Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Themen zu Schlackenmineralien und -fundstellen, Verhüttungsprozesse etc.

Chlor in Phosgenit bei Schlackemineral - woher?

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Schlacke:
@Kluftknacker

...hier die erste Aufgabe:

Chlorierende Röstung, 1842 patentiert.
Tafel, V.: Lehrbuch der Metallhüttenkunde, Bd. 1, Leipzig: 1951, S. 519 f.

Mehrfache Röstung, ohne Zusatz.
Bartels, Fessner, Klappauf und Linke: Kupfer, Blei und Silber aus dem Goslarer Rammelsberg von den Anfängen bis 1620, in: Montanregion Harz, Bd. 8, Bochum/Bergbaumuseum: 2007, S. 165 f., S. 188 f.,

Die erwähnte Literatur ist in den UB's Braunschweig, Clausthal und TIB/UB Hannover vorhanden.


Prinzipiell ist bei sog. Schlackenmineralien zu beachten, dass die eingesetzten Erze, der angewandte Hüttenprozess mit evtl. zugeführten Zuschlägen und die Bildungsbedingungen in einer Schlackenhalde zu berücksichtigen sind! Leider kennt man als Mineralienfreund nur die letzte Stufe (den gefundenen Kristall), des Prozesses.

Glückauf!

Schlacke

Krizu:
Hallo,

vielleicht einmal interessant:
http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-4815/diss_bode.pdf

Dissertation zur Bleiverhüttung in der  römisch-germanischen Raumzeit  ;D

MFG

Frank

Schlacke:
Hallo,

etwas zur historischen Verhüttung:

Moesta, H.: Erze und Metalle - ihre Kulturgeschichte im Experiment, Berlin/Heidelberg: 1982/2. Aufl., 189 S.

wilbi:
Hallo Kluftknacker,
Chlor ist doch auch sonst im Harz natürlich verbreitet. Der Chlorargyrit von St.Andreasberg enthält doch auch 25% Chlor. Und Andreasberg ist noch weiter vom Meer abgelegen.
Oder bin ich jetzt auf dem falschen Danpfer?
wilbi

Kluftknacker:

--- Zitat von: wilbi am 02 Aug 11, 17:38 ---Oder bin ich jetzt auf dem falschen Danpfer?
--- Ende Zitat ---

eigentlich nicht.

Hallo wilbi,
ein interessanter Aspekt, an den habe ich noch gar nicht gedacht. Ich gehe bei meinen Funden davon aus, dass das Einzugsgebiet der Nordosten des Harzes ist, hier also Erze verhüttet wurden, die keine echten Silberminerale (wie in St. Andreasberg) enthielten: Cu-und Pb-Erze von der Innerste/Goslar/Rammelsberg, Lautenthal, vielleicht noch Wildemann.

Ich frage mal anders: Kennts Du Schlackeplätze (außer die im Siebertal, da Naturschutzgebiet) im Südharz?
Könnte man ja mal besammeln und anschließend mit den Innerstezeug vergleichen.

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