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Mineralisierung eines Aquaponik-Systems durch Gesteine?

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Goldi85:

--- Zitat ---Ist im Grunde der selbe aspekt wieso uns unsere heutige Milch krank macht (kriegt man Osteoporose von) - durch das sog. Pasteurisieren wird das Kalzium von seiner "guten Form" Kalziumcitrat/Kalziumchelat in seine "böse, metallische Form" Kalziumcarbonat gebracht.
--- Ende Zitat ---


--- Zitat ---Falls du mir das nicht glauben solltest bitte ich dich selber im Internet nach wissenschaftlichen Studien, etc. zu suchen und dir mal ganz genau zu überlegen wer uns was und aus welchem Grund erzählt.
--- Ende Zitat ---

danke, ich weis jetzt schon, wie ich den Beitrag einzuordnen habe  ::)

Hg:
auweia.....da stellen sich einem wirklich die Haare zu Berge  ::)
Wenn ich alleine den Vergleich zwischen Uran und Sr/Cs aus radioaktiv kontaminierten Böden lese (siehe link Medizininfo...), das ist übrigends auch der korrekte Ausdruck für "verstrahlt" (ein abolutes Unwort!), frage ich mich mit welchem Hintergrundwissen so etwas geschrieben werden konnte. Totale Noobs?? Die Pflanzen betrachten Uran und sämtliche Transurane absolut als Schwermetall; völlig wurscht ob das radioaktiv ist oder nicht. Die Transferfaktoren unterscheiden sich sehr gering zwischen As, Hg oder U (Zusammenhang mit dem Ionenradius?).

--- Zitat ---"guten Form" Kalziumcitrat/Kalziumchelat
--- Ende Zitat ---
ok, Ca-Citrat ist klar, aber gib mir mal bitte die chemische Formel und Stuktur vom Ca-Chelat an  ;D (Chelatliganden gibt es jede Menge und gesund sind die nicht wirklich)
Halbwissen ist gerade in solchen Fällen sehr gefährlich!
Gruß,
Andreas

triassammler:
Hallo,

ohne jetzt im Detail auf die vielen, wirklich guten und ausführlichen Beiträge, vor allem von Jörg, einzugehen (dafür ist die Thematik einfach zu komplex) will ich folgendes anmerken:

Nils, Du willst im Grunde versuchen, ein System, das einen ganzen Planeten benötigt in einem Fischbecken und einem Kiesbett abzubilden. Dass dieses System nicht selbstregulierend sein kann, weil wesentliche Faktoren (unzählige!) fehlen, liegt auf der Hand, oder?

Zweitens, und das macht die Sache am schwierigsten, sehe ich das Problem, dass Du Dir sehr tief gehende Erkenntnisse verschiedenster Wissenschaftszweige zu Nutze machen und auch noch weiterentwickeln möchtest, ohne aber auch nur ein Grundwissen in diesen Bereichen (siehe bspw. die Sache mit dem Calciumcarbonat) zu besitzen. Um nur annähernd fundiert beurteilen zu können, wie Dein gedachtes System auch nur in den gröbsten Grundzügen (nicht) funktionieren würde, wäre das Absolvieren zahlloser Studiengänge bis jeweils mindestens hin zur Promotion notwendig, am besten mit anschließender mehrjahrzehntiger Forschungs- und Berufspraxis. Sich mal einfach schnell im Web ein paar "wissenschaftliche Studien" reinzuziehen, reicht bei Weitem nicht. Ohne Studium in dem jeweiligen Fach ist man oft nicht mal kompetent genug, die Qualität der Studie beurteilen zu können. Ganz abgesehen davon, dass im Web jeder Schmarrn als "Studie" ohne jegliche fachliche Kontrolle veröffentlicht werden kann (ich verweise wieder auf das angeblich "böse" Calciumkarbonat).

In eine ähnliche, wenn auch nicht die gleiche Richtung, zielte "Biosphere 2" (http://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4re_2). Das wurde von Hunderten von Wissenschaftlern über Jahre hinweg konzipiert und hat dennoch sein Ziel nicht erreicht (dabei aber zahllose höchst wertvolle Erkenntnisse geliefert). Vielleicht solltest Du Dich eingehend über dieses Projekt informieren (damit meine ich echte wissenschaftliche Studien der beteiligten Forscher lesen und nicht nur ein paar Webseiten) und daran erst einmal nachvollziehen, wo die Probleme (fast) geschlossener künstlicher Ökosysteme liegen. Davon ausgehend könntest Du versuchen, Ansätze zu finden, dieselben Probleme bei Deiner geplanten Pflanzenzucht zu eliminieren bzw. wenigstens zu minimieren. Das ganze dann auch noch in dem von Dir angestrebten Sinne technisch und biologisch zu optimieren... dafür nimmst Du Dir dann in den nächsten paar Leben Zeit.

Nichts für ungut, nur meine ganz ehrliche Meinung als einer, der schon viele der zugrunde gelegten Annahmen über Mineralien als völlig falsch erkennt. Ich denke, eine wirklich ernsthafte und konstruktive Erörterung der ganz konkreten Maßnahmen die Du an Deinem System durchführen müsstest, ist zu diesem Zeitpunkt bzw. Wissensstand einfach nicht möglich.

