Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Stbr. Elzing
Jens G:
Hallo Ihr,
da hier lange nichts mehr los war, wollte ich mal wieder etwas von mir hören lassen.
War zuletzt mal im Steinbruch Elzing (Hartmannsdorf).
War zuerst von der Größe überrascht - hatte auch nicht den richtigen Weg nach unten gefunden - bin hinten an der Nordseite durch das Haupttor - da ging es aber leider nicht auf die einzelnen "Abbaustufen" Habe mich mühsam auf der Ostseite entlangbewegt und bin später an einer geeigneten Stelle hinabgeklettert.
Zuvor hatte ich einen kleinen "Quarzgang" aus "schmutzigem" Quarz im "Talg" bzw. Sand gefunden - siehe Bild.
Lohnt es sich diesem nachzugehen - in der Hoffnung einige ordentliche Kristalle zu finden oder ermöglicht das Außenmaterial keine Bildung von "richtigen" Quarzkristallen - die die ich dort auf den ersten cm gefunden hatte waren "schmutzig" sehr spröde , zerfielen in kleinere Stücke - haben teilweise "Schmutz"einschlüsse (kein "Rutil" ).
Nachdem ich dann auf die nächste Ebene gekommen bin - hatte ich dann noch auf der Nordseite einen kleinen Gang ca. 2cm mit einem anfangs schwarz weiter fortlaufend grün schimmerndem Mineral gefunden (an der Stelle hatte ich leider meine Kamera nicht mit - die wollte ich mir beim Klettern nicht kaputtmachen).
Nachdem ich mir einige Stücke herausgeschlagen hatte - merkte ich Zuhause, das von dem grünen Schimmer nicht viel übrig geblieben ist - sieht jetzt alles eher schwarz aus.
Die Härte scheint auch eher sehr niedrig zu sein (liegt unter 4 Fluorit - habe mit diesem geritzt) über 2 läßt sich nicht mit dem Fingernagel ritzen. Sollte doch bestimmt Biotit sein. Hat zwar eigentlich keinen Perlmutt-, Glas- oder Metallglanz - Strich ist eigentlich weiß bzw. farblos - es sei den man hat sehr kleine "Splitter" von "diesem Mineral" die einen rot-braunen Strich hinterlassen - können das zufällige Einschlüsse von "Fremdmineralen" sein?
Hatte leider mal wieder nicht so viel Zeit im Steinbruch, da es jetzt immer schon so schnell dunkel wird und meine Beste nicht so lange Geduld hat - aber sie will halt auch immer mit und nicht Zuhause sitzen.
MfG
Jens G
[gelöscht durch Administrator]
wolfi:
Servus Jens,
mit dem Elzing kenne ich mich leider nicht aus. Ich denke aber, dass dieser Quarzgang keine brauchbaren Quarze liefern wird, dazu ist er wohl zu schmal. Interessant könnte der Gang aber durch eventuelle Begleitminerale sein, die es am Elzing ja gibt, z.B. Anatas. Ich weiss aus dem Stegreif nicht, wos dort noch so alles vorkommt, da müsste ich mal im Vollstädt nachblättern. Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige dieser Mineralien in Quarzgängen vorkommen. Insofern würde ich also schon mal nachgraben und prüfen, ob sich der Gang mal öffnet und kleine Quarze mit irgendwelchen Begleitmineralien enthält. Viel Erfolg dabei!
Servus + Glück auf
Wolfi
uwe:
Hallo,
Im Steinbruch Elzing sind schon recht ordentliche und auch große Rauchquarze gefunden worden. So einer Kluft sollte man ruhig mal nachgehen.
Anatas ist mir im Elzing noch nicht begegnet. Ich bin als Chemnitzer oft dort. Ich habe auch noch nicht gehört, daß dort welcher vorkommt. Der Steinbruch am Elzing ist nicht mit dem bekannten Steinbruch Hartmannsdorf zu verwechseln. Dieser liegt etwa 3 km südlich und hatte eine wesentlich reichere Paragenese. Als Begleiter des Quarzes kommen Schörl, Feldspat und Carbonate vor. Einmal vor vielen Jahren gab es auch eine Quarzkluft mit schönen roten Almandinen.
1998 wurde ein kleiner Bleiglanzgang angefahren, der schönen, aber leider kleinkristallinen Pyromorphit enthielt.
Das beschrieben grüne Mineral könnt Aktinolith sein. Ich habe ein Stück, bei dem zwei kleine grüne Fächer in einer schwarzen Masse sitzen. Es wird aber auch behauptet, daß es sich um grüne Hornblende handelt.
Falls mal jemand zum Elzing will, dann auf der Straße Hartmannsdorf/Limbach kurz nach der Anhöhe scharf rechts in den Betriebsweg der Spedition einbiegen und bis zum Wasserhaus hoch fahren. Falls es trocken ist kann´man auch den Feldweg bis zur Ecke der Steinbruchumzäunung fahren. An der Ecke kann man über den Zaun steigen und kommt von dort auf die nächst tieferen Sohlen. Dann kann man über das Haufwerk bis zum Abbau hinab. In der nordwestlichen Hälfte streicht ein carbonatischer Gang von Nord nach Süd. Dort ist der oben erwähnte Pyromorphit vorgekommen, aber auch Baryt, Corkit, Apatit sowie Dolomit und Calzit.
Glück Auf
Uwe
uwe:
Ich habe eben mal ein Foto von der von mit erwähnten grünen Hornblende (oder Aktinolith) zum vergleichen gemacht und angehängt.
Glück Auf
Uwe
[gelöscht durch Administrator]
Jens G:
Hallo Uwe, Wolfi sowie an alle Anderen,
@Uwe
Ich meinte schon den Elzing (wußte nicht, daß es noch einen anderen Steinbruch in Hartmannsdorf gibt) - hatte Hartmannsdorf dazu geschrieben weil ich der Meinung war und bin, daß er (Elzing) eher näher zu Hartmannsdorf denn zu Limbach Oberfrohna liegt. War aber auch schon lang nicht mehr in Limbach Oberfrohna (bin zwar in Karl-Marx-Stadt geboren aber als ich 2 Jahre alt war sind wir von Rabenstein nach Borna (bei Leipzig nicht Chemnitz) gezogen, wohne jetzt in Frohburg).
Ansonsten sieht das ehemals grüne Mineral (jetzt eher schwarz) lange nicht so grün (als Gang ahtte es schon in etwa diese Farbe) wie auf Deinen Fotos aus. Es ist desweiteren in dem Sinne nicht strahlig.
Desweiteren sollte die Härte unter 4 liegen (Strich weiß).
Hornblende bzw. Aktinolith hat lt. meiner Literatur eine höhere Härte.
Hatte Gestern mal 2 Fotos gemacht - die sind aber leider nicht so gut geworden.
[gelöscht durch Administrator]
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