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Autor Thema: Absturz im Habachtal  (Gelesen 7148 mal)

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Offline michaelh

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Absturz im Habachtal
« am: 28 Jun 11, 18:21 »
Hallo Leute,
am letzten Freitag ist ein 37jähriger Wiener am Weg zwischen der Knappenhütte und dem Smaragdbergwerk 60m abgestürzt und gestorben. Es hat zu dem Zeitpunkt geregnet und laut den Einheimischen war auch schlechtes Schuhwerk im Spiel.

Grüße

Michael

Offline kraukl

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Re: Absturz im Habachtal
« Antwort #1 am: 28 Jun 11, 21:05 »
Hallo Michael,

... da wird mir aber ganz anders, bin selbst oft diesen
Weg gegangen...

Mein Beileid den Angehörigen

Glückauf
Klaus

Offline stone87

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Re: Absturz im Habachtal
« Antwort #2 am: 28 Jun 11, 21:11 »
Auf jeden fall ein tragisches ereignis....aber hier sieht man wieder, dass besonders das mineraliensammeln im alpinen raum mit zahlreichen gefahren - offensichtlichen und nicht so offensichtlichen - verbunden ist.

So sollte man sich auf jeden fall auf jede tour, auch auf schon bekannte, bestens vorbereiten und auf entsprechende ausrüstung (schuhwerk) achten! weiters sollte meiner meinung nach auf jedenfall bei familienmitgliedern oder vermietern bescheid gesagt werden wo man ist und nach rückkehr ist dann eine entsprechende mitteilung an diese personen zu leisten!

Hierzu hat es vor einigen wochen einen fall in tirol an der serles gegeben - ein oberländer hatte niemandem gesagt wo er war und man fand ihn erst tage später - tot - im gelände....

Solche meldungen sollten keinem das hobby vermiesen, aber gesunder menschenverstand ist auch bei besten fundaussichten immer noch der beste "bewahrer" - und, aufs wetter bezogen sollte man vl. auch auf die eine oder andere tour verzichten können!!

daniel

Offline Mineralroli

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Re: Absturz im Habachtal
« Antwort #3 am: 28 Jun 11, 21:42 »
Hallo
Zitat
Auf jeden fall ein tragisches ereignis
stimmt, traurige Wahrheit und ich meine das es in den letzten 12 Monaten sehr viele Tote in den Alpen gegeben hat.
Die regionalen Nachrichten sind voll damit. Im Winter sind es die Skifahrer und im Sommer Bergsteiger, Wanderer....dabei sind die Mineraliensammler noch am wenigsten dabei.
Es trifft Erfahrene und Anfänger gleichermaßen. Die Erfahrenen werden bei leichten Touren unvorsichtig und die Anfänger sind unvorbereitet.
Ich war am letzten Sonntag auch in den Hohen Tauern. Bin um 3 Uhr aufgestanden und war bereits um 6 Uhr in den Bergen. Strömender Regen wärend der Anfahrt und Regen bis 12 Uhr beim Aufstieg. Völlig durchnäßt konnten meine Sachen erst am Nachmittag langsam trocknen. Um 20 Uhr war ich zurück von der 12 Stundentour (allein auf 2300 Meter).
Ich kann daher nur sagen; das Wetter schlug von einer Minute auf die andere um (Sonne, Sturm, Nässe, Kälte wechselten geradezu ab). Auf jeden Fall war ich sehr gut vorbereitet was meine Ausrüstung betrifft. Ich denke das ist das A und O bei Touren in den Alpen. Etwas kritisch war nur das ich den ganzen Tag kein Signal für mein Handy empfangen habe.

Beste Grüße
Roland

Offline uwe

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Re: Absturz im Habachtal
« Antwort #4 am: 28 Jun 11, 22:19 »
Neben einer sinnvollen Ausrüstung ist gerade in den Alpen der Respekt vor der Natur wichtig sowie die Vernuft, auch kurz vor dem Ziel umkehren zu können, wenn es die Situation gebietet. Das habe ich gleich 1990 zu Beginn meiner alljährlichen Touren von meinem Mentor gelernt bekommen. Die Alpen sind kein Disneyland. Das verwechseln manche Besucher.

Übrigens, das mobile ist auch ohne Funknetz für Touren im Hochgebirge sinnvoll, denn durch das Signal kann einen die Bergrettung im Falle eines Unfalles orten.

Uwe

Offline Mineralroli

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Re: Absturz im Habachtal
« Antwort #5 am: 28 Jun 11, 23:00 »
Hallo Uwe
Du hast mit deiner Beschreibung völlig Recht.
Jegliches Risiko, wenn es denn unbedingt sein muß, sollte gut abgewägt sein. Kein Mineral der Welt ist es wert das man dafür sein Leben aufs Spiel setzt.
Zitat
das Signal kann einen die Bergrettung im Falle eines Unfalles orten.
ist mir bekannt. Ich hätte nur gern nach Hause eine Nachricht geschickt.

Beste Grüße
Roland

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Absturz im Habachtal
« Antwort #6 am: 28 Jun 11, 23:56 »

Offline murmel

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Re: Absturz im Habachtal
« Antwort #7 am: 03 Jul 11, 14:15 »
wow
waren selbst mitte mai im habachtal unterwegs zur mine.sind bis zum geröllfeld gekommen wo man die seite wechselt für den weiteren aufstieg als sich langsam alles zuzog und wir lieber schnell wieder abgestiegen sind zur alpenrose.
lieber haben wir uns eine schöne schmaragtstufe gekauft als das wir nicht mehr nach hause kommen.

lg murmel