Gruß,
Rainer

Nils91:
@Jörg:

--- Zitat ---Doch sieht die nur gesund aus und hat die Nährstoffe aufgenommen, die die folgende Nahrungskette benötigt?
--- Ende Zitat ---
Also die Pflanzen sehen SEHR gesund aus - viel größer und kräftiger als Pflanzen auf 'nem Feld oder im Garten. Ob die alle Inhaltsstoffe enthalten die der Mensch (offiziell) braucht - kA. Soweit ich weiß gab es dazu noch keine wissenschaftlichen Belege oder Forschungen.


--- Zitat ---Hier widerspreche ich.
Kalziumcarbonat oder Kohlensaurer Kalk ist essentiell wichtig (fast in jedem Wasser vertreten). So z. B. Bestandteil von Sedimmentiten (hier vorab mit durch Schalentiere gebildet, ergo bioverfügbar). Wenn nicht so, wird der Rest einfach ohne Schaden ausgeschieden.
--- Ende Zitat ---
Nunja, wie bereits gesagt wurde: "Allein die Menge macht das Gift."
Kalziumkarbonat ist in unserem Trinkwässern enthalten - ja. Jedoch schon in so hohen Mengen, dass es nicht mehr als "natürlich" eingestuft werden kann (siehe z.B. Quellwasser, etc. als vergleich.) wenn man jetzt noch hingeht und Tabletten mit dem Zeug schluckt nimmt man schon Mengen zu sich die unsere Ausscheidungsorgane schädigen. Und ob es nun wirklich "essentiell" ist "steht in den Sternen" - wie man so schön sagt.
Es gibt auch genügend Menschen die destilliertes Wasser trinken (enthält folglich auch kein Kalziumcarbonat) und denen passiert auch nichts. Vielleicht sollte man Wasser wirklich lieber ohne Mineralien zu sich nehmen? (Was hälst du eigentlich davon? Wenn man halt alle Mineralien/Spurenelemente/Vitamine über die Nahrung aufnimmt versteht sich.)

Ok, nehmen wir einfach mal an, dass wir Quecksilber, etc. nicht brauchen. Welche Mineralien brauchen wir und unsere Pflanzen?

Also bisher sind in der aktl. wissenschaftlichen Meinung die folgenden Nährstoffe (Mineralstoffe) als essentiell (für Pflanzen und Menschen) eingestuft:

Für Pflanzen allein:
P = Phosphor
K = Kalium
Ca = Calcium
Mg = Magnesium
Fe = Eisen
Cl = Chlor
Mn = Mangan
B = Bor
Zn = Zink
Cu = Kupfer
Mo = Molybdän
S = Schwefel

Für Menschen und Pflanzen (also bei der Aufzucht von Gemüse/Obst zuzuführen):
P = Phosphor
K = Kalium
Ca = Calcium
Mg = Magnesium
Fe = Eisen
Cl = Chlor
B = Bor
S = Schwefel
Cr = Chrom
Co = Cobalt
Cu = Kupfer
Mn = Mangan
Mo = Molybdän
Ni = Nickel
V = Vanadium
Zn = Zink
Sn = Zinn
Na = Natrium
F = Fluor
I = Iod
Se = Selen
Si = Silicium
As = Arsen
Rb = Rubidium
Br = Brom
Li = Lithium

Weitere Elemente die als essentiell einzustufen wären, jedoch so in der aktl. Wissenschaft noch nicht eingestuft sind:
Ge = Germanium (hilft wohl giftige "Schwermetalle" aus dem Körper auszuscheiden)
Al = Aluminium (kommt natürlich in unserem Körper vor; wird bei Schlafstörungen und Trisomie(?) als Therapie gegeben)

Und natürlich wenn wir uns schon mit chemischen Symbolen rumschlagen noch die "logischen" essentiellen Elemente:
H = Wasserstoff
C = Kohlenstoff
O = Sauerstoff
N = Stickstoff

Ich persönlich sehe noch folgende als essentiell:
Ag = Silber (hat positive Auswirkungen auf unseren Körper; siehe kolloidales Silber; Silberverbindungen stehen jedoch im Verdacht Argyrie zu verursachen, weshalb ich es jetzt nicht in das Wasser kippen sollte oder?)
Au = Gold (hat positive Auswirkungen auf unsere Intelligenz; siehe kolloidales Gold)

Was ist deine Meinung dazu? Welche Elemente würdest du (und bitte warum) nicht zu dir nehmen bzw. in so ein AP-System integrieren wollen?
Wie könnte man die restlichen Elemente in so ein System integrieren? Pulverisierte Gesteine ins Kiesbeet oder ins Fischfutter packen? (als ganze Gesteine hatten wir ja schon ausgeschlossen) Als "Reinelemente" (sofern kaufbar) "einfach ins Wasser legen" wäre doch das selbe wie die Sache mit den "unlöslichen Gesteinen" oder?

Was wäre mit den folgenden Elementen:
Pd = Palladium
Rh = Rhodium
Cd = Cadmium (ist als Gift bekannt; jedoch gibt es auch Quellen welche behaupten es sein wichtig für unseren Körper?!)
Pt = Platin (wird als Zytostatikum bei der Chemotherapie eingesetzt; halte ich jedoch (solang man kein Krebs hat) für gefährlich aufgrund der verlangsamten Zellteilung)

@Goldi85:
Jedem das seine. ;)

@Hg:
Wegen den Chelaten - und ja ich meinte natürlich die Citrate, Chelate hatte ich in dem Zusammenhang gelesen und mich nicht weiter informiert. Wobei ich immer noch nicht sehe wo der unterschied nun genau ist und warum das gefährlich sein soll, kannst du mich aufklären?
http://www.mineralmedizin.at/calcium.asp
http://de.wikipedia.org/wiki/Chelat-Therapie

@triassammler:

--- Zitat ---Nils, Du willst im Grunde versuchen, ein System, das einen ganzen Planeten benötigt in einem Fischbecken und einem Kiesbett abzubilden. Dass dieses System nicht selbstregulierend sein kann, weil wesentliche Faktoren (unzählige!) fehlen, liegt auf der Hand, oder?
--- Ende Zitat ---
Also bei deiner Ausführung musste ich schon schmunzeln - es ist mir natürlich bewusst das ein solches System niemals "ohne Treibstoff" (Fischfutter, externe Zufuhr von Mineralien,...) funktionieren wird. Es geht mir ja im Grunde "nur" um die richtige Zufuhr der sog. Spurenelemente (Liste siehe oben) ohne einen Mineraldünger o.ä. verwenden zu müssen.
Da ich natürlich sofort daran dachte, dass Steine aus Mineralien bzw. versch. Elementen bestehen bin ich hier gelandet und versuche herauszufinden wie man das schaffen könnte.

Natürlich gäbe es so Möglichkeiten wie Blätter und Holz aus dem Wald zu holen, die Blätter zu kompostieren und das Holz zu verbrennen (Holzasche) und beides dem System zuzuführen. Jedoch wüsste man dabei nicht, welche Elemente nun schlussendlich im System vorhanden sind. Und was wäre, wenn man über Wassertests, etc. herausfindet welche Elemente drinne sind - jedoch bestimmte einzelne Elemente fehlen, welche der menschliche Organismus braucht? (Mal angenommen Bor würde fehlen, wie würde man das ins System bekommen?)
Aus dem Grunde möchte ich gerne eine Möglichkeit haben, diese Spurenelemente dem System "auf eigene Faust" (durch z.B. Steine; gepulvert oder ganz; verfüttert oder nicht) zuzuführen. Die "wichtigsten" Elemente bzw. Mineralstoffe (also die Mengenelemente) werden eh über die Nahrung der Fische in das System integriert und ich würde garnicht daran denken ein vollkommen geschlossenes Ökosystem wie das der Erde oder der "Biosphäre 2" entwickeln zu wollen. (Solange ich keine Weltraumbasis bauen möchte :P)

Und nebenbei - das Hauptproblem der Biospähre war (wenn ich mich recht erinnere) der Beton, welcher Sauerstoff absorbiert hat und die Glaskuppel welche den Sauerstoff nach aussen durchgelassen hatte, das CO2 jedoch nicht.

Übrigens: Ich suche eine Liste der katalytisch aktiven Metalle - hat dazu jemand vielleicht eine? Im Internet finde ich leider keine.

Jörg:
@ Nils,

nichts für ungut, aber Du bastelst Dir Deine Meinung aus gefährlichem Halbwissen zusammen. Die Postings zu diesem Thema stammen z. T. von qualifitierten und ernst zu nehmenden Wissenschaftlern, die ihr Handwerk verstehen.


--- Zitat ---Kalziumkarbonat ist in unserem Trinkwässern enthalten - ja. Jedoch schon in so hohen Mengen, dass es nicht mehr als "natürlich" eingestuft werden kann (siehe z.B. Quellwasser, etc. als vergleich.)
--- Ende Zitat ---
Das ist absoluter Tinneff! Kalk ist durch die Natur ins Grundwasser/Quellen gelangt.
Wenn Pflanzen/Pilze so schlau wären, dass sie selektieren könnten, warum leuchten die Pilze um Tschernobyl dann fast im Dunkeln? Ich glaube nicht, dass sie freiwillig erbgutverändernde Substanzen aufnehmen.
Ich habe das Gefühl, dass Du andere Meinungen gar nicht akzeptieren, sondern nur Deine eigene kundtun willst (meine Meinung). Sorry, aber Dein Vorhaben giftige und gefährliche Substanzen freiwillig einzunehmen, kann und will ich hier nicht weiter abhandeln. Ich kenne genug Patienten mit Schwermetallvergiftungen, die sich der Gefährlichkeit nicht bewusst waren. Deine Idee mit einem funktionierenden Gewässersystem ist etwas anderes.

Glück Auf!
Jörg

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