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Autor Thema: Gibt es Sammler von Eisenteilen, wie Nägel, Scharniere usw. auf Halden ?  (Gelesen 5630 mal)

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Offline Daachhex

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Wir finden bei unseren Streifzügen auf den Halden immer wieder mal Eisenteile, Nägel, Scharniere, Klingelzug
für Förderkorb und sonstige für uns unbekannte Teile. Die sind meistens total eingerostet und dick mit einer
Kruste überzogen. Gibt es dafür Sammler ? Und wie reinigt man diese, ohne sie zu zerstören ?
Danke für jede Antwort.


Offline Collector

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Hallo Daachhex

dies ein Forum für Mineraliensammler und für alles, was mit Geologie und mit Mineralogie zu tun hat.
Deine Frage solltest Du besser in einem Forum für Schrottsammler und Schrotthändler platzieren, hier im Mineralienatlas bist du fehl am Platz.

Peter Seroka
Moderator

Offline Durchsichtig

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Hallo,

Die Forensuche ist dein Freund:

>>Bitte um Hilfe

Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit des Sandstrahlens, wobei die Oberfläche dann recht matt wird und Teile der Oberfläche aus hinausgerissen werden können (z.B. Schmiedehaut).

Für den weiteren Schutz vor neuem Rost gibt es enstprechende Mittel z.B. Waffenöl, Kamelienöl, etc. Alternativ dazu gäbe es sicher noch Lacke wobei die (meiner Meinung nach) eher Geschmacksache sind.

Edit: Beifunde müssen ja auch gereinigt werden ;-)

Grüße
Lukas

Offline Kluftknacker

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dies ein Forum für Mineraliensammler und für alles, was mit Geologie und mit Mineralogie zu tun hat.
... und mit Bergbau (am Rande) ?! Nur mal so nachgefragt.

Deine Frage solltest Du besser in einem Forum für Schrottsammler und Schrotthändler platzieren
Für manche ist es Schrott, für andere sammelnswürdige Relikte aus dem Bergbau. Oder schmeißt Du Gezäheteile aus dem Mittelalter weg, wenn Du welche findest?
Die Beifunde als Schrott zu betiteln, halte ich für unangemessen.

Kluftknacker

« Letzte Änderung: 28 Sep 11, 20:17 von Kluftknacker »

Offline Haspelknecht

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Hallo zusammen,

ja, als "Schrott" würde ich das auch nicht betiteln. Irgendwo gab es hier doch mal eine Diskussion über "Beifunde beim Sammeln", da wäre das passend. Zumal es sich um Relikte des Altbergbaus handelt oder handeln könnte. Bei uns im Siegerland gibt es einige, die mit Metallsonde über Halden und Pingen rennen, nur um solche Eisenteile zu finden (Lampen, Schlägel und Eisen etc.). Ich selbst kann mit dem rostigen Zeug, wenn es mir vor die Hackenspitze kommt, auch nicht so viel anfangen. Schlägel und Eisen aus alten Tagen werfe aber auch ich nicht weg. Ein Hufeisen, dass ich mal nahe Grube Wolf gefunden habe, hab ich auch behalten (soll Glück bringen ;-)

Glück-Auf, Markus

Offline cmd.powell

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Sehe ich auch so, als Schrott würde ich es nicht bezeichnen ! Im allgemeinen hebe ich solche "Artefakte" auch erstmal auf und schaue sie mir genauer an. Bei vielen Stücken handelt es sich um Meißelbruchstücke etc., diese sind oft so stark angerostet, das eine Reinigung keinen Sinn mehr macht. Allerdings können solche Stücke auch für den Mineraliensammler interessant werden; grade auf der Glücksradhalde, die ich gelegentlich unsicher mache, findet man oft Eisenteile mit sehr dicker Rostkruste. In dieser Rostkruste findet man gelegentlich schöne Magnetite sowie häufig Goethit und Ferrihydrit. Auch Aragonit kommt gelegentlich auf diesen Rostaggregaten vor. Anscheinend begünstigen Eisenoxide die Bildung von Aragonit, da dieser sonst doch eher selten dort auftritt (hat das eigentlich mal jemand untersucht ?).

Offline giantcrystal

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Du redest also von "Edelschrott", wie dies in eingeweihten Kreisen bezeichnet wird.

Ja, dafür gibt es durchaus ein gut besuchtes Forum, wo zahlreiche "Edelschrottsammler" zugegen sind :

Schau mal nach www.untertage.com - nur darfst Du dich da nicht als Mineraliensammler outen ::)

Glück Auf

Thomas


Offline Quarzhai

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Hallo Miteinander,

vor drei Wochen in Leubetha kam einer mit einer Metallsonde daher. Auf der Suche nach Bergeisen, er wurde auch in den letzten Jahren mehrfach fündig. Mitte Dreißig, wohnt in Leubetha, Nach dem Namen habe ich nicht gefragt, besitzt angeblich auch die beste Leubetha-Mineraliensammlung. Vielleicht können die Vogtländer bei der Fahndung zwecks Kontaktaufnahme helfen!

Quarzhai Holger!

Offline zinnwald

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Hallo Threadstarter,

habe ein Faible für Eisen von der Halde. Ca. 40 Keilhauen aus der Wismutzeit wurden von mir im Erzgebirge gefunden. Das schöne an den gewichtigen Dingern ist, das jede Keilhaue individuell ist. Habe noch keine gefunden die mit einer anderen identisch ist. Gerade die verschiedenen Ausführungen sind Ausdruck der Bergschmieden der Uranrun-Zeit.
Gruß

Bodo



Offline uwe

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Hallo Markus G.

klar begünstigt Eisen die Bildung von Aragonit. Dieser wurde ja nicht umsonst auch als Eisenblüte bezeichnet.

Gruß Uwe

Offline lohme

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Hallo,
also die Reinigung hängt davon ab, wieviel vom ursprünglichen Metall noch erhalten ist. Ich reinige meine Bergeisen etc. mittels Elektrolyse. D.h. man macht eine Stelle bis auf das Metall blank und verbindet sie mit einem Batterieladegerät (Auto). Dazu brauchst ´s dann noch ein Edelstahlblech - wird ebenfalls mit dem Batterieladegerät verbunden und eine Lösung aus Natron und destellierten Wasser. Alles in ein Plastikgefäß hängen und Strom an. Nach einer gewissen Zeit fällt die rostige Schale ab. Hast Du zu wenig Metall bei Deinem Fund gehabt, bleibt nix mehr übrig. Also zu kleine oder zu dünne Teile gehen nicht.  Nach der Behandlung in ein Tanninbad legen. Es bildet sich dort eine Schicht aus Tannat, was das Eisen konserviert. Als Abschluß kannst Du noch ein Paraffinbad machen.
Falls noch Fragen dan pm.
PS: Die Variante geht nur bei "Eisenschrott"
Glück Auf
lohme

Offline smoeller

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Hallo,

Kommt drauf an. Ich habe hier auch noch ein altes Bergeisen (wohl Ende 18. Jhd.) aus einer südschwarzwälder Halde rumliegen. War mal ein Beifund bei der Mineraliensuche. Eine Hacke (Mitte 20. Jhd.) habe ich dem Mineralienmuseum Oberwolfach gespendet.

Die Spende/Leihgabe an ein Museum ist evtl. auch eine Möglichkeit, wenn die Teile noch gut erkennbar und in Ordnung sind.

Glück Auf!
Smoeller

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Hallo Markus G.

klar begünstigt Eisen die Bildung von Aragonit. Dieser wurde ja nicht umsonst auch als Eisenblüte bezeichnet.

Gruß Uwe

Ja, bei der Namensgebung ist ein Zusammenhang naheliegend. Mich würden jetzt natürlich die kristallografischen Mechanismen interessieren, welche die Bildung vom Aragonit begünstigen. Die Beeinflussung der äußeren Kristallform eines Minerals durch Fremdsubstanzen ist unter dem Begriff der "Exomorphose" bekannt. So bildet Alaun normalerweise Oktaeder, mit irgendwas um 10% Borax in der Lösung Würfel ! Mit dem Calciumcarbonat muß das ja ähnlich sein, nur das hier sogar eine andere Struktur begünstigt wird - finde ich persönlich ziemlich spannend, dieses Thema...

 

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