: Ackerfund
« Antwort #6 am: 13 Jun 11, 17:37 »
Hallo Roland und Conny,

..ca.30km von hier befindet sich die Baruther Glashütte und da Conny sein "Stück" laut dem Chemielehrer von den Jenaer Glaswerke stammt und die Kristalle auch so "tafelig" ausschauen kann es ja sein das es als Abfallprodukt bei der Glasproduktion entstanden ist und dann als Befestigungsmaterial für Feldwege etc. genutzt wurde und so dann auch hier her kam, ansonsten wüsste ich jetzt nicht ob es noch andere Verhüttungen hier in der Region gegeben hat.

Grüße
Christian ;)

Offline Kay

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Re: Ackerfund
« Antwort #7 am: 13 Jun 11, 18:27 »
Hallo Conny,

das finde ich wirklich interessant.
Natürlich habe ich auch schon diverse Schlacken gesehen, aber noch nie solch taflige.
Die Abbildung Schlacke2 sieht fast schon wie Baryt aus.

Gruß
Kay

Offline Mineralroli

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Re: Ackerfund
« Antwort #8 am: 13 Jun 11, 18:53 »
Hallo Conrad
Na ja, die glatte Unterseite läßt bei mir etwas Verwirrung aufkommen, aber die "Blasenräume" zeigen eher Kristallnegative und keine gerundeten Blasen wie sie bei Schlacken zu erwarten sind.
Als weiteres sind mir taflige Bildungen als Abfallprodukt der Glasindustrie völlig unbekannt. Anscheinend wurde noch etwas anderes verhüttet (Glas kann es nicht sein).
Wenn Schwerspat verarbeitet wurde gäbe das einen Sinn, denn dann hätten wir die tafligen Kristalle die nicht durch die Schmelze gegelöst wurden und gleichzeitig die glatte Unterseite.
Es könnte demnach sein das nicht vollständig verhütteter Baryt auf Halde gelangt ist. Meine Hypothese. Das es Schwerspat ist wurde ja schon durch das größere Gewicht bemerkt.

Beste Grüße
Roland

Offline Conny3

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Re: Ackerfund
« Antwort #9 am: 13 Jun 11, 21:05 »
Hallo,
das Stück stammt, wie schon gesagt, aus einer alten Schulsammlung. Der Chemielehrer meinte auch nur das es so etwas sein könnte.
Ich werde es mal reinigen und noch einige Bilder von der Druse mit der glatten Oberfläche machen. Unten sind dann auch
solche Kristalle wie auf der Oberfläche. Wenn der "Baryt" einen solchen Verhüttungsprozess
übersteht, stellt sich natürlich die Frage nach der Herkunft. Die Sammlung stammte aus den 20er Jahren
und da kämen alle möglichen Fundorte in Frage (Freiberg, Medenbach, etc.). Vielleicht erkennt jemand ähnliche Kristalle von einem Fundort
und kann ihn so einschränken.

Bilder:
1. Blick noch einmal auf die glatte Unterseite (Detail)
2. Blick in eine Blase mit glatter Oberseite und Kristallen unten, BB: ca. 3 cm

Gruß Conny
« Letzte Änderung: 13 Jun 11, 21:20 von Conny3 »

Offline Erik

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Re: Ackerfund
« Antwort #10 am: 14 Jun 11, 11:07 »
Hallo,

für mich ist das eindeutig Baryt, auch der Brocken von Christian übrigens; Fundorte...naja, ich kenne alleine in der Gegend um Aschaffenburg einige Stellen mit völlig identischem Material, inkl. der flachen Unterseite und der Hohlräume. Glaube daher nicht, dass es möglich ist, sich auf einen Fundort festzulegen.

Gruß, Erik

Offline felsenmammut

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Re: Ackerfund
« Antwort #11 am: 14 Jun 11, 14:14 »
Glück Auf!

Der Fund von Chrischan kann künstlich sein (Bild Acker1 und Acker2 sehen auf den ersten Blick wie Schlacken aus, z.B. Fayalitschlacken, die Bilder Acker3 und Acker4 widersprechen dem aber). Was die Industrie sonst noch so an Produkten oder Schlacken hervorgebracht hat und diesem Fund ähnelt, weiß ich nicht. Ich will daher eine künstliche Entstehung und nicht ausschließen, zumal nur Bildmaterial zur Verfügung steht. Ich favorisiere bei dem Fund eine natürliche Entstehung und interpretiere die Bilder in Richtung Quarzperimorphose/-pseudomorphose als südliches Geröll. Solche Quarze sind im Erzgebirge zu finden und auch in böhmischen Achatgebieten kommen solche Bildungen vor - auch in solchen Größen. Ich habe solche Quarze schon in verschiedenen Kiesgruben Ostsachsens gefunden, wobei sie in der Regel deutlich massiver ausgebildet waren.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Ackerfund
« Antwort #12 am: 14 Jun 11, 14:37 »
Schlacke.

Offline Conny3

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Re: Ackerfund
« Antwort #13 am: 14 Jun 11, 15:44 »
Hallo Uwe,

auch mein Stück? Ich tendiere ja jetzt fast mehr zu Baryt, habe aber auch immer noch Zweifel.


Gruß Conny

Offline lohme

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Re: Ackerfund
« Antwort #14 am: 14 Jun 11, 19:26 »
Ist definitiv ein Hochofenprodukt. Wenn´s nicht vom Acker kommt sieht es leicht rosa-orange aus und erinnert in der Tat an Baryt. Nur wenn man den glatten Boden sieht, dann erkannt man, dass es kein Baryt ist . Mache morgen mal ein Bild.
Gruß lohme

 

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