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Autor Thema: Metamorph überprägtes Sedimentit?  (Gelesen 2604 mal)

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Offline Jörg

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Metamorph überprägtes Sedimentit?
« am: 03 Oct 11, 16:07 »
Hallo,

bei den folgenden beiden Gesteinen habe ich Probleme eine mögliche Genese abzuleiten, bzw. diese petrographisch einzuordnen.  Beides sind Geschiebefunde aus der südl. Jammerbucht in DK. In der ersten Abb. (Schnittfläche = 3,5 X 7 cm) sind m. E. Klasten vorhanden, die an ein Transtrand-Konglomerat erinnern. Im Gestein wird jedoch eine metamorphe Überprägung ersichtlich, was nicht zu dem genannten passt. Ein typischer Augengneis scheint nicht vorzuliegen, da die Klasten? scharf abgegrenzt im Gestein vorhanden sind. Wäre hier eine Genese als ursprüngliches Konglomerat mit anschließender metamorpher Überprägung möglich?
Auf den beiden anderen Bildern sind die Klasten? ebenfalls scharf abgegrenzt und ohne ersichtliche Druckmarken. Enstand der Gneis aus einem Plutonit, oder könnte hier ebenfalls ein Sedimentit zu Grunde liegen? Die Schnittfläche berägt beim 2. Gestein 6 X 9 cm.
Schon mal den besten Dank im Voraus.

Glück Auf!
Jörg
« Letzte Änderung: 03 Oct 11, 16:16 von Jörg »

Offline Jörg

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Re: Metamorph überprägtes Sedimentit?
« Antwort #1 am: 03 Oct 11, 16:09 »
Das 2. Gestein

Offline Jörg

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Re: Metamorph überprägtes Sedimentit?
« Antwort #2 am: 03 Oct 11, 16:14 »
Das 2. Gestein

Offline felsenmammut

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Re: Metamorph überprägtes Sedimentit?
« Antwort #3 am: 04 Oct 11, 17:54 »
Glück Auf!

Bei ersterem würde ich anhand des Fotos zu einem sehr quarzreichen Granitoid tendieren. Möglich wäre sicher auch ein Sedimentärquarzit, aber da passen die schwarzen Flecken, die ich mal als Dunkelglimmer/Hornblende-Schlieren deute, nicht so richtig rein. Wodurch macht sich die metamorphe Überprägung bemerkbar? Es könnte sich auch um eine Quarzreiche Brekzie handeln. Kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass die rosabraunen Bestandteile kein Feldspat sind?

Das zweite Stück würde ich zu dem Porphyren sortieren.

Mit freundlichen Grüßen, Das Felsenmammut
 

Offline Jörg

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Re: Metamorph überprägtes Sedimentit?
« Antwort #4 am: 05 Oct 11, 09:30 »
Hallo Felsenmammut,

eine metamorphe Überprägung durch Druckeinwirkung leite ich von den Bruchstücken ab, da diese z. T. zoniert wirken und im Kern andere Farben aufweisen, wie auch durch die Anordnung der Mafite (unter dem Vorbehalt, dass es ein Sedimentit wäre). Bei einem quarzreichen Granitoid würde das jedoch Sinn machen. Feldspäte kann ich nicht zu 100% ausschließen, habe jedoch auch nichts gefunden, wodurch sie sich bestätigen lassen.
Dass das zweite Stück ein Porphyr sein könnte, daran habe ich noch gar nicht gedacht; bes. wegen der schwarzen Matrix. Könnte aber durchaus passen.

Danke für Deine Ideen.

Glück Auf!
Jörg


 

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