https://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/https://crystalparadise.de/https://www.mineral-bosse.de

Autor Thema: High definition photo  (Gelesen 4347 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline kraukl

  • ***
  • Beiträge: 494
  • Cerussit aus Ramsbeck
    • Mineralien im Internet
High definition photo
« am: 01 Feb 12, 12:48 »
Hi,
habt ihr schon die Diskussion auf mindat verfolgt?

http://www.mindat.org/mesg-13-250785.html

Mich würden eure Meinungen zu dieser Art Fotos zu machen interessieren...


Glückauf
Klaus

Offline Krizu

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 3.123
Re: High definition photo
« Antwort #1 am: 01 Feb 12, 13:20 »
Hallo,

wie schon im Thread bei Mindat gesagt: Es hängt davon ab, was du willst.
Posterausdruck? Ja, kann Sinn machen.
Bild für Fotokalender: Jaein - eher nicht.
Bild fürs INet und Rechner? Nein - garantiert nicht.

MfG

Frank

Offline MichaelP

  • ***
  • Beiträge: 424
    • Mineralien sammeln, fotografieren, verwalten
Re: High definition photo
« Antwort #2 am: 01 Feb 12, 13:41 »
Ja, verfolgt habe ich diese Diskussion mit Interesse.
Ehrlichgesagt habe ich anfangs (wie andere Fotografen offenbar auch) nicht verstanden, was ein high definition photo überhaupt ist.
Falls ich es denn jetzt kapiert habe, ist der einzige Vorteil, dass man bei solchen Fotos Teilbereiche mehr oder weniger beliebig ranzoomen kann, ohne an Schärfe zu verlieren. "Normale" Fotos werden ja immer unschärfer, je näher man zoomt.
Für meine Zwecke (Internet, Ausdruck in DIN A4) reichen mir aber die "normalen" Bilder.
Den Aufwand für ein high definition photo werde ich daher (erstmal) nicht betreiben.
Viele Grüße
Michael

Offline jkstar

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 784
  • Wulfenit Tsumeb
Re: High definition photo
« Antwort #3 am: 01 Feb 12, 14:21 »
Hallo,

ich habe das bei mindat nur mal überflogen und ein paar Bilder angeschaut, mir gefallen Sie sehr, gerade die Möglichkeit des Zoomens ist spannend.

Viele grüße
Julian

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Re: High definition photo
« Antwort #4 am: 01 Feb 12, 15:25 »
Hallo,

die x-y-z Stack-Technik liefert mit den "High definition photos" Bilder, die aufgrund der deutlich höheren Auflösung besser (nicht bliebig !) zoombar sind. Der Aufwand mit einer 3- oder 4-stelligen Anzahl von Einzelbildern ist dabei schon enorm. Und ab einer gewissen Vergrößerung bringt aus physikalischen Gründen eine höhere Auflösung keinen Vorteil mehr (Beispiel Bildkante 2,5 mm mit 5000 Pixel abgebildet: Das Pixel hätte dann 1/2000mm Durchmesser, also etwa Lichtwellenlänge...)

Es gibt meiner Ansicht nach wenige Gründe, die den Aufwand für Mineralfotos rechtfertigen. Selbst bei Druckvorlagen -etwa für Mineralien-Kalender- haben mir die 21 Megapixel (5.616 x 3.744) meiner Canon 5D Mark II bislang immer ausgereicht (siehe z.B.  ISBN: 978-3-942668-03-3 ). Bei den für Offsetdruck geforderten 300 dpi ist eine Maximalgröße (ohne Qualitätsabstriche) von 47,55 cm x 31,7 cm machbar. Größere Druckformate (Poster) vertragen geringere Quell-dpi weil man diese Drucke typischerweise aus größerem Abstand betrachtet.

Gruß
Berthold

Offline kraukl

  • ***
  • Beiträge: 494
  • Cerussit aus Ramsbeck
    • Mineralien im Internet
Re: High definition photo
« Antwort #5 am: 03 Feb 12, 14:07 »
Hallo Leute,

vielen Dank für eure Meinungen!

Ich bin der Meinung, dass es eine interessante Angelegenheit ist.
Das Zoomen (und damit die verschiedenen Vergrößerungsstufen) und Betrachten
der Fotos, macht richtig Spaß.
Der Aufwand aber, diese Art der Präsentation zu erstellen, wäre mir viel zu
aufwändig und viel zu zeitraubend.
Alles andere habt ihr, insbesondere Berthold, ja schon angemerkt, dem kann
ich mich nur anschliessen.

Gruß und Glückauf

Klaus

Offline uwe

  • ******
  • Beiträge: 4.421
Re: High definition photo
« Antwort #6 am: 22 Feb 12, 12:06 »
Bin jetzt erst auf den oben erwähnten thread bei mindat gestoßen.

Kann mal jemand 'nen alten Mann erklären, was in diesem Fall "frei in 3 Achsen" bedeutet. Die z-Achse ist klar, das gibt es auch beim "normalen" stracking. Bedeutet y- und x-Achse tatsächlich, daß sich das Objekt in diesen beiden Achsen (also Nord/süd und West/Ost) bewegt? Das strack-Programm setzt dann wohl die einzelnen strack Säulen der z-Achse zusammen, so daß dann die hohe Zahl von 75 MP entsteht oder brauht man eine Kamera mit entsprechenden Supersensor? Da sich das Bild in einzelnen, separaten Karos entwickelt könnte ich mir das vorstellen. Muß ja 'ne wahnsinns.software sein.

Ich bitte um eine entsprechende Aufklärung.

Ansonsten gebe ich den o.g. Kommentaren recht - außerordentlich attraktiv aber für den Normalgebrauch fast zu aufwendig.

Gruß
Uwe

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Re: High definition photo
« Antwort #7 am: 22 Feb 12, 21:26 »
Hallo,

die Kamera wird (auf einem Schlitten) nach rechts-links verschoben (x-Achse) und auch nach oben-unten (y-Achse). In jeder Position (die sich ein wenig überlappen muss) ein Bild. So entsteht aus den versetzten Einzelbildern eine Aufnahme des z-Stacks. Also näher an das Objekt ran und wieder so ein Schachbrett-Foto. Und noch eins, und noch eins...

alles klar?

Gruß
Berthold

Offline uwe

  • ******
  • Beiträge: 4.421
Re: High definition photo
« Antwort #8 am: 22 Feb 12, 22:05 »
Danke Berthold,

ich habe schon so etwas vermutet. Die Menge Pixel entstehen somit durch die Addition aller x-y-Aufnahmen einer Ebene. Man braucht also eine software, welche ein einheitliches Bild aus den x-y-Aufnahmen einer Tiefenschärfenebene errechnet oder muß man das per Hand machen - glaube ich nicht. Je Tiefenschärfe also ein Bild aus vielen Einzelaufnahmen gebastelt, welche dann gestrackt werden.

Also so eine billige Variante, wie es der Kollege bei mindat dargestellt hat ist das apparateseitig aber nicht.

Uwe

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Re: High definition photo
« Antwort #9 am: 22 Feb 12, 23:15 »
Hallo Uwe,

gerne geschehen.

Richtig, die x-y-Einzelbilder werden mit entsprechender Software verrechnet.

Die Kostenbetrachtung ist so eine Sache. Wenn ich mir ansehe, was ein Mittelformat-Rückteil mit  sagen wir 80 Megapixeln kostet (20.000-40.000 €), dazu noch das Objektiv (das die Auflösung auch bringt!) dann relativiert sich das schon. Die Frage ist nur: Lohnt sich der Kosten/Arbeitsaufwand für so hochauflösende Bilder? Und wozu braucht man diese hohe Auflösung? Dazu kommt noch, dass wir ja bei "bezahlbaren" Kameras mit den Megapixeln auch ganz schön weit kommen (meine 5D Mark II mach 21 Mp, Nikon hat mit der D800 jetzt 36,3 Megapixel vorgestellt).

Gruß
Berthold

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge