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Autor Thema: Geologie-Grundwasser  (Gelesen 19464 mal)

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Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Geologie-Grundwasser
« am: 06 Feb 12, 22:28 »
Hallo!
Trotz der derzeitigen Kälte hat das Grundwasser in dieser Pfütze (20 bis 50 cm tief) genügend Energie um nicht einzufrieren.Da bildet sich nicht mal eine kleine Schicht Eis und das Wasser ist sogar angenehm warm und dampft sogar,während der kleine Teich (2 m tief) schon lange gefroren ist.
Finde ich irgendwie lustig.
Gruß Jens

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #1 am: 06 Feb 12, 22:35 »
mal noch zwei Fotos-vieleicht kann man ja drin baden? ;D

Offline jürgen lange

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #2 am: 09 Feb 12, 22:31 »
Hallo Jens, es könnte auch noch der Salzgehalt eine Rolle spielen. Nehm doch einmal eine Probe, mess den pH-Wert (Messstreifen aus der Apotheke) und lass ich einer vorher gewogenen Glasschale(+)  mal eine definierte Menge (z.B. 1 Liter) deines Wassers verdampfen. Dann optisch beurteilen, ob was sich abgeschieden hat und erneut wiegen (+).   (+) jeweils unter den gleichen Trocknungsbedingungen.

Gruß und Glück Auf j.

Offline pseudonym

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #3 am: 10 Feb 12, 16:30 »
Vielleicht ist ja dort der Zufluss des Gewässers . . .

Salz würde sich vermutlich im ganzen Tümpel verteilen .

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #4 am: 10 Feb 12, 16:45 »
Hallo Jürgen!
Super Idee mit dem Salzgehalt! :)
Ich hab mirs da einfacher gemacht.Ich habs halt mal gekostet. ;D
Am Anfang hats normal geschmeckt.Da war kein Unterschied zu normalem Wasser.Dann hat sich allerdings ein salziger Nachgeschmack entwickelt,welcher zunehmend stärker wurde.

Jetzt weiß ich auch,warum in den Teich eingesetzte Fische nicht so richtig gedeihen.Da hatte mal der örtliche Fischereiverein paar Fische drin,aber irgendwie sind die nicht gewachsen.Auch der Nachfolger des Fischervereins hat gejammert,daß die Fische sich nicht richtig entwickeln.
Dann ist das aber wahrscheinlich kein normales Grundwasser,sondern kommt von tiefer unten,da wir hier nur Eiszeitlichen Alpenkies haben.Durch die Kiesentnahme haben sie wohl die natürliche Sperrschicht durchbrochen und es gluckert aus der Tiefe raus.Das hat mich sowiso schon vor zwei Jahren stutzig gemacht.Da war auch trotz strengem Frost eine Ecke eisfrei.Und das ist bei einem stehenden Gewässer ohne Zufluss und auch ohne Abfluss ungewöhnlich genug.Das aber dieses Jahr bei einer neuerlichen Kiesentnahme so ein flaches Loch nicht einmal an den Rändern zur Eisbildung neigt hat mir dann doch etwas Kopfzerbrechen gemacht.
Aber nun bin ich dank Jürgen etwas schlauer geworden!Danke!
Das ist doch echt toll!! Ich wohne auf einem Salzstock!!  Wieviel gibts da doch noch mal für so nen Castorbehäler zur Entsorgung? ;D
Gruß Jens
Gruß Jens

Offline Kluftknacker

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #5 am: 10 Feb 12, 18:22 »
Schade, dass es salzig ist, sonst hätte ich als Lösung angeboten, dass da irgendwelche alpinen Winzer ihre glykolversuchte Brühe entsorgt hätten  >:D

Vielleicht hat dort nur jemand sein Tausalz zwischengelagert/entsorgt ... oder vielleicht ein anderes Salz, das man nun nicht gerade kosten sollte ... 8)

und das Wasser ist sogar angenehm warm und dampft sogar

das hat mit einem erhöhten Salzgehalt eigentlich nichts mehr zu tun, oder sprudelt bei Dir die Sole nur so aus dem Boden? Dann mach ein Heilbad auf.

Offline Krizu

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #6 am: 10 Feb 12, 18:36 »
Hallo,

rein logisch:
Wenn der Bereich der Zufluss ist, ist klar, dass die Temperatur höher ist.
Unter
http://saekular.pik-potsdam.de/2007_de/index.html
ist ein Diagramm zu finden:
http://saekular.pik-potsdam.de/klima/diagram/boden/2011/boden_2011mon.gif

Das Wasser in 12m Tiefe hat immer 9°C, was auch der Höhlentemperatur meistens entspricht, da es das Jahresmittel ist. Die Oberflächentemperatut schwankt, aber ab 2m ist das Wasser immer über +4°C.

Warum spricht das gegen das Salz als Frostschutz ? Falls da wirklich ein Solequelle ist, ist der Teich genauso salzig. Stell dir ein Glas Rotwein vor, dass unter dem tropfenden Wasserhahn steht. Das ist nach einer Zeit x voller Wasser. Mit anderen Worten: Der Teich muss dann genauso salzig sein - oder zusätzliceh andere Quellen haben.

MfG

Frank

Offline Blackminer

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #7 am: 10 Feb 12, 21:16 »
Hallo Jens!
Es wäre ganz interessant zu wissen, wo die Kiesgrube ist.
Glaube auch, das dort der Zufluss ist. Auf dem einen Bild sind auch verdächtige Dellen zu sehen, wo das Wasser rausblubbern könnte.

Das die Fischlein nicht wachsen wollen kann unterschiedliche Ursachen haben. Entweder stimmt der ph-Wert nicht, was bei eurer "Kalkbrühe" kein Wunder ist. ;) Oder die Kiesgruben sind zu nährstoffarm, was sie definitv sind!
Das einzige proteinreiche Fischfutter wird von den Anglern reingeworfen, außerdem ist die Besatzdichte oft zu hoch. Die einzigen, die sich da richtig wohlfühlen dürften, sind Zander und Barsch, die "stehen" nämlich auf Hartgrund, aber ohne Futter mickern die auch. :)
Glück auf und Petri heil!

Offline pseudonym

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #8 am: 10 Feb 12, 21:21 »
Hallo,

rein logisch:
Wenn der Bereich der Zufluss ist, ist klar, dass die Temperatur höher ist.


Das Wasser in 12m Tiefe hat immer 9°C, was auch der Höhlentemperatur meistens entspricht, da es das Jahresmittel ist. Die Oberflächentemperatut schwankt, aber ab 2m ist das Wasser immer über +4°C.

Warum spricht das gegen das Salz als Frostschutz ? Falls da wirklich ein Solequelle ist, ist der Teich genauso salzig. Stell dir ein Glas Rotwein vor, dass unter dem tropfenden Wasserhahn steht. Das ist nach einer Zeit x voller Wasser. Mit anderen Worten: Der Teich muss dann genauso salzig sein - oder zusätzliceh andere Quellen haben.



Genau das hab ich gemeint , wenn Salz - dann wär alles Eisfrei !

Offline fassi

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #9 am: 10 Feb 12, 21:44 »
Zitat
Genau das hab ich gemeint , wenn Salz - dann wär alles Eisfrei !

 Ostsee -= Brackwasser , also eine Mischung aus salzwasser und süßwasser , man schmeckt es auch aber westlich weniger als z.b. in      reinen  Salzwassermeeren
 ( Sorry für diese wohl biologisch unzureichende Erklärung )
 Jedenfalls müsste dann ja die ostsee immer Eisfrei sein  ;)
 Aber auch dort gibts Eis  und auch noch am Ufer wo es Wasserbewegung gibt durch wellengang .-
 Wenn  die Salzkonzentration  in dem Teich so hoch wäre das es selbst bei diesen Temperaturen nich gefriert  ,
 hätte Jens beim kosten sofort mit Gerstensaft reichlich nachspülen müssen  ;D ;D ;D ;D
 Auch wäre dann das weisse Zeug was auf den Bildern zu sehen ist , Ganzjährig in Form von
 Kristallisierten Salz  vorhanden . Scheint aber wohl doch Schnee zu sein  ;)
 

Offline Jochen1Knochen

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #10 am: 10 Feb 12, 22:00 »
Hallo!
Reines sauberes Tiefenwasser ohne Salzgehalt würde in so einer Kuhle meines Erachtens locker auskühlen.Aber da ist nicht mal am Rand was von einer Eisbildung da.
Hier sprudelt auch nichts raus! Wennschon dann sickert hier das Wasser an die Oberfläche. Ich hatte ja schon geschrieben,daß das ein stehendes Gewässer ist.Die unvereiste Stelle ist auch nur mit dem Radlader ausgehoben worden.
Der Standort des Tümpels ist hier bei mir.Auf der Mitgliederkarte sind meine Koordinaten drin.
Früher floss hier ein Bach und wir hatten 3 volle Teiche.Dann hat der benachbarte Flughafen das Grundwasser abgesenkt.Sowie ich in Erinnerung habe,waren das 15m Absenkung! Dadurch ist dann alles ist ausgetrocknet.Außer dieser kleine Teich,welcher vom Besitzer nach der Grundwasserabsenkung noch schnell etwas vertieft wurde.
Im letzten Sommer war der Wasserspiegel auf 1m abgesunken!Ein echter Zufluß kann also generell nicht vorhanden sein.Nur bei Starkregen und Schneeschmelze erreichen die Teiche alle y-Jahre mal ihr ursprüngliches Niveau.Bisher seit der Absenkung 1993 aber nur einmal vorgekommen!
Auch frisches Bergwasser gefriert bei -18° nach dem Stolleneingang.Das kann ich also mit der reinen Bodentemperatur auch nicht so richtig in Einklang bringen.
Gruß Jens

Offline Jochen1Knochen

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #11 am: 10 Feb 12, 22:15 »
zumal da auch Gemüse drin gut gedeiht!
Sind das jetzt Süsswasser- oder Salzwasseralgen?Man sieht richtig,wie wohl sich das Zeug da drin fühlt.Das schlierige Zeugs vermindert allerdings das Badevergnügen etwas ;D

Offline Blackminer

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #12 am: 10 Feb 12, 22:50 »
Hallo Jens!
Konnte ja sein, dass du das Phänomen nicht in der Erdinger Gegend fotofiert hast. ;)
Hab mich ja nun schon einige Zeit durchs bayrische Quartär gebohrt und öfter seltsame Dinge mitm Wasser erlebt.
Hier mal ein Beispiel: Bei Gersthofen(Augsburg) wurde ein Ausgleichsbiotop am Auwald geschaffen. Das Biotop heißt Branntweinbach!  ;)
Alles von den Menschen gut geplant und ausgeführt, dann kam der Biber. Der sagte: Nö, wie häßlich, ich bau mal kurz um. Seit dem ist dort selbst im heißesten Sommer alles vernässt und überflutet. Nun kommt der Knaller!  Ca. 200m weiter befindet sich die Lech (ca.12m tiefer lt.Pegelmessung) und die war fast trocken(2010)!
Unser Bohrpunkt lag 2Meter neben dem bis zum Rand gefüllten, fließenden, Branntweinbach. Der logische Menschenverstand sagt gleich: Bachufer also Grundwasserstand ca.20-30cm unter GOK. Nix war! Die Bohrung war bis 3mTeufe trocken. ???
Die Bohrergebnisse (RKS+DPH) erbrachten weitgestufte Kiese in relativ gleichförmiger Lagerung.
Ich frag mich bis heute, wie sowas geht....
Vielleicht sind irgendwelche cm starke Schluffschichten die Lösung, die im Kies kaum auffallen, aber wasserstauend wirken. Ich könnte mir auch "zementierte" sprich verbackene Kiese vorstellen, welche Wasserstauer sind.
Geologie ist manchmal doch ein Buch mit 7Siegeln. ;D ;D ;D
VG
Raik
PS: Bei dir in der Gegend bin ich froh, wenn Kies im Bohrkern ist. An manchen Stellen gibts ja "Blumenerde"(Torf) en gros. :)

Offline Jochen1Knochen

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #13 am: 11 Feb 12, 19:56 »
Hallo Raik!
An die Torferde und Gärung von Moorleichen hab ich auch schon gedacht. ;D
Nachdem ich heute in der Pfütze mal das Fieber gemessen habe weiß ich allerdings nicht so richtig weiter.Satte 5°C  ::)
Wahrscheinlich bist du ja Schuld mit deinen Bohrlöchern hier!Du solltest halt mal bei einer gewissen Tiefe abbrechen!  ;)
Gruß Jens

Offline Jörg

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Re: Geologie-Grundwasser
« Antwort #14 am: 11 Feb 12, 20:39 »
Hallo,

das Grünzeug sieht nach Fadenalgen aus. Die kenne ich aus meinem kleinen Plastiktümpel im Garten, sind mir im Sommer förmlich explodiert. Die Meinung des Zoohandels: Die entstehen bei a) großer Wärme, und in Verbindung mit b) Überdüngung, die auf Überfütterung beruht.
Was mich verwundert ist, dass die Algen bei diesen Temperaturen überhaupt noch vorhanden und nicht abgestorben sind. Das ist recht ungewöhnlich. Vielleicht sickert ja auch Dünger haltiges Wasser aus der Landwirtschaft in den Teich. Das würde den salzigen Geschmack und die Fadenalgen erklären. Auch dass die Fische darin nicht gut gedeihen. Allerdings weniger, warum gerade diese Ecke nicht vereist ist.

Nachtrag:
Oder gerade diese Ecke ist mit Düngemitteln gesättigt. Im Verlauf verteilen sich diese im Teich, so dass der einfrieren kann. Wenn der Wasserstand immer so niedrig ist, könnte es doch auch sein, dass die Konzentration an dieser Ecke höher ist.

Viele Grüsse und Glück Auf!
Jörg
« Letzte Änderung: 11 Feb 12, 20:44 von Jörg »

 

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