Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Bleierzwerke Manteuffel

<< < (3/3)

berthold:
Hallo,

Prof. Dr. Doering-Manteuffel schreibt: "Ich selbst habe keinerlei Kenntnis, um wen es sich handeln  könnte, und wüsste auch nicht, wie man nähere Informationen erhält." und schildert dass seine Famile bereits ab ca. 1870 den DoppelnamenDoering-Manteuffel  trägt. Auch gibt es "Manteuffels" überall (sogar USA).

Ein netter Kontakt, aber in der Frage komme ich nicht weiter.

Gruß
Berthold

giantcrystal:
Hallo Berthold

Ok, schade...

Hier der nächste Tipp : ;D

http://www.verwandt.de/karten/absolut/manteuffel.html

Dabei tauchen auch ein paar Manteuffels in der Oberpfalz auf. Vielleicht wissen die ja etwas ?

Weiterhin viel Erfolg

Glück Auf

Thomas

Schlacke:

Nach vielen Irrwegen, hier ein Wegweiser zum Ziel:

In Bayern ist unter dem Namen "Manteufelgrube" in den Gemeinden Woppenrieth, Döllnitz, Lerau und Preppach, Bezirksamt Vohenstrauß im Regierungsbezirk Niederbayern und Oberpfalz das Bergwerkseigentum in einem Felde von 76.9 ha zur.....
Leider endet hier der Hinweis von Google.
Die Quelle: Zeitschrift für praktische Geologie, Bd. 46 (1938), keine Seitenangabe.

Daraus ist folgender Schluss zu ziehen:
Bergrechtsverleihungen finden ihren Niederschlag als Grundbucheintrag, daraus wäre ersichtlich, wem das Feld verliehen worden ist und welche Flurstücke es umfasst.  Zuständiges Grundbuchamt, das normalerweise beim Amtsgericht geführt wird ist in diesem Falle Vohenstrauß.

Um Spekulationen mit Grubenfeldern zu unterbinden, galt in Bayern von 1918 bis 1943 das sog. Grubenfeldabgabegesetz für Felder in denen kein Betrieb umging.  Hier wären Recherchen bei der zuständigen Finanzverwaltung erforderlich.

1934 wurde das sog. Lagerstättengesetz erlassen, d. h. die Durchforstung des Reichsgebietes nach nutzbaren Lager- stätten war damit angeordnet. Anfang 1935 ging das Bergwesen auf das Reich (Berlin) über und die geologischen Landesämter bzw. Oberbergämter traten in Aktion. Der Grubenfeldname "Manteufel" könnte auf eine Aktivität seitens des Reiches hindeuten.
Quelle: Das Bayerische Oberbergamt und der bayerische Bergbau, Brilon-Basel: 1960, S. 17-22

In den Veröffentlichungen des Geologischen Landesamtes in München, hier speziell in der Geologica Bavarica, Bd. 77 u. 91
tauchen die o. a. Ortschaften nicht auf. Es bleibt dem ortskundigen Mineralienfreund die Möglichkeit hier nach Spuren zu suchen.

Glückauf!

Schlacke

StefanO:
In Bayern ist unter dem Namen "Manteufelgrube" in den Gemeinden Woppenrieth, Döllnitz, Lerau und Preppach, Bezirksamt Vohenstrauß im Regierungsbezirk Niederbayern und Oberpfalz das Bergwerkseigentum in einem Felde von 76.9 ha zur.....

...Gewinnung der in ihm vorkommenden Blei- und Zinkerze verliehen worden.

Seite 228. Das war es mit der Notiz, keine weiteren Infos darin.

Gruss,
Stefan

berthold:
Hallo,

vielen Dank, das Zitat setzt sich wie folgt fort:

In Bayern ist unter dem Namen "Manteufelgrube" in den Gemeinden Woppenrieth, Döllnitz, Lerau und Preppach, Bezirksamt Vohenstrauß im Regierungsbezirk Niederbayern und Oberpfalz das Bergwerkseigentum in einem Felde von 76.9 ha zur Gewinnung der in ihm vorkommenden Blei- und Zinkerze verliehen worden.   (im nächsten Satz geht es bereits um Polen)

Die zeitliche Einordnung (1938) hilft mir schon gut weiter. Auffällig ist die Schreibweise "Manteufelgrube" und nicht -wie in meiner Quelle- "Manteuffel" - muss aber nichts bedeuten.

Die Grube ist in der geologischen Karte eingetragen und von mir im Gelände auch aufgefunden worden. Unscheinbare Bleiglanz- und Zinkblende-Proben von dort finden sich im Stadtmuseum in Pleystein (Lehner-Sammlung)

Vielen Dank für die wertvollen Hinweise.

Gruß
Berthold

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln