Hi
So, nachdem ich hier schon etwas schmunzeln musste, senfe ich auch mal los: Das Stück zeigt eindeutig Spaltflächen. Was auch immer das ist, es besitzt eine mindestens sehr gute Spaltbarkeit. Aufgrund der Farbe glaube ich nicht wirklich an ein natürliches Mineral, obwohl Fluorit oft solche Farben zeigt. Der wäre aber leicht mit dem Messer zu ritzen, also fällt der flach. Periklas passt schon ganz gut und nach der Struktur (von der braunen Kruste ausgehend stengelige Kristalle, die nach oben dicker werden) würde ich auf eine in einem Tiegel ö.ä. erstarrte Schmelze tippen. Was da auf der braunen Kruste noch so zu sehen ist könnten entweder kleine, fast idiomorphe Periklase sein oder ein anderes Mineral, welches sich aus dem Tiegelmaterial gebildet hat. Ich denke mal, Haubi hat recht. Hinzu kommt, das ein Wanderer mit Mineraliensammeltendenzen sicher eher irgendwelche syntetischen Produkte verschenken würde als echte Mineralstufen.
Bei euren Berechnungen zur Dichte stellen sich mir ja die Nackenhaare auf - aua. Die gute Marion hat wahrscheinlich die Maximalwerte der Abmessungen des Stückes angegeben und ihr berechnet daraus die Dichte - geht gar nicht. Bei so einem zerklüfteten Stück misst man das Volumen durch Verdrängung - fertig. Alles andere ist Lottoziehen.
Wir haben mal versucht die Dichte eines Eisenmeteoriten mittels der Volumenmethode zu berechenen - dummerweise ist der Meteorit etwas wasserempfindlich und wir hatten ihn zum Schutz in Alufolie eingewickelt (war nichts anderes greifbar). Zwei Lagen Alufolie, fest an den ziemlich kompakten Meteoriten (Faustgröße) angedrückt und was kam als Dichte raus - 4.1 bis 4.5 g/cm³. Das Teil war/ist ein reiner Eisenmeteorit (irgendwas zwischen 7.3 - 7.8 g/cm³). Das nur mal als Beispiel, wie man bei Dichtemessungen daneben liegen kann.