Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto
Welches Makroobjektiv für meine Spiegelreflexkamera?
Sonntag:
Hallo,
vielen Dank für eure Informationen. Die Infos helfen mir die richtige Entscheidung zu treffen.
Nächste Woche werde ich verschiedene Objektive in einem Fachgeschäft ausprobieren.
Beste Grüße vom Rhein
Sonntag
pseudonym:
Schau mal ob sowas mit der Kamera geht ,das ist Makrofotographie zum Spartarif , nur verät dir das keiner weil er dir ja Objektive verkaufen will :
http://de.wikipedia.org/wiki/Retrostellung
Das funzt tatsächlich , damit kann man mit nen 35 mm Praktikaobjektiv ne Wespe formatfüllend abbilden ohne Probleme , kann aber leider gerade nix zeigen ,hab nur analoge Bilder und keinen Scanner .
So ein Adapter kostet um die 20 € , eine Seite Kamerabajonett ,andere Filtergewinde .
Ich verwende dazu ne Minolte Dynax 5 und DDR-Praktikaobjektive , Zwischenringe und Balken kann man zusätzlich noch verwenden , Schärfentiefe ist auch kein Problem wenn man genug Licht hat , aber das braucht man eh für Macro . . .
Habe Bilder hier :
-Pfefferkorn 45 mm groß
-Wespe 11 cm groß
-Salzkörner auf Laugenbrezel 1,5 cm groß
-Diabolo Luftgewehr 4,5 mm -4,5 cm x 7,5 cm
-Streichholzkuppe 2,8 cm breit
-50 Pf Stück Durchmesser 8 cm
-Ausschnit aus einem 10 ct-Stück , die Null ist 8 cm groß ,hohe Seite
Macht mal Google Bildersuche : Retrostellung . . .
aca:
Natürlich funktioniert die Retrostellung sehr gut, ich benutze sie auch (obwohl ich 2 gute Makroobjektive habe), aber ein vollwertiger Ersatz für Makroobjektive ist das nicht:
Konstruktionsbedingt kann man mit ihnen nur Dinge abbilden, die sich in einem bestimmten Abstand zur hinteren Linse befinden, der etwa dem Abstand zwischen Film/Sensor und der hinteren Linse des Objektives in Normalstellung enstpricht. Das sind bei den üblichen Kleinbildobjektiven etwa 4 bis 5 cm.
Das bedeutet, dass der Bildausschnitt nur in begrenzten Umfang über die Länge des Balgenauszuges bestimmt werden kann, und den Arbeitsabstand kann man noch weniger ändern. Dazu müsste man schon an der Optik rumschrauben.
Es ist also unmöglich, damit z.B. eine komplette Handstufe zu fotografieren.
Normalobjektive und Weitwinkel in Retrostellung sind sehr gut im Bereich von 1:1 bis 5:1, also bei Bildausschnitten von ca 30 bis 5 mm.
Sind eine guter Ersatz für Lupenobjektive mit vergleichbarer Vergrösserung, allerdings ist die Ausleuchtung mit ihnen schwieriger, sie sind einfach klobiger als die kleinen Lupenobjektive oder Mikroskop-Objektive.
pseudonym:
Na das stimmt für sehr kleines gehts mit Retro , bei größeren Stücken schleifts - da kommt dann dein Macro zum Zug .
Josef 84,55:
Eine weitere Alternative währen Vergrößererobjektive. Diese Objektive sind für ähnliche Abstände gerechnet wie bei diesem Anwendungsbereich. ca. 5-6cm vom Negativ zur Linse und ca. 30-40 cm zum Fotopapier. Leider ist die die Handhabung nicht so flexibel da sie keine eigene Focusiereinrichtung haben. Man braucht einen Balgen oder verstellbare Zwischenringe um die gewünschte Bildbreite genau einstellen zu können. Ich benutze ein Schneider Kreutznach Componon 80/5,6 und ein Apo Rodagon 50/2,8 und bin zufrieden mit den Ergebnissen. Je nach Arbeitsabstand in Retro- oder Normalstellung. Adapterringe habe ich bis jetzt noch alle bei Ebay gefunden.
Mein Lieblingobjektiv ist allerdings ein 105/2,8 Makro für 4/3 von Sigma. Die Mechanik ist zwar nicht die solideste, die Optik ist dagegen erstklassig.
Bei den analog Optiken, die ich bis jetzt getestet habe, ist das Bild nicht ganz so Kontrastreich wie bei den moderneren Digitalen. Ich denke das liegt daran, das der Chip meist kleiner ist und das Licht das nicht auf den Chip fällt im Kamerainneren gestreut wird. Die Vergütungen sind bei den getesteten auch besser. Z.B. ist bei meinem Olympus OM 50/1,4 der Kontrast weit schlechter als beim Kitobjetiv Zuiko Digital 14-42 F3,5-5,6.
Grüße Josef
Navigation
[0] Themen-Index
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln