Hallo,
Das Schlüsselwort beim Schriftgranit ist eutektikale Schmelze bzw. Eutektikum. Das ist ein ganz enger Bereich in Temperatur, Druck und Schmelzzusamensetzung, eigentlich fast ein Punkt, in dem nach der Phasenregel solange keine Veränderung von Temperatur, Druck und Zusammensetzung von Festkörper (Kristalle) und Schmelze auftreten können, bis eine Phase (in dem Fall die Schmelze) verschwunden ist. Daher kommt es zu einer sehr schnellen, gleichzeitigen Kristallisation von Quarz und Mikroklin (Feldspat) in enger, orientierter Verwachsung. Die Form der Verwachsung resultiert daher, dass bestimmte Orientierungen/Flächen der Quarze für die Anlagerung von Feldspat energetisch besonders günstig sind.
Das Gestein in dem Vorliegenden Fall scheint bei der Faltung des Gebirges leicht metamorph überprägt zu sein, wobei es zu einer Verformung kam, aber nicht zu Neuwachstum von Mineralen.
Glück Auf!
Smoeller