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Autor Thema: Frage zu einer Säge/Sägeblatt  (Gelesen 9712 mal)

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Offline Achat 3

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Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« am: 28 Jul 11, 16:15 »
Hallo zusammen,

wie ihr vielleicht schon gesehen habt suche ich eine Steinsäge.

Nun hatte ich mich mit einem befreundeten Sammler unterhalten und mir schon dieses Model herausgesucht (eine Lortone):

http://www.mtn.nl/images/FS8C400.jpg

Hier die Daten:
Motor: 220 Volt/50Hz, 0,3 PS
Schnittlhöhe: max. ca.60-70mm,Bei Steindrehung ca.135mm
Arbeitstisch: 26 x 38 cm

Eben dieser Sammelfreund hat mir dann aber abgeraten als ich sagte das ich damit auch Achate schneiden wolle. Er hat es selber schon versucht und es soll wohl nicht gehen auch nicht Rosenquarz.

Es ist so das er aus dem Meteoritenbereich kommt und diese auch ohne Probleme auf der Säge sägt(größtenteils Steinmeteoriten)
Genau das habe ich auch vor ich möchte Meteoriten sägen und aber auch Achate und Amethyste.

Meine Frage ist jetzt kann es wirklich an der Säge selber liegen das es nicht geklappt hat bei ihm(er ist ein ausgezeichneter Schneider mit Erfahrung) oder einfach daran das er nicht das richtige Sägeblatt hatte um Achate zu schneiden(weil er es nur mal versucht hatte), da die Steinmeteoriten etwas weicher sind als die harten Achate.

Also wie seht ihr das braucht man für Achate, Eisen, Minerale,.... immer andere Sägeblätter? Oder liegt es an der Säge selber(Technik) das es nicht geht.???

Würdet mir sehr helfen da das meine Kaufentscheidung stark beeinflussen würde und ich die Säge nicht kaufe, sollte es nich am Sägeblatt liegen sondern es aus Technischen Gründen nicht gehen.

Gruß David ;)

Offline seisteff

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #1 am: 28 Jul 11, 23:37 »
Hallo

Ich bin zwar kein ACHATE-Schneider ,aber Du  braucht natürlich schon ein geeignetes Sägeblatt!
Außerdem muss die Säge auch Leistung (Drehzahl) bringen, 0,3PS klinkt nicht sehr viel (zu schwach).

Das ist aber meine persönliche Meinung

Grüße seisteff

Offline Ralf

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #2 am: 29 Jul 11, 00:52 »
Mit einem Achatblatt kann man fast alles sägen, außer Eisenmeteoriten.
Allerdings verschleißt das Blatt sehr schnell, wenn man viel Quarz sägt.

Richtig kalt den Rücken läuft es mir runter wenn ich lese,"bei Steindrehung 135mm".
Man dreht einen Achat beim sägen nicht. Das gibt einen grausligen Schnitt und vernudelt das Blatt.

Die Maschine die Du verlinkt hast ist ein nettes Spielzeug, wenn man ab und zu mal ein paar kleinere Steine zu sägen hat, oder um Stücke für Schmuck zurechtzusägen.
Wenn Du viel Material sägst, taugt die nicht.

Offline Achat 3

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #3 am: 29 Jul 11, 08:26 »
Hallo,

danke schön für die Infos also ist die Vermutung richtig gewesen das es wohl am Blatt gelegen hat.
Aber da ihr jetzt ja sagt die Säge sei eher was für jemanden der einen Stein in 3 Wochen schneidet. Also bei mir werden es sicher 3-4 Steine in der Woche und ich nehme and das sich das mit der Zeit noch steigern wird von daher auf was sollte ich bei einer ordentlichen Säge achten? Also es geht hier um die technischen Daten(Sägeblattgröße nicht das ist ja dann bei jedem anders).
Die PS seinen nicht zu reichen was würdet ihr empfehlen?

Danke schonmals Gruß David ;)

Offline Achat 3

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #4 am: 29 Jul 11, 08:59 »
Das wäre noch eine weitere Säge die ich im Kopf hatte:
http://www.homberg-und-brusius.de/steine-schneiden.html

Was sagt ihr zu der?  ???

Gruß David

Offline stone man4000

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #5 am: 29 Jul 11, 09:30 »
Hallo,
Die Säge würde ich dir nicht empfehlen (schlechte Erfahrung)
stone man4000

Offline Ralf

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #6 am: 30 Jul 11, 09:27 »
Das wäre noch eine weitere Säge die ich im Kopf hatte:
http://www.homberg-und-brusius.de/steine-schneiden.html

Was sagt ihr zu der?  ???

Gruß David

Hallo David,

sich eine vernünftige Säge anzuschaffen ist schwer.  Auch die hier von Dir verlinkte Säge ist im Prinzip Spielzeug, dessen Lebensdauer mit dem Ausmaß der Belastung linear extrem abnimmt.
Das Ding kostet 800€.  Dafür kannst Du - je nach Größe - zwischen 250 und 400 Steine der Größe, die diese Maschine bewältigen kann, sägen lassen. Das ist dann der Verschleiß der Blätter, sowie die Betriebskosten ( Kühlmittel und Strom) noch nicht eingerechnet.
Wenn ich mir z.B. die Steinklemme anschaue wage ich die Prognose, dass die nach 300 Achaten ausgenudelt ist. Die Motorenleistung habe ich auf die Schnelle nicht finden können, weiß nicht, was der Motor bringt. Das ist aber nicht so extrem wichtig.

Maschinen, die wirklich stabil. langlebig und gut sind kosten neu einige tausend Euro. Das wird man sich für´s Hobby kaum leisten können. Bleibt also der Eigenbau oder die Anschaffung einer gebrauchten, guten Säge.
Beides ist schwierig, aber nicht unmöglich.

Eine gute Säge sollte min. ein 40er Blatt aufnehmen. Sie sollte einen Motor von min. 1,5 Kw haben. Sie sollte schwer sein, damit sie durch das Eigengewicht schon stabil steht und nicht wackelt oder in sich vibriert. Ganz besonders wichtig ist eine sehr stabile Steinklemme, die sich keinen Deut verbiegt oder von der Spur abweicht. Sowas bekommt man schonmal gebraucht und je nach Zustand auch unter 1000 €, eventuell mit ein paar Restaurationsarbeiten ( Lager, Keilriemen, Elektrik) verbunden.
Wenn Du denkst:" Boah, die Säge ist aber einen Deut zu groß/schwer für mich " dann ist es das kleinste Modell, was ich empfehlen würde  :)

Letztlich musst Du das selbst entscheiden. Man kann mit einer Maschine wie der verlinkten Achate sägen. Wie viele und welchen Spass man daran hat, ist eine andere Sache.
Meine Empfehlung ist, Augen offen halten und bei Ebay, hier im Forum oder sonstwo auf Angebote achten. Oder auch mal im Sammlerkreis oder bei Schleifern nachfragen ( Ich hab leider zur Zeit keine anzubieten).

Offline Achat 3

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #7 am: 30 Jul 11, 12:06 »
Hi Ralf,
danke dir für diese ausfühliche Antwort das hilft mir wirklich sehr weiter.

Nur eine Farge warum sollte eine Säge min. ein 40iger Blatt haben. Das würde ich nie ausnutzen da der Großteil so um die 5-10cm hat.

Gruß David

Offline Ralf

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #8 am: 31 Jul 11, 00:34 »
Nun, mit einem 40er Blatt kann man Stücke bis etwa max 15 cm sägen. Kommt auf die Halterung des Sägeblattes an.

Die Reibung beim sägen erzeugt Hitze, die mit dem Kühlmittel reduziert werden soll. Mit einem Stück von 10cm wäre ein 30er Blatt vollständig belastet. Es wird zum Ende hin weniger Kühlmittel in den Schnitt transportiert und das Blatt kann heißlaufen.

Ein 40er Blatt läuft mit weniger Umdrehungen. Das bedeutet weniger Spray, weniger Dreck und weniger Hitze.

Nicht zuletzt ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Zahl der Achate, die genau einen Zentimeter zu groß zum sägen sind, bei einem 30er Blatt 10mal so hoch, wie bei einem 40er. ;D

Jedoch, solltest Du eine Säge mit 30er Blatt bekommen können, ist die auch hundertmal besser als keine Säge mit 40er Blatt.  :D

Offline Jörg

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #9 am: 31 Jul 11, 10:56 »
Hallo David,

Zitat
Außerdem muss die Säge auch Leistung (Drehzahl) bringen
Leistung muss sie bringen, das hat Ralf ja ausführlich beschrieben. Nur sollte der Motor die Drehzahl nicht auf das Blatt übertragen. Hohe Drehzahl = höhere Reibung = höhere Hitze. Da kann es passieren, dass die Diamanten glatt aus dem Sägeblatt aussschmelzen.
Vor dem Problem der Kaufentscheidung stand ich auch. Entweder gut und teuer, oder minderwertig und erschwinglich
Da ich eine gute Gebrauchte nicht fand, holte ich mir einen wassergekühlten Fliesenschneider aus dem Baumarkt (so um die 50 Euro). Bei mir kam es ursprünglich nicht so auf 100% exakte Schnitte an, da ich nur zum Trommeln Stücke schneiden wollte. Allerding muss ich sagen, dass ich das Ding bis heute nutze und Schnitte von Steinen mit ca. 7 X 4 cm sauber damit hinbekomme.  Das Ding läuft allerdings mit 2900 Umdrehungen pro Minute, was viel zu hoch ist. Das gleiche ich damit aus, die Stücke sehr sehr langsam zu führen. Als Kühlmittel nehme ich einen guten Spritzer Geschirrspülmittel.
Resümee:
Ich denke, dass sich bei kleinen Stücken ein Versuch mit einem Fliesenschneider durchaus lohnt.

Pro: Günstiger Preis. Contra: Nur kleine Stücke, sehr! langsames Führen, oft nicht exakt laufende Sägeblätter (dafür billig).
Sind meine Erfahrungen. Die Sägeprofis werden jetzt zwar die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber bei nicht zu großen Stücken geht´s, mit entsprechender Geduld.

Glück Auf!
Jörg

Offline daniel d.

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #10 am: 31 Jul 11, 11:47 »
Hallo.
mich würde intressieren ob du die stücke mit einer Führung oder "frei Hand" schneidest?
Frei Hand ist viel Geduld erforderlich, oder?
vg daniel

Offline Jörg

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Re: Frage zu einer Säge/Sägeblatt
« Antwort #11 am: 31 Jul 11, 16:11 »
Hallo,

ich säge den ersten Schnitt immer frei Hand. Nur den Stein nicht dabei drehen - das wird garantiert nichts! Wenn er zu groß für das recht kleine Blatt ist, lieber sein lassen. Wenn ich danach Scheiben schneide (ca. 3-4 mm) benutze ich die Führungsschiene. Wie gesagt, geht mit der "Sparversion" halt nur bei kleineren Stücken, und schön langsam wegen der hohen Drehzahl.
Wenn ich Stücke für die Trommel schneide, die nicht 100%ig in der Flucht zu einander sein müssen, mache ich´s frei Hand (dauert auch nicht länger).  Die Führung ergibt sich nach einigen mm mit dem Schnitt von selbst.

Glück Auf!
Jörg

 

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