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Frage zu Strinkspat
McSchuerf:
Laut Definition ist Stinkspat ..
--- Zitat ---Stinkspat ist ..
dunkelvioletter bis schwarzer Flußspat (Fluorit), der beim Anschlagen einen stechenden Ozongeruch verbreitet, verursacht durch radioaktive Strahlung die im Kristallgitter die Verbindung CaF2 in metallisches Calcium und Fluorgas aufspaltet. Das metallische Calcium lässt aufgrund der Undursichtigkeit den Stinkspat (Fluorit) schwarz erscheinen.
--- Ende Zitat ---
Bitte erklärt mir dann mal jemand, wie Ozongas entstehen kann, das ja bekantlich O3 ist?? Ich habe doch nach Aufspaltung, verursacht durch die radioaktive Strahlung, nur Calcium und Fluorgas..wo soll dann bitte das O3 entstehen..also da stimmt was nicht..bitte um Aufklärung. :-\... :)
http://www.geo.sbg.ac.at/projects/klimastudie/Luftschadstoffe.htm
..gut also geruchlos ist Ozon hiernach offenbar nicht ..bleibt aber noch die Entstehung im Stinkspat (??)
berthold:
Hallo Peter,
Stinkspat, früher auch Antozonit genannt, verbreitet einen Ozon-ähnlichen Geruch. Der Zusammenhang von dunkelvioletter Farbe und Geruch wurde schon von C. F. SCHÖNBEIN (1861) geschildert, noch bevor das Element Fluor, das ja für den Geruch verantwortlich ist (durch Moissan 1886), entdeckt war. Vorher dachte man, es sei tatsächlich Ozon, doch - wie eine Literaturschau gezeicht hat - fanden sich die widesten Theorien.
Übrigens ist nicht jeder schwarze Fluorit gleich ein Stinkspat. Stinkspat ist nur die tiefschwarze, beim Anschlagen "stinkende" Fußspat-Variante. Der Geruch ist auf (natürliche) radioaktive Einstrahlung (teilweise Zerstörung des Kristallgitters) und das auf Schlag entweichende (stinkende) Fluor zurückzuführen. Die schwarze Farbe entsteht durch Kalzium-Kolloide.
Dass der Geruch Ozon-ähnlich ist wird auf die hohe chemische Reaktionsfähigkeit von Fluor (in der Luft) - ebenso wie bei Ozon - zurückgeführt.
Gruß
Berthold
uwe:
Hallo Peter,
kristallisierter "schwarzer" Fluorit ist selten. Wo ist Deine abgebildete Stufe her ?
Glück Auf
Uwe
wolfilain:
Hi
eine frage hätte ich dann noch
Wie sehr riecht der stinkspat nach ozon ??? (also wie stark stinkt er)
Ich hab einen schwarz-lila-derben klumpen der riecht nach ozon
aber nur sehr wenig.
Ich hab eine hochspannungs lampe und an der kann ich sauerstoff spalten und die riecht mehr.
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Wie sehr riecht der stinkspat nach ozon
--- Ende Zitat ---
schwer zu sagen. Es hängt von der Qualität des Stinkspats ab. An einem Schurf im Wölsendorfer Revier wird mir (übertage!) regelrecht übel, wenn ich größere Stunkspatbrocken zerklopfe. Verglichen mit einer Hochspannungs-Lampe (z.B. kenne ich das von sehr kräftigen KW-UV-Brennern) ist der Geruch von Stinkspat schon anders, beißender.
Den Geruch bekommt man übrigens auch beim schleifen, sägen usw.
--- Zitat ---kristallisierter "schwarzer" Fluorit ist selten
--- Ende Zitat ---
Also, was Kristalle betrifft stimme ich zu. Ich vermute dass das gestörte Kristallitter keine großen Kristalle erlaubt, deswegen selten. Aber man muss natürlich bedenken, dass "Stinkspat" sozusagen grezenlos in normalen Fluorit übergeht. Alleine die schwarze Farbe, die schon durch sehr geringe Mengen von kolloidalem Kalzium verursacht sein kann, sagt nichts darüber, wieviel freies Flour da drinnen ist (und auf Schlag freiwerden kann). Auch könnte man sich Szenarien vorstellen, wo die radioaktive Bestrahlung erst nach der Kristallisation (von +/- großen Kristallen) eingesetzt hat.
Und noch etwas: Viele scheinbar homogen (schwarz/dunkelviolett) gefärbte Fluoritkristalle weisen einen ausgesprochen ausgeprägten Zonarbau auf, da wechseln sich helle Schichten mit dunklen Lagen. In der Summe erscheint so ein Kristall dann schwarz. Auch hier würde ich lieber nicht von Stinkspat sprechen.
Gruß
Berthold
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