Hallo,
Ist leider nicht ganz leicht. Der erste könnte Cerussit, Anglesit oder Baryt sein. Leider ist die Kristallform bei allen dreien sehr ähnlich, da tun sich auch Experten sehr schwer mit der Zuordnung ihnen vorliegender Stücke, mit Fotos ist da nicht viel zu machen. Alle drei Mineralien sind aus der Gegend bekannt. Wenn da noch was derbes von dem Mineral dran wäre, könnte man es mit einem Splitter in konzentrierter Salzsäure versuchen. Cerussit löst sich darin auf, unter Bildung von Gasblasen und Bleichlorid. Baryt ist in Salzsäure unlöslich, Anglesit nur langsam, aber ohne Gasentwicklung. Geht aber natürlich nicht mit dem guten Kristall, sonst ist er beschädigt.
Das grüne ist irgendein Cu-Mineral. Auch da ist kaum was zu sagen anhand des Fotos. Selbst nach über 10 Jahren intensiver Beschäftigung mit Cu-Mineralien aus dem Schwarzwald komme ich noch oft in Verlegenheit bei der Bestimmung. Von Fotos her kann ich da nichts ausschliessen. Malachit irgendwie eher nicht, aber es gibt auch da merkwürdige Formen. Brochantit oder Pseudomalachit evtl., das könnte hinkommen. Weiss aber nicht, wie es an der Fundstelle mit Pseudomalachit aussieht. Gibts aber aus dem Siegerland, und zwar reichlich von Kausen.
Das dritte ist Chalkopyrit (Kupferkies), tw. in braunschwarzen Limonit umgewandelt. Das braunschwarze ist meist tatsächlich Limonit (schlecht kristallisierter Goethit oder amorphes Siderogel), die in der Literatur oft genannte Beimengung Tenorit kann nicht immer darin gefunden werden. In der Tat geht Kupfer meist mit dem Sulfat in Lösung und kristallisiert nahe des ursprünglichen Chalkopyrits als Brochantit oder etwas weiter enfernt als Malachit, Azurit oder ein anderes Cu-Mineral wieder aus.
Glück Auf!
Smoeller