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Stabilität Auripigment
Hg:
Hallo,
nachdem es doch recht widersprüchliche Angaben gibt, möchte ich die Frage der Stabilität von Auripigment hier einmal zur Diskussion stellen. In der Literatur wird diese Frage leider auch nicht klar beantwortet.
Ist Auripigment nun lichtstabil, oder nicht?
Im Lexikon ist eine Lichtempfindlichkeit vermerkt, in dem Buch "Handbuch und Führer für Sammler" von Duda, Rejl und Slivka jedoch nichts. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein gemeinsames Vorkommen von Auripigment und Realgar durchaus den Eindruck erwecken kann, dass die gesamte Stufe lichtempfindlich ist, aber gilt das auch für eine "reine" Auripigment-Stufe?
Gekauft habe ich mir eine Stufe von diesem Fundort:
Quiruvilca Mine
Bild folgt noch
Hat jemand schlechte Erfahrungen gemacht?
Gruß,
Andreas
Jochen1Knochen:
Hallo!
Realgar zerfällt unter Lichteinwirkung.Auripigment normalerweise nicht.Da aber der Auripigment in der Natur ständig mit dem Realgar in Paragenese vorkommt erweckt das manchmal den Eindruck,daß der Auripigment nicht stabil ist.Dabei sind das allerdings wohl kleinste Beimischungen von Realgar auf der Stufe welche dann zerfallen.Rein optisch wird das kaum zu sehen sein,ob da der Auripigment wirklich frei von Realgar ist.
Gruß Jens
Klinoklas:
Hallo Andreas,
wahrscheinlich verliere ich den Verstand, ich bilde mir ein, dass mein Auripigment aus der Quiruvilca Mine
viel dunkler geworden ist. Da er aber in einem Döschen in einer Schublade war möchte ich Lichteinfluss
ausschliessen. Letzten Endes spinne ich aber doch nur.
Die Farbe war mal leuchtend gelb, jetzt eher orangebraun.
Auf dem Stüfchen ist noch Hutchinsonit und Pikropharmacolith mit drauf.
Ein derber Auripigment aus der Getchell Mine in Nevada hat sich dagegen überhaupt nicht verändert.
Dort ist definitiv etwas roter Realgar mit bei.
Gruß
René
ZEO:
Hallo,
R. Duthaler und S. Weiß in ihrem Buch aus dem Weise-Verlag (1999), S.103, führen Auripigment unter den lichtempfindlichen Mineralien auf.
Dass sich das Mineral auch im Dunklen verändern kann, finde ich nicht ganz überraschend. Physikalisch-chemisch gesehen ist so ein Sulfid bei Einwirkung von Luftsauerstoff (und Feuchte, und Wärme) nicht wirklich als stabil zu bezeichnen. Die Frage ist nur, wie lange dauert es, bis sichtbare Auswirkungen auftreten. Auripigment von der Getchell Mine hat sich auch in meiner Sammlung viele Jahre lang gut gehalten. Ich vermute, das kann mit dem kompakten Aufbau, ohne viele Risse, und daher kleiner Oberfläche zu tun haben.
Gruß
Jürgen
Hg:
Hallo,
würde mich wirklich interessieren, wie andere Erfahrungen mit dem Mineral aussehen. Ich versuche gerade die möglichen chemischen Prozesse nachzuvollziehen, die durchlaufen werden könnten. Nachdem das Mineral im Altertum als Farbe verwendet wurde, sollte es doch eigentlich "farbstabil" sein.
@René
was verstehst Du unter "viel dunkler"? Wie Du auf dem Bild sehen kannst, ist meine Stufe deutlich orange bis dunkelorange.
Gruß,
Andreas
Hier nun das bereits versprochene Bild
